21.08.2020, 15:28 Uhr / Lesedauer: ca. 3min

De Ridder zu Gast beim Heimatverein Itterbeck

Trafen sich zum Gespräch (von links): Gesine und Derk Lübbermann, Jan-Harm Legtenborg, Dr. Daniela De Ridder, Lukas Elbert und Lambertus Wanink. Foto: privat

Trafen sich zum Gespräch (von links): Gesine und Derk Lübbermann, Jan-Harm Legtenborg, Dr. Daniela De Ridder, Lukas Elbert und Lambertus Wanink. Foto: privat

Itterbeck Den vom Heimatverein Itterbeck betriebenen Heimathof besuchte kürzlich die SPD-Bundestagsabgeordnete Dr. Daniela De. Begrüßt wurde sie dabei vom Vorsitzenden des Heimatvereins, Lukas Elbert und seiner Frau Jenni Elbert, den Mitgliedern Gesine und Derk Lübbermann, Jan Harm Legtenborg, Florian Paul und Heinrich Veurink sowie vom Itterbecker Bürgermeister Lambertus Wanink. „Die Heimatvereine sind ein wichtiger Anlaufpunkt für die Vermittlung von regionalen Traditionen, handwerklichem Geschick und überlieferter Gegenstandskultur. Ich bin ehrlich beeindruckt von der Mühe und der Hingabe, die die Mitglieder des Heimatvereins in ihren Heimathof gesteckt haben. Bei einem Rundgang mit anschließendem vertiefendem Gespräch konnte ich mir einen sehr guten Eindruck von der bisherigen Arbeit verschaffen und mich über die Herausforderungen und Sorgen informieren, die die Corona-Krise auch dem Heimatverein Itterbeck bereiten“, erklärt De Ridder.

Der Heimatverein Itterbeck betreibt seit 2002 eine ganze Reihe an selbst restaurierten Gebäuden samt Inventar, die das dörfliche Leben um die Jahrhundertwende wiedergeben. Ein Rundgang über das Gelände gab Einblicke in das alte Schulgebäude mit Museum von 1875, in dessen Anbau aus dem Jahr 1956 der Heimatverein Platz für Kunstausstellungen und ein Trauzimmer untergebracht hat. Darüber hinaus verfügt der Heimathof über eine vollfunktionstüchtige Sägemühle, eine Schmiede und einen Tante-Emma-Laden, dessen Einrichtung aus den 1950er-Jahren original erhalten ist. Finanziert werden die Restauration und der Betrieb des Heimathofes durch Mitgliederbeiträge und Spenden, zusätzlich wird das Projekt von der Gemeinde Itterbeck unterstützt.

„Die engagierten Ehrenamtlichen haben hunderte Arbeitsstunden in die Gebäude, die Inneneinrichtung und die Gerätschaften des Heimathofes gesteckt. Die Freude der Mitglieder des Heimatvereins über das Erreichte und der Stolz über das kulturelle Erbe sind deutlich spürbar – völlig zu Recht. Das Ergebnis dieser Arbeit kann sich sehen lassen und das ist wörtlich gemeint, denn die Gegenstandskultur und die regionale Geschichte werden hier aktiv gelebt. Besonders angetan war ich davon, zu erfahren, dass der junge Metallbauer Florian Paul in seiner Freizeit die Schmiede des Hofes auf traditionelle Art und Weise betreibt und somit herkömmliches Wissen auch mit Feuer und Flamme für Besucher erfahrbar macht. Seine Aktivitäten und das große Engagement der Ehrenamtlichen zeigen, dass Heimatvereine eine Zukunft haben und für junge Menschen und Familien höchst attraktiv sind, wenn hier alte Techniken in Aktion zu erleben sind. Die Besichtigung von Schmiede, Schule, Sägewerk und Tante-Emma-Laden lassen uns Geschichte wie in einer Zeitmaschine erleben. Daher unterstütze ich auch gerne die Bewerbung des Heimathofes Itterbeck in der Ausschreibung des Stiftungspreises 2020 ,Das beste Heimatmuseum‘. Ich bin sicher, dass wir hier nach der unfreiwilligen Corona-Pause noch viele neue Erfahrungen im historischen Gewand sammeln können und bin sehr gespannt, welche Projekte der Heimatverein Itterbeck nach der Corona-Krise realisieren kann, und ich hoffe, dass der hervorragende Ruf des Heimathofes noch viel mehr junge Menschen anregt, sich hier zu engagieren, um alte Fertigkeiten wiederzuentdecken, sich als tatkräftige Mitglieder oder als Spender zu engagieren“, führt De Ridder aus.

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