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28.05.2019, 14:54 Uhr

Spaziergang auf den Spuren der Stiftsdamen am 30. Mai

Über die Geschichte der Wietmarscher Windmühle informiert Dr. Andreas Eiynck am Himmelfahrtstag bei einem Spaziergang des Heimatvereins „auf den Spuren der Stiftsdamen“. Treffpunkt ist um 15 Uhr am Stifts- und Wallfahrtsmuseum.

Spaziergang auf den Spuren der Stiftsdamen am 30. Mai

Die Wietmarscher Windmühle um 1910. Foto: privat

Wietmarschen Ziel eines Spaziergangs „auf den Spuren der Stiftsdamen“ ist am Himmelfahrtstag, Donnerstag, 30. Mai, die historische Wietmarscher Windmühle. Sie diente einst nicht nur als Korn- und Sägemühle, sondern war auch eine weithin sichtbare Grenzmarkierung zwischen dem Emsland und der Grafschaft Bentheim. Zur Teilnahme an dem geführten Rundgang mit Dr. Andreas Eiynck aus Lingen lädt der Heimatverein Wietmarschen alle Interessierten ein. Treffpunkt ist um 15 Uhr das Stiftsmuseum, Am Klostergarten 6, direkt neben der Wallfahrtskirche.

Das Kloster und spätere Stift Wietmarschen bildete mit dem Gnadenbild in der mittelalterlichen Wallfahrtskirche nicht nur ein wichtiges religiöses Zentrum, sondern unterhielt auch einen umfangreichen Wirtschaftsbetrieb. Das „Wietmarscher Urbar“ berichtet von den Abgaben, die zahlreiche Bauern aus dem Emsland und der Grafschaft an das Kloster liefern mussten. Zusätzlich gab es vor Ort einen eigenen landwirtschaftlichen Betrieb mit Viehhaus, Backhaus, Scheunen und einem großen Kornspeicher. Diese Gebäude lagen östlich der Kirche und sind in Resten noch erkennbar. An das vom aufgestauten Stiftsbach umzogene Gelände schloss sich der umfangreiche Grundbesitz des Klosters an, der bis zur Windmühle an der Grenze zum Lohnerbruch reichte.

Spaziergang auf den Spuren der Stiftsdamen am 30. Mai

Die Wietmarscher Windmühle war einst eine wichtige Markierung der Landesgrenze zwischen dem Emsland und der Grafschaft Bentheim.

Nicht nur um die Ländereien, sondern auch um den Wind wurde damals heftig gestritten, denn neben der Äbtissin beanspruchte auch der Graf von Bentheim das sogenannte „Windregal“, also das Recht auf die Verpachtung des Windes, der über seinem Land wehte. Neben dem geschichtsträchtigen Mühlengebäude, das jüngst von der Gemeinde Wietmarschen erworben wurde, steht ein Grenzstein aus dem 18. Jahrhundert, dessen Aufstellung den langjährigen Grenzstein zwischen Lohne und Wietmarschen beendet sollte. Auch darüber wird bei dem Rundgang berichtet.

Entlang historischer Wege führt der zirka fünf Kilometer lange Spaziergang schließlich zurück zum Stiftsbezirk. Der Eintritt ist frei.

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