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01.01.2018, 13:51 Uhr

Polizei muss in Münster zu 139 Einsätzen ausrücken

Die Polizei Münster zieht eine positive Bilanz der Silvesternacht. Zwar stieg die Zahl der Einsätze im Vergleich zum Vorjahr, doch der Großteil der Menschen feierte friedlich ins neue Jahr.

Polizei muss in Münster zu 139 Einsätzen ausrücken

Die Polizei in Münster hatte in der Silvesternacht 139 Einsätze, dennoch blieb es großteils friedlich. Symbolfoto: Stephan Konjer

gn Münster. „Obwohl das Wetter nicht gerade einladend war, haben es sich viele Münsteraner nicht nehmen lassen, das neue Jahr auf dem Domplatz, im Hafen oder in der Altstadt im Freien zu begrüßen“, resümierte der Einsatzleiter der Polizei, Kriminaldirektor Manfred Kurzawe, zum Ende der Nacht in Münster. „Von wenigen Ausnahmen abgesehen, feierten die Menschen fröhlich und friedlich. Unsere Präsenz hat sich bewährt und die durchweg positive Resonanz der Münsteraner zum Einsatz in der Silvesternacht freut unsere Kolleginnen und Kollegen natürlich.“

Zu den insgesamt 139 Einsätzen in der Stadt Münster – im Vorjahr waren es mit 123 ein paar weniger – zählen 31 Meldungen über Randalierer, Schlägereien oder Streitigkeiten, teilt die Polizei mit. Nach Mitternacht wurde die Polizei noch zu elf Ruhestörungen gerufen.

Pistole mit Leuchtmunition

Die Hinweise und Ermahnungen zum sachgerechten Gebrauch von Feuerwerkskörpern kamen nicht bei jedem an. So verschoss ein 43-jähriger Münsteraner auf dem Domplatz Leuchtmunition aus einer Pistole. Da er keinen notwendigen Waffenschein besitzt, zudem noch betrunken und uneinsichtig war, musste er die Beamten zum Polizeigewahrsam begleiten. Er muss sich in einem Strafverfahren wegen Verstößen gegen das Waffengesetz verantworten.

Auch auf dem Hafenplatz flogen einzelne Böller und Raketen in Richtung anderer Feiernder, verletzt wurde dabei niemand. Insgesamt musste die Polizei aufgrund von übermäßiger Alkoholisierung und aggressivem Auftreten 23 Platzverweise aussprechen. Vier junge Männer waren so betrunken und wenig kooperativ, dass sie die Silvesternacht zur Ausnüchterung im Polizeigewahrsam verbringen mussten.

Briefkasten und Zigarettenautomaten gesprengt

Bereits am Nachmittag hatten unbekannte Täter an der Isolde-Kurz-Straße in Nienberge einen Böller in einem Hausbriefkasten gezündet. Der Briefkasten wurde total zerstört, die Frontklappe landete 15 Meter entfernt auf der Straße. In diesem Zusammenhang beobachteten Anwohner einen jungen Mann, rund 1,85 Meter groß und dunkel gekleidet, der vom Tatort flüchtete.

Am frühen Neujahrsmorgen gegen 2.30 Uhr schreckten Anwohner am Rektoratsweg in Kinderhaus hoch: Mit einem lauten Knall hatten unbekannte Täter einen Zigarettenautomaten gesprengt. Vermutlich zwei Täter entnahmen den freigelegten Schächten diverse Schachteln und entfernten sich unerkannt.

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