30.07.2019, 17:02 Uhr / Lesedauer: ca. 2min

Atomkraftgegner rufen zu Friedenkundgebung in Gronau auf

Zu einer Friedenskundgebung rufen Friedens- und Anti-Atomkraft-Initiativen aus Westfalen und aus dem Weser-Ems-Bereich für Sonntag, 4. August, in Gronau auf. Die Kundgebung beginnt ab 13 Uhr vor der Urananreicherungsanlage der Urenco-Gruppe.

Das atomare Wettrüsten haben die Anti-Atomkraft-Initiativen am Sonntag zum Thema. Foto: privat

Das atomare Wettrüsten haben die Anti-Atomkraft-Initiativen am Sonntag zum Thema. Foto: privat

Gronau Auch der Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU), die Ärzteorganisation IPPNW und der NRW-Landesverband der Deutschen Friedensgesellschaft-Vereinigte Kriegsdienstgegner und -gegnerinnen (DFG-VK) rufen zur Teilnahme an der Kundgebung auf. Das Motto der Kundgebung lautet: „Kein atomares Wettrüsten – Urananreicherung sofort beenden – auch in Gronau“. Die Initiativen und Verbände möchten mit dieser Kundgebung eindringlich vor einem neuen atomaren Wettrüsten warnen.

Als Anlässe zur Versammlung nehmen sie nach eigenen Aussagen sowohl das Auslaufen des INF-Mittelstreckenvertrags am 2. August sowie die Jahrestage der Atombombenabwürfe über Hiroshima und Nagasaki am 6. und 9. August.

Darüber hinaus lehnen sie die jetzigen Versuche des auch in Gronau ansässigen Urananreicherers Urenco ab, in den USA selbst spaltbare Isotop Uran-235 bis zu 20 Prozent anreichern zu wollen. Uran-235 hat eine Halbwertszeit von 703,8 Millionen Jahren. Nach Einschätzung der Anti-Atomkraft-Initiativen will der britisch-niederländisch-deutsche Urenco-Konzern auf diese Weise den Sektor zwischen ziviler und militärischer Nutzung der Urananreicherung weiter beschreiten. Bereits vor wenigen Tagen habe ein Experte der Stiftung Wissenschaft und Politik gegenüber der Deutschen Presse Agentur mit Blick auf den Iran vor einer solchen Anreicherung mit den Worten gewarnt: „Wer auf 20 Prozent angereichert hat, hat 90 Prozent der Arbeitsschritte bis zum waffenfähigen Uran hinter sich“.

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