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29.08.2019, 17:46 Uhr / Lesedauer: ca. 3min

Generationen-Werkstatt mit neuer Mannschaft

Die Oberschule Uelsen startet mit zwei Generationen-Werkstätten. Jeweils vier Schüler werden in den Unternehmen Kronemeyer und Peters Stahlbau erste Berufserfahrungen sammeln. Unter Anleitung werden sie thermische Solarmodule und Fußballtore bauen.

Die Generationen-Werkstätten haben neue Mitarbeiter: Jeweils vier Schüler werden in den kommenden Wochen in den Unternehmen Kronemeyer und Peters Stahlbau erste Berufserfahrungen sammeln. Unser Bild zeigt sie zusammen mit ihren Betreuern und Lehrern. Foto: Ursachenstiftung Osnabrück

Die Generationen-Werkstätten haben neue Mitarbeiter: Jeweils vier Schüler werden in den kommenden Wochen in den Unternehmen Kronemeyer und Peters Stahlbau erste Berufserfahrungen sammeln. Unser Bild zeigt sie zusammen mit ihren Betreuern und Lehrern. Foto: Ursachenstiftung Osnabrück

Uelsen Das Schuljahr hat kaum begonnen, da startet die Oberschule Uelsen gleich wieder mit zwei Generationen-Werkstätten. Jeweils vier Schüler werden in den kommenden Wochen in den Unternehmen Kronemeyer und Peters Stahlbau erste Berufserfahrungen sammeln. Unter fachkundiger Anleitung werden sie thermische Solarmodule und Fußballtore bauen.

„Wir werden in Zukunft viele Fachleute mit handwerklichem Know-how brauchen, denn auf die sind wir Laien angewiesen“, betonte der neue Schulleiter Kai Schmidt beim Auftakt im Unternehmen Kronemeyer. Die Idee der Generationen-Werkstatt, Alt und Jung zusammenzubringen, finde er „total genial“: „Die Jugendlichen haben die Chance, eine ganz besondere Art der Berufsorientierung zu erleben, mit viel Zeit und ohne Druck. Zugleich haben die Unternehmen Gelegenheit, sich ein Bild von den jungen Leuten zu machen.“ Für alle Seiten sei das Projekt ein Gewinn.

Diese Begeisterung für die Generationen-Werkstatt begrüßte Projekt-Botschafterin Renate Beineke von der Ursachenstiftung Osnabrück sehr. Nach dem Abschied von Amtsvorgängerin Marianne Fischer im vergangenen Jahr war nicht klar, ob und wie es mit dem Projekt weitergehen würde. Fischer hatte sich als Schulleiterin von Anfang an für die Generationen-Werkstatt stark gemacht und insgesamt neun Projekte mit verschiedenen Unternehmen durchgeführt. Nachfolger Schmidt und Schulsozialarbeiter Andreas Schoo traten also ein gewichtiges Erbe an.

An einem Nachmittag pro Woche werden Thijs Meijerink, Jan Veddeler, Fabian Flohe und Nico Peters bei Kronemeyer unter fachkundiger Anleitung von Ausbildungsleiter Berend Lucas und Betreuer Reinhard Veldmann thermische Solarmodule bauen, die sie nach Projektende mit nach Hause nehmen dürfen. „Daran kann man alle wichtigen Techniken zeigen: Biegen, Kanten, Pressen, Löten und Lackieren“, erläuterte Veldmann.

Kronemeyer setzt schon seit Langem auf das Projekt Generationen-Werkstatt, um Nachwuchs fürs eigene Unternehmen zu gewinnen. Viermal haben ehemalige Teilnehmer bereits Ausbildungsverträge beim Sanitär- und Heizungsunternehmen unterzeichnet.

Dieses Glück hatte Peters Stahlbau bislang noch nicht. Aber womöglich klappe es ja diesmal, bemerkte Ausbildungsleiterin Karina Wolf bei der Auftaktveranstaltung mit den Schülern, ihren Eltern und Klassenlehrern. Die vier Schüler Eike Reurik, Luka Kaske, Laurenz Leloux und René Lichtenberg werden zusammen mit Betreuer Johann Grobbe kleine Fußballtore bauen, die die Jungen am Ende behalten dürfen.

Mit diesen beiden Projekten setze die Grafschaft Bentheim ihre Vorreiterrolle bei der Generationen-Werkstatt fort, betonte Beineke. Mit 31 Projekten seit 2015, zehn Unternehmen und vier Schulen sei die Region sehr gut aufgestellt. Bereits 120 Schüler erhielten von der Ursachenstiftung ein Zertifikat, das sie bei einer späteren Bewerbung vorlegen können.

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