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01.07.2020, 13:55 Uhr / Lesedauer: ca. 2min

Jäger und Landwirte in Wilsum: Gemeinsam für den Naturschutz

Einsatz für Insektenvielfalt: Jürgen Harsman (links) von der Jagdgemeinschaft und Luca Reimann vom Ortsverein Wilsum bei der Bestellung der Blühstreifen. Foto: Weersmann

Einsatz für Insektenvielfalt: Jürgen Harsman (links) von der Jagdgemeinschaft und Luca Reimann vom Ortsverein Wilsum bei der Bestellung der Blühstreifen. Foto: Weersmann

Wilsum Um dem Mähtod vorzubeugen, melden sich in Wilsum die Landwirte bei den Jägern, wenn sie Gras mähen wollen. Dann werden die Flächen nach Rehkitzen und anderem Wild abgesucht. Auch stehen sogenannte „Piepser“ bei den Jägern zur Verfügung, die das Wild beim Mähen vertreiben sollen und bei Bedarf von der Jagdgemeinschaft in Wilsum ausgeliehen werden können. Und immer mehr Landwirte beteiligen sich an diesen Aktionen. Das berichtet Jutta Weersmann vom Hegering Wilsum.

Auch beim Thema „Blühstreifen“ arbeiten Landwirte und Jägerschaft Hand in Hand. „Im letzten Jahr wurden in Wilsum mehrere Hektar ein- und zweijährige Blühstreifen angelegt. Durch die Trockenheit im vergangenen Jahr waren viele Flächen schlecht entwickelt. Stellenweise war nur Unkraut zu sehen. Auf den gut entwickelten Flächen waren viele Schmetterlinge, Bienen und Insekten zu beobachten“, erzählt Weersmann. Auch in diesem Jahr wurde wieder eine Aktion gestartet. „Durch die Zusammenarbeit mit dem Landwirtschaftlichen Ortsverein Wilsum wurden über fünf Hektar für Blühstreifen ausgewiesen. Der Ortsverein hatte alle Mitglieder angeschrieben und darum gebeten, mindestens drei Meter Randstreifen als Blühstreifen zur Verfügung zu stellen, um das wurde sehr gut angenommen“, berichtet die Jägerin. Das Saatgut wurde über den Hegering bei der Jägerschaft Grafschaft Bentheim beantragt und konnte bei den Genossenschaften abgeholt werden. Bezuschusst wird das Saatgut von der Landesjägerschaft. „Ende Mai wurden die Flächen durch Mitglieder des landwirtschaftlichen Ortsvereins eingesät. Wir hoffen, dass es in diesem Jahr genügend Regen gibt, sodass sich auch diese Flächen gut entwickeln können“, so Weersmann abschließend.

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