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04.08.2018, 04:00 Uhr / Lesedauer: ca. 2min

Orthopädietechnik-Mechaniker/in

Schulische Voraussetzungen: Guter Hauptschulabschluss; Ausbildungsdauer: 3 Jahre; Berufsschule/Ort: GELUTEC Hamburg; wichtige Schulfächer: Biologie, Chemie

Handwerkliches Geschick und einen guten Draht zu Menschen sollten angehende Orthopädietechnikmechaniker wie Victoria Schön mitbringen. Foto: Westdörp

Handwerkliches Geschick und einen guten Draht zu Menschen sollten angehende Orthopädietechnikmechaniker wie Victoria Schön mitbringen. Foto: Westdörp

Nach dem Abitur hatte Victoria Schön „keinen Plan“, was sie machen möchte. Eine richtig gute Berufsberatung brachte sie, wie die junge Frau aus Leer sagt, auf den Beruf des Orthopädietechnik-Mechanikers. Warum? „Ich habe mich für Medizin interessiert, wollte aber auch etwas mit den Händen machen.“ Die 19-Jährige hat ihre Entscheidung nicht bereut. Seit knapp einem Jahr wohnt sie in Nordhorn und macht ihre Ausbildung bei Ortho-Reha. Für Geschäftsführer Michael Bolz hat Victoria den richtigen Beruf gewählt. Seit fast 30 Jahren bildet er junge Leute aus: „Ich suche Handwerker, die sich gut artikulieren können, mit Menschen umgehen können und wollen.“ Ob die nun Abitur haben oder einen guten Hauptschulabschluss ist ihm dann nicht so wichtig.

Ein Orthopädietechnik-Mechaniker hat den halben Tag mit Menschen zu tun, die andere Zeit an der Werkbank. Dort fertigen sie Prothesen, Bandagen oder Einlagen für Menschen, die mit körperlichen Einschränkungen leben müssen, Menschen, die durch Krankheiten, Unfälle oder von Geburt an körperlich beeinträchtigt sind und ohne orthopädische Hilfsmittel ihren Alltag nicht bewältigen könnten.

Der erste Kundenkontakt entsteht manchmal schon im Krankenhaus. Bis zu zwei Stunden täglich ist Victoria dort unterwegs, bespricht sich mit den Patienten und nimmt Maß. Berührungsängste dürfen Orthopädietechnikmechaniker absolut nicht haben.

In der Werkstatt werden dann Konstruktionszeichnungen gemacht, Gipsmodelle angefertigt, Metallelemente zusammengesetzt und Kunststoffteile gegossen. Dann werden Anproben vereinbart. Der Orthopädietechnik-Mechaniker muss so lange nachjustieren, bis der Patient sich mit seinem neuen Hilfsmittel wohlfühlt.

In der Schule stehen neben den praktischen Übungseinheiten wie Gipsen, Löten, Schmieden auch Materialkunde und vor allem Anatomie und verschiedene Krankheitsbilder auf dem Lehrplan. Unterrichtet wird in mehrwöchigem Blockunterricht in Hamburg. Die Übernachtung und Verpflegung im Berufsförderwerk und die Fahrkarten zahlt das Unternehmen.

In zwei Jahren will Victoria ihre Ausbildung beenden. Übernommen hat Michael Bolz bislang alle seine Auszubildenden. Vielleicht wird die 19-Jährige noch ihren Meister machen oder studieren gehen. In allen Bereichen sagt ihr Michael Bolz gute Zukunftschancen voraus.

Folgende Betriebe bilden aus:

gn-startklar.de

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