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11.03.2020, 20:00 Uhr / Lesedauer: ca. 3min

Grafschafter Hilfe lässt verletzten Jungen genesen

Mehr als 3000 Euro haben Grafschafter für den schwer verletzten Dijby Diallo aus dem Senegal gesammelt. Der Junge konnte nun in einer Klinik behandelt werden. Die Spendenaktion ins Leben gerufen hatte eine senegalesische Familie aus Itterbeck.

Die offenen Wunden am Kopf (links) sind verschlossen worden, Dijby Diallo ist nach seiner Operation in einem Krankenhaus in Dakar auf dem Weg der Besserung. Fotos: privat

Die offenen Wunden am Kopf (links) sind verschlossen worden, Dijby Diallo ist nach seiner Operation in einem Krankenhaus in Dakar auf dem Weg der Besserung. Fotos: privat

Von Andre Berends

Itterbeck Die Itterbecker Hilfsaktion für den neunjährigen Dijby Diallo aus dem Senegal hat Erfolg gehabt. Der durch eine Fettverbrennung an Kopf und Oberkörper schwer verletzte Junge konnte in einem Krankenhaus in der senegalesischen Hauptstadt Dakar behandelt werden und macht bei seiner Genesung Fortschritte. Das berichtet Mamoudou Ka. Er stammt aus dem Senegal und lebt seit einigen Jahren mit seiner Familie in Itterbeck.

Im Herbst hatte Mamoudou Ka auf das Schicksal von Dijby Diallo aufmerksam gemacht, der in der Nähe seines Heimatortes Nabadji Civol im Nordosten des westafrikanischen Landes an der Grenze zu Mauretanien lebt. Der Kleine war beim Spielen schwer verletzt worden. Ein Nachbar hatte eine Pfanne mit brennendem Fett kurzerhand aus dem Küchenfenster geworfen – und dabei den Jungen getroffen. Weil sich abzeichnete, dass Dijby Diallo in seinem Heimatort nur notdürftig medizinisch versorgt werden konnte, organisierte Mamoudou Ka kurzerhand eine Spendenaktion.

Damit hat der Itterbecker gute Erfahrungen gemacht. 2017 hatte er in seinem Umfeld eine groß angelegte Hilfsaktion gestartet, um die Ausstattung von Schulen in seiner Heimat zu verbessern. Zahlreiche Grafschafter unterstützten ihn seinerzeit mit Sachspenden, die in einem Container verschifft wurden und heute in den Schulgebäuden und im Unterricht eingesetzt werden.

Dass auch der Aufruf zur Hilfe für Dijby Diallo auf so große Resonanz treffen würde, freut Mamoudou Ka ungemein. In den Wochen nach dem Aufruf gingen auf dem Spendenkonto bei der Volksbank Niedergrafschaft 3350 Euro ein. „Eine Person hat sogar 500 Euro gespendet – das hätte ich so nie erwartet, das hat mich sehr berührt“, sagt Mamoudou Ka. Die Fäden liefen zusammen bei Fenna König aus Itterbeck, die die senegalesische Familie in ihrem Alltag in Itterbeck unterstützt. Und auch sonst erhielt Mamoudou Ka, der in Zwolle in einem Nutzfahrzeugwerk arbeitet, vielfältige Unterstützung von Bürgern.

Die Spenden aus der Grafschaft reichten, um Dijby Diallo und seine Mutter in ein Krankenhaus ins gut 700 Kilometer entfernte Dakar zu bringen. Und nicht nur das: Dort konnte ihm Haut transplantiert werden. „Das Auge lässt sich jetzt wieder schließen. Das war durch die Verbrennung unmöglich geworden“, berichtet Mamoudou Ka. Die Ärzte in der Klinik seien zuversichtlich, auch für das schwer verletzte Ohr eine Lösung zu finden. Eine zweite Operation wird aber noch etwas auf sich warten lassen, zunächst müssen die behandelten Stellen heilen.

Der Junge mache enorme Fortschritte. „Die Schmerzen haben nachgelassen und die Haare wachsen wieder“, sagt der Itterbecker und freut sich: „Dijby Diallo kann sogar schon wieder zur Schule.“ In seinem Heimatort stoßen die guten Nachrichten auf großes Interesse. „Die Leute besuchen die Familie und wollen gucken. Niemand hatte eine Heilung erwartet“, sagt Mamoudou Ka. Er will Dijby Diallo auch in den kommenden Monaten weiter begleiten und hofft, für die Fortsetzung der medizinischen Behandlung weitere Spenden sammeln zu können.

Wer Familie Ka bei ihrer Hilfsaktion unterstützen möchte, kann Spenden leisten auf das Konto bei der Volksbank Niedergrafschaft mit der IBAN DE52 2806 9926 1208 537520. Kontoinhaber ist die Aktion „Spendenkonto Senegal“. Als Betreff angegeben werden sollte „Hilfe für Dijby Diallo“.

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