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05.06.2018, 18:05 Uhr

IHK warnt: Datenschutz wird als Betrugsmasche genutzt

Die Industrie- und Handelskammer (IHK) Nord Westfalen in Münster warnt vor Mails, die Unternehmen mit Hinweis auf die neue Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) auffordern, die Richtigkeit von Unternehmensangaben oder den Bezug von Newslettern zu bestätigen.

IHK warnt: Datenschutz wird als Betrugsmasche genutzt

Zum Start der Datenschutzgrundverordnung warnt die IHK vor Betrügern. Foto: dpa/Patrick Pleul

Münster „Das ist eine neue Masche, die neuen Regelungen der Datenschutzgrundverordnung als Türöffner zu nutzen, um Handlungsdruck aufzubauen“, betont Dr. Jochen Grütters, Leiter der Rechtsabteilung der IHK Nord Westfalen. Viele Unternehmen seien verunsichert durch die seit 25. Mai geltende Datenschutzgrundverordnung, die zu einer Flut von Mails und Briefen geführt habe. „Schwindler und Cyberkriminelle versuchen, auf dieser Welle mitzuschwimmen und von Unachtsamkeit beim Bearbeiten der vielen Mails zu profitieren“, warnt Grütters.

So hat die IHK Hinweise von Unternehmen erhalten, die aufgefordert wurden, ihre Daten zu überprüfen und zu bestätigen, was dann zu einem kostenpflichtigen Eintrag in ein Online-Branchenverzeichnis führt. Auch die IHK selbst hat so eine Mail erhalten. Anbieter ist ein Unternehmen mit Sitz auf einer der Marshall-Inseln. In der Mail sind die Daten des Empfängers bereits enthalten und eine PDF-Datei mit einem Vertrag ist beigefügt. Konkret sollen die Unternehmen in einem vorausgefüllten Formular ihre Daten ergänzen oder korrigieren und das Formular unterschrieben zurücksenden.

„Der Text ist meist so konstruiert, dass mit der Unterschrift ein neuer Vertrag oftmals über ein Jahr hinaus abgeschlossen wird“, so der IHK-Rechtsexperte.

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