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27.11.2018, 12:56 Uhr

Spur zu Geldautomaten-Knackern verliert sich in Itterbeck

Hielten sich die Täter mehrere Stunden in Itterbeck auf? Die Polizei sucht dringend nach Zeugen, die verdächtige Personen beobachtet haben.

Spur zu Geldautomaten-Knackern verliert sich in Itterbeck

Hinter der Sparkasse in Itterbeck stellten Polizisten am Freitag das mutmaßliche Fluchtfahrzeug sicher. Foto: Hille

Von Henrik Hille

Uelsen Nach der versuchten Sprengung eines Geldautomaten im „Combi“-Markt in Uelsen am Freitagmorgen sucht die Polizei nach Zeugen. Das Fluchtfahrzeug der mutmaßlichen Täter wurde, wie berichtet, einige Stunden nach der Tat hinter der Filiale der Sparkasse an der Hauptstraße in Itterbeck gefunden. Von dort aus verliert sich die Spur der vier Täter. Die Ermittler der Polizei gehen inzwischen davon aus, dass sich die Täter bis in die Vormittagsstunden in Itterbeck aufgehalten haben könnten. Jetzt hofft die Polizei auf Hinweise aus der Bevölkerung: „Möglicherweise sind Zeugen dort weitere auffällige Autos oder Personen aufgefallen, die mit für die Tat in Uelsen als Tatverdächtige in Betracht kommen“, teilte ein Polizeisprecher mit.

In der Nacht zu Freitag waren Bankautomaten-Sprenger in Uelsen und Lathen unterwegs. Die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen.

Bei ihrem Versuch, den Geldautomaten in Uelsen zu knacken, machten die Täter keine Beute. Sie wurden von einer Polizeistreife überrascht und ergriffen die Flucht. Bis nach Itterbeck konnten die Polizisten die Unbekannten noch verfolgen. Sie rasten in einem PS-starken „3er BMW“ davon. Im Ort verlor die Streifenwagenbesatzung den Sichtkontakt zu den Flüchtenden. Das Fahrzeug wurde einige Stunden später auf einem schlecht einsehbaren Parkplatz hinter der Sparkasse aufgefunden und sichergestellt. Obwohl die Verbrecher den Geldautomaten im Eingangsbereich des Supermarktes nicht aufsprengen konnten, ist der Sachschaden an dem Gerät beträchtlich.

Zukunft des Automaten unklar

Ob der Automat repariert werden kann, ist noch unklar sagt Berthold Scholte-Meyerink von der Volksbank Niedergrafschaft: „Wir sondieren gerade die Situation und holen Angebote ein.“ Fraglich ist auch, ob die Bank im Falle eines Totalverlustes für rund 25.000 Euro einen neuen Automaten an dieser Stelle aufstellt. „Es war uns bewusst, dass dieser Automat besonders gefährdet ist“, erklärt Scholte-Meyerink. Als weniger gefährdet werden die zwei verbliebenden Geldautomaten in der Geschäftsstelle der Volksbank Niedergrafschaft an der Neuenhauser Straße eingestuft. Diese Automaten sind für die Kunden der Bank rund um die Uhr erreichbar.

Erstmalig in der Region haben die Automaten-Sprenger in Uelsen offenbar versucht, mit „festem“ Sprengstoff an das Geld zu kommen und nicht mit Gas. Nicht ohne Grund: Nach der ersten Welle der Automaten-Sprengungen haben die Banken neue Sicherheitsvorkehrungen getroffen, damit ihre Geldautomaten nicht mehr mit Gas gesprengt werden können.

Hinweise nimmt die Polizei in Lingen unter Telefon 0591 870 entgegen.

Spur zu Geldautomaten-Knackern verliert sich in Itterbeck

Das Fluchtfahrzeug der Bankräuber wird am Freitag in Itterbeck sichergestellt. Foto: Hille

Spur zu Geldautomaten-Knackern verliert sich in Itterbeck

Schwer beschädigt wurde der Geldautomat bei der versuchten Sprengung. Foto: Hille

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