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27.01.2020, 16:19 Uhr / Lesedauer: ca. 2min

Fachtagung in Wilsum: Der Schweinestall wird digital

Unter dem Hauptthema „Digitalisierung“ wurde die diesjährige Schweinefachtagung in Wilsum ausgerichtet. Gerade bei dem Dokumentationsaufwand könnten die Computer den Landwirten eine Menge Arbeit abnehmen.

Informierten über digitale Entwicklungen (von links): Sabine Rohde, Johannes Efker, Carla Brüning, Dr. Karl-Heinz Tölle, Dr. Kirsten Otto, Andre van Lankveld, Hermann Schlagelambers, Bernhard Kuiter, Hardy Grobbe und Hermann Hölter.Foto: privat

Informierten über digitale Entwicklungen (von links): Sabine Rohde, Johannes Efker, Carla Brüning, Dr. Karl-Heinz Tölle, Dr. Kirsten Otto, Andre van Lankveld, Hermann Schlagelambers, Bernhard Kuiter, Hardy Grobbe und Hermann Hölter.Foto: privat

Wilsum Die Schweinefachtagung in Wilsum war wieder einmal sehr gut besucht. Gemeinsam mit der Bröring-Unternehmensgruppe, der Schweinebesamung Weser-Ems und dem Agrarfinanzcenter der Kreissparkasse Nordhorn und „Topigs Norsvin“ wurde die diesjährige Schweinefachtagung in Wilsum im Saalbetrieb Ridder unter dem Hauptthema „Digitalisierung“ ausgerichtet. Digitale Neuentwicklungen machen auch vorm Schweinestall und Büro nicht halt. Hier gibt es mittlerweile interessante Lösungen. Über die Digitalisierung berichteten namhafte Referenten wie Dr. Kirsten Otto von „Land.Schafft.Werte.“. Sie machte deutlich, wie sich die Digitalisierung im Zeitalter der Transparenz kontinuierlich verändert.

Johannes Efker von „top farmplan“ berichtete über das digitale Agrarbüro in der Praxis. Der Dokumentationsaufwand in jedem landwirtschaftlichen Betrieb ist erheblich gestiegen, es gibt eine Fülle von Dokumenten, Rechnungen oder Lieferscheinen im Büro zu verwalten. Hier bringen digitale Lösungen deutliche Vereinfachungen mit sich. Alle Belege werden eingescannt und digital abgelegt. Durch verschiedene Schnittstellen gibt es kurze Wege, zum Beispiel zum Steuerberater, Tierbestandsmeldungen und so weiter. Diese Belege lassen sich nach dem Scannen durch Suchfunktionen sehr leicht wiederfinden und sind jederzeit und überall für den Landwirt abrufbar.

Die Digitalisierung rundum den Schweinestall stellte Susanne Rohde, Mitarbeiterin der Firma „Agrisyst“, vor. Die einfache Datenerfassung ist ein wichtiger Bestandteil des „Agrisyst“-Systems. Hier kommt ein Mobilgerät mit Barcode-Scanner im Stall zum Einsatz. Die Daten müssen dann nur noch einmal erfasst werden. Das spart Zeit, reduziert Fehler und die Daten sind immer auf aktuellem Stand. Schnittstellen zu internen und externen Datenbanken erlauben viele Auswertungen. Die Schweinehalter erhalten durch die schnellere und bessere Produktions- und Leistungsdatenerfassung aus dem Betrieb eine umfangreiche und leicht verständliche Aufbereitung dieser Daten zurück. „Agrisyst“ bereitet die Daten grafisch auf, sodass vieles „auf einen Blick“ erfasst werden kann. So ist ein kontinuierliches Monitoring jederzeit gegeben. Der Betriebsleiter kann die aufbereiteten Daten seinem Tierarzt, Futtermittel- oder Zuchtberater vor dem nächsten Betriebsbesuch zur Verfügung stellen.

Ein Blick in die Praxis gab Andre van Lankveld von „Biomin“. Er berichtete über eine optimale, bedarfsgerechte Fütterung der Sauen und Ferkel. Zum Ende der Veranstaltung wagte Dr. Karl-Heinz Tölle von der Interessengemeinschaft der Schweinehalter Deutschlands (ISN) einen Blick in die Zukunft und diskutierte die neue Ausrichtung der Schweineproduktion mit den beteiligten Landwirten. Durch das Programm führte Carla Brüning von der Landwirtschaftskammer Niedersachsen. Hardy Grobbe von der Kreissparkasse Nordhorn beendete die erfolgreiche Veranstaltung mit einem Schlusswort.

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