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07.05.2019, 11:39 Uhr

Ehepaar Gülink gibt Einblick ins Brieftaubenwesen

Mit großer Begeisterung wurde der „Tag der Brieftaube“ in Gölenkamp angenommen. Zu diesem Anlass hatte das Züchterehepaar Gülink seine Ställe geöffnet und beantwortete die vielen Fragen der knapp 40 jugendlichen und erwachsenen Besucher.

Ehepaar Gülink gibt Einblick ins Brieftaubenwesen

Brieftaubenzüchter Friedrich Gülink (fünfter von links) mit den jugendlichen Besuchern

Gölenkamp Vor wenigen Tagen fand der bundesweite Tag der Brieftaube statt, Initiator dieses Tages ist der Verband Deutscher Brieftaubenzüchter. Der Verband mit Sitz in Essen ist von Nachwuchssorgen geplagt. Ihm gehören 31.000 Mitglieder an, diese sind in zirka 6000 Vereinen organisiert. Beim bundesweiten Tag der Brieftaube öffnen in jeder Reisevereinigung (RV) ein oder mehrere Brieftaubenzüchter ihre Schläge, um Interessierten einen Einblick in das Brieftaubenwesen zu geben.

Für die RV Neuenhaus-Niedergrafschaft öffnete das Brieftaubenzüchterehepaar Ingrid und Friedrich Gülink ihre Schläge, sie züchten bereits seit 40 Jahren Brieftauben in ihrem Heimatort Gölenkamp. Der „Tag der Brieftaube“ wurde bei ihnen mit großer Begeisterung angenommen – etwa zwölf Jugendliche und 25 Erwachsene machten sich auf den Weg nach Gölenkamp, um exklusive Informationen von erfahrenen Brieftaubenzüchtern zu bekommen. Die beiden Gölenkamper bauten in ihrem Garten Käfige auf, um den Besuchern verschiedene Tauben zu zeigen. So konnten diese unter anderem Tiere der Gattung „Rote Tauben“, „Blaue Tauben“ und auch „Gehämmerte Tauben“ bestaunen.

Schnell kamen vor allem bei den Jugendlichen Fragen auf: ,,Wie kommt der Ring an den Fuß der Taube, man kann ihn ja gar nicht öffnen?“ So zeigte Friedrich Gülink, wie man eine Taube beringt und erklärte, der Ring sei wie ein „Personalausweis“ bei den Menschen: Anhand des Ringes kann man feststellen, wem die Taube gehört. Jedoch steht darauf kein Name, sondern eine lange Nummer, die sich folgendermaßen zusammensetzt: der Vereinsnummer des Züchters, das Jahr, in dem die Taube geboren ist und schließlich die Endnummer der Taube. Gülink erklärte weiter, dass der Ring nur kurz nach der Geburt am Fußgelenk der Taube angebracht werden kann, da die Knochen dann noch biegsam sind.

Im weiteren Verlauf des Tages zeigte der Züchter den Interessierten Tauben in verschiedenen Altersstufen. „Viele Besucher waren erstaunt, wie schnell Tauben innerhalb von nur ein paar Tagen wachsen können“, beschrieb der Verband in einer Pressemitteilung. Außerdem wurden alle Ställe des Ehepaares Gülink besichtigt. Anschließend erklärte Gülink die elektronische Konstantieranlage, die die Tauben mit der exakten Uhrzeit erfasst, wenn sie vom Wettflug in den heimischen Schlag zurückkehren. Der Tag klang bei kalten Getränken, Kaffee, Kuchen und Würstchen vom Grill aus, außerdem durften die Besucher Werbegeschenke und Bücher vom Verband Deutscher Brieftaubenzüchter mit nach Hause nehmen.

Auf der Internetseite www.web.brieftaube.de können sich Interessierte über das Brieftaubenwesen informieren.

Ehepaar Gülink gibt Einblick ins Brieftaubenwesen

Die Besucher durften auch Brieftauben streicheln. Fotos: Jens Wolterink

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