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07.06.2018, 18:24 Uhr

Landjugend fest im Dorfleben verankert

Die Tätigkeitsfelder der KLJB Wietmarschen haben sich verändert, das Ziel ist in den vergangenen 70 Jahren aber stets gleich geblieben: Der Verein will jungen und jung gebliebenen Menschen auf dem Land eine attraktive Freizeitgestaltung bieten.

Landjugend fest im Dorfleben verankert

Zum Richtfest des Wietmarscher Landjugendheims im Jahr 1952 erklangen festliche Töne. Foto: Landjugend

Von Andre Berends

Wietmarschen. In den ersten Jahren nach dem Zweiten Weltkrieg gab es in Wietmarschen – wie auch in vielen anderen Orten der Region – vor allem bei den jüngeren Menschen ein starkes Bedürfnis nach gesellschaftlichem Zusammenhalt und Orientierung. Aus einer losen Gruppe ging im Jahr 1948 die Gründung der Katholischen Landjugend (KLJB) hervor. Und die war in den Anfangsjahren noch reine Männersache: Unter den zehn Gründungsmitgliedern war keine einzige Frau.

„Man spürte, dass auf dem Lande auch alles anders geworden war. Die Umgebung war anders, die Freizeit, die ganze Lebensweise der Jugend hatte sich geändert“, heißt es in einem Protokoll von 1956 über die Gründung. Zu den Zielen des Vereins gehörte neben der Ausrichtung eines jährlichen Landjugendfestes auch, den katholischen Glauben besser kennenzulernen und in politischen Fragen einen christlichen Standpunkt zu vertreten. Von Beginn an unterstützte die Kirchengemeinde die Schar junger Leute. Das ist auch heute noch so. Seit vier Jahren begleitet Gemeindereferentin Ann-Kathrin Hoffmann die KLJB Wietmarschen.

KLJB Wietmarschen zählt knapp 400 Mitglieder

„Die Arbeit der Landjugend hat sich in den letzten 70 Jahren durchaus verändert. Die Ziele waren jedoch immer gleich: Den Jugendlichen auf dem Land eine attraktive Freizeitgestaltung zu bieten“, sagen Jürgen Gravelmann und Christina Märsmann, heute Vorsitzende des 16-köpfigen KLJB-Vorstands. Die Zahl der Mitglieder ist in den vergangenen zehn Jahren stetig gestiegen und liegt derzeit bei knapp 400. „Davon bringen sich etwa 160 Mitglieder aktiv in die Arbeit ein“, erzählt Jürgen Gravelmann. Diese Zahlen zeigten eindrucksvoll, dass das vielfältige Angebot nach wie vor den Nerv der jungen Dorfbewohner treffe.

Ordentlich gefeiert hat die Landjugend ihr 70-jähriges Bestehen am vergangenen Wochenende mit vielen Gästen. Zum offiziellen Festakt kamen rund 500 Besucher in die mit viel Aufwand zu einem Ballsaal umfunktionierte Reithalle in Lohnerbruch. Das Landjugendfest am Tag darauf lockte mehr als 2600 Gäste an. „Wir haben viele positive Rückmeldungen erhalten und sind sehr stolz auf unser Jubiläum. Wir haben in einem Jahr Vorbereitung alles selbst auf die Beine gestellt“, berichtet Jürgen Gravelmann.

Wechsel an der Spitze des Vorstands

Für ihn und für Christina Märsmann endet die Zeit an der Spitze der Landjugend Wietmarschen im kommenden Jahr. Im Januar soll es einen Doppelwechsel geben. Er gibt sein Amt nach sieben Jahren auf, sie nach fünf Jahren. „Das wird mir schwerfallen, ich habe diese Aufgabe immer sehr gerne übernommen“, erzählt Jürgen Gravelmann, „aber ich weiß auch, dass von Zeit zu Zeit ein frischer Wind einem Verein nur guttun kann.“

Die Entwicklung der Landjugend Wietmarschen ist in einem 88-seitigen Heft nachzulesen. Es liegt im Schriftenstand der Wallfahrtskirche öffentlich aus.

Landjugend fest im Dorfleben verankert

Der Vorstand der Landjugend Wietmarschen (von links) Leon Rehring, Marcel Boyer, Johannes Veltmaat, Jan Partmann, Nicole Markus, Jana Neumeister, Carmen Sommer, Julia Gravelmann, Iris Hangbers, Christina Märsmann, Ann-Kathrin Hoffmann, Franziska Bruns, Julian Klüsener, Simon Bruns, Jos Gravelmann und Jürgen Gravelmann. Foto: Kilian Westkamp

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