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26.08.2020, 12:01 Uhr / Lesedauer: ca. 2min

Grenz-Info-Punkte: Land Niedersachsen finanziert mit

Die Finanzierung der „Grenz-Info-Punkte“ ist zunächst für die kommenden drei Jahre gesichert. Symbolfoto: dpa

Die Finanzierung der „Grenz-Info-Punkte“ ist zunächst für die kommenden drei Jahre gesichert. Symbolfoto: dpa

Gronau Wenn der Traumjob oder der Studienplatz im Nachbarland liegt, stürzen oft viele Fragen auf die Grenzpendler ein. In diesen Fällen stehen die Berater der „Grenz-Info-Punkte“ zur Verfügung und informieren über Sprache, Kulturunterschiede sowie Unterschiede in der Steuer- und Sozialgesetzgebung und viele weitere Themen. „Gute Information und Beratung sind für (potenzielle) Grenzgänger das A und O“ weiß Marie-Lou Perou von der Euregio und fügt hinzu: „Bewohner der Grenzregion lassen sich durch die nationale Grenze nicht einschränken. Gerade diese 360-Grad-Perspektive, die Chancen auch grenznah im Nachbarland im Auge zu behalten, ist eines der wichtigsten Anliegen der Euregios.“

Das Land Niedersachsen hat jetzt angekündigt, die Grenzpendlerberatung der „Grenz-Info-Punkte“, die bei der Euregio in Gronau und der Ems-Dollart-Region in Bad Nieuweschans angesiedelt sind, vorerst bis 2023 finanziell zu unterstützen. Zuvor hatten bereits die niederländischen Partner – national sowie mehrere Provinzen, Regionalverbände und Kommunen – das Land Nordrhein-Westfalen sowie einige (Land-) Kreise ihre Unterstützung zugesagt.

Grenzüberschreitende Beratung

„Die Ems-Dollart-Region und die Euregio sind froh über die Finanzierungszusage Niedersachsens, trägt sie doch dazu bei, dass Menschen entlang der Grenze ihr Leben weiterhin in einem 360-Grad-Radius leben können. Um das mal bildlich darzustellen, ein Blick über den Gartenzaun rüber zu den Nachbarn lohnt sich“, betont Christoph Almering, Geschäftsführer der Euregio in Gronau/Enschede. „Gerade wenn wir die europäischen Binnengrenzen nicht als Hürde, sondern als Chance sehen, leben wir Europa“, so Almering weiter.

Die Interreg-Geschäftsführerin der Ems-Dollart-Region, Ilona Heijen, betont: „Die ,Grenz-Info-Punkte‘ leisten einen enormen Beitrag für das Zusammenleben in der Grenzregion. Durch die herausragenden Beratungsleistungen wurden in den vergangenen Jahren viele Wege in das Nachbarland geebnet. Gesicherte Informationen sorgen dafür, dass Hemmschwellen abgebaut werden.“ Beide deutsch-niederländischen Euregios bieten Beratung bei Fragen zum Arbeiten, Wohnen und Studieren im Nachbarland an. In der Vergangenheit wurden diese für die Grenzgänger kostenlosen Beratungsleistungen der „Grenz-Info-Punkte“ unter anderem mit EU-Mitteln aus dem Interreg-Förderprogramm finanziert. Diese Förderung endet jedoch 2020.

Weitere Informationen gibt es auf der zweisprachigen Webseite der „Grenz-Info-Punkte“ www.grenzinfo.eu.

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