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17.01.2019, 15:50 Uhr

Textilbranche: Warnstreiks stehen vor der Tür

Die Gesprächsrunde der Tarifverhandlungen in der Textil- und Bekleidungsindustrie konnte man sich nicht einigen. Daher soll ab dem 1. Februar gestreikt werden. „Die Arbeitgeber brauchen Druck“, sagt Karin Hageböck, Geschäftsführerin der IG Metall Rheine.

Textilbranche: Warnstreiks stehen vor der Tür

Die Textil- und Bekleidungsindustrie kündigt Warnstreiks an. Symbolfoto: Hausfeld

Rheine In der zweiten Gesprächsrunde der Tarifverhandlungen in der westdeutschen Textil- und Bekleidungsindustrie am Mittwoch in Neu-Ulm konnten sich IG Metall und der Arbeitgeberverband textil + mode nicht auf ein Tarifergebnis einigen. Im Vorfeld der Verhandlungen gab es eine Kundgebung und über 250 Kolleginnen und Kollegen beteiligten sich, um den Arbeitgebern zu zeigen, dass es ihnen mit den Forderungen ernst ist.

„Das Angebot der Arbeitgeber von lediglich einer Erhöhung der Löhne und Gehälter um 1,7 Prozent zum 1. September 2019 und weiteren 1,7 Prozent zum 1. September 2020 bei einer Laufzeit des Tarifvertrags von 28 Monaten ist eindeutig zu mager. Der Tarifvertrag Altersteilzeit soll zwar weiter fortgeführt werden, allerdings ohne verbesserte Konditionen“, erläutert Karin Hageböck, Geschäftsführerin der IG Metall Rheine und Mitglied der Verhandlungskommission das magere Angebot der Arbeitgeber.

Die IG Metall fordert neben einer Entgelterhöhung der Löhne und Gehälter um 5,5 Prozent und einer Weiterführung des Tarifvertrags zur Altersteilzeit zu verbesserten Konditionen auch eine Arbeitszeitsouveränität.

„Die Arbeitgeber lehnen es jedoch ab, den Arbeitnehmern mehr Gestaltungsspielraum bei der Arbeitszeit zu ermöglichen. Dieses ist aus Sicht der Arbeitgeber überflüssige Bürokratie“, kommentiert Hageböck die Vorstellung der Arbeitgeber zum Thema Arbeitszeit.

„Die Arbeitgeber brauchen Druck und deshalb starten nun die Warnstreiks ab dem 1. Februar 2019“, umreißt Hageböck den weiteren Verlauf der Tarifrunde.

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