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08.10.2019, 16:41 Uhr

24-Stunden-Streik der Reinigungskräfte am Flughafen

Reinigungskräfte am Flughafen Münster/Osnabrück haben am Dienstag mit der Frühschicht ab 6 Uhr einen 24-stündigen Warnstreik begonnen.

24-Stunden-Streik der Reinigungskräfte am Flughafen

Am Flughafen Münster Osnabrück streiken die Reinigungskräfte. Foto: Friso Gentsch/dpa

Greven Die Reinigungskräfte am Flughafen Münster/Osnabrück streiken. Damit reagiere die Gewerkschaft auf die festgefahrenen Verhandlungen über einen Rahmentarifvertrag im Gebäudereiniger-Handwerk, sagte ein Sprecher der Industriegewerkschaft (IG) BAU. Er rechne mit einer starken Beteiligung. Der Flugverkehr werde voraussichtlich beeinträchtigt.

Am Vormittag seien aber keine Maschinen ausgefallen oder verspätet gestartet, sagte Flughafensprecher Detlef Döbberthin. Münster/Osnabrück bediene ausschließlich die Kurz- und Mittelstrecke. Auf solchen kürzeren Flügen falle ohnehin nicht viel Müll an. Es hätten auch Flugzeugbesatzungen in den Flugzeugen Hand angelegt; außerdem hätten nicht alle Beschäftigten des Reinigungsdienstleisters an dem Streik teilgenommen, sagte der Sprecher. Parallel laufen Aktionen der Gewerkschaft an den Flughäfen Frankfurt und Berlin Tegel.

Für NRW plante die Gewerkschaft außerdem gestern eine Demonstration am Düsseldorfer Flughafen.

Anfang Oktober waren die bundesweiten Tarifverhandlungen für Beschäftigte in der Gebäudereinigung unterbrochen worden. Ein Streitpunkt war laut IG BAU und Arbeitgebern erneut das Thema Weihnachtsgeld. Die IG Bau hatte in der Branche mit rund 650.000 Beschäftigten mit weiteren Warnstreiks gedroht. In NRW arbeiten laut IG BAU „mehr als 200.000 Beschäftigte“ in der Branche. Am Flughafen Münster/Osnabrück waren am Dienstag laut Flugplan ab 6 Uhr 14 Abflüge vorgesehen.

Die Gewerkschaft fordert vor allem die Einführung eines Weihnachtsgelds sowie die Bezahlung von Überstundenzuschlägen für Teilzeitbeschäftigte. Die Arbeitgeber lehnen ein 13. Monatsgehalt bislang ab und wollen darüber erst im Zuge der Lohntarifverhandlungen 2020 sprechen. Sie hatten überraschend im April den Rahmentarif gekündigt, weil sie Teilzeitkräften weiter keine Überstundenzuschläge zahlen wollen. lnw

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