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04.08.2018, 04:00 Uhr

Konstruktionsmechaniker/in Metallbau

Schulische Voraussetzungen: Hauptschulabschluss; Ausbildungsdauer: 3,5 Jahre; Berufsschule/Ort: GBS Nordhorn; wichtige Schulfächer: Mathematik, Physik

Konstruktionsmechaniker/in Metallbau

Niklas Kolde ist bei der Endmontage im Einsatz. Foto:Fa. Busch

Von der großen Brückenkonstruktion bis zur Rohrleitung reicht die Bandbreite der Produkte, die bei der Firma Rohr- und Metallbau Busch in Osterwald am Zwienskamp gebaut werden. Niklas Kolde, Auszubildender zum Metallbauer Fachrichtung Konstruktionstechnik, ist mittendrin, wenn es darum geht, die Werkplanung, die in der Firma Busch erstellt wird, zu realisieren. Dafür müssen alle Einzelteile nach Maß angefertigt werden. Es wird gesägt, gebohrt und geschliffen, ehe die gesamte Konstruktion geheftet oder geschweißt wird. Anschließend erhält das Produkt noch den erforderlichen Korrosionsschutz, ehe es vor Ort von den Mitarbeitern montiert wird. Großteile müssen dann mit dem Mobilkran platziert werden.

Bei der endgültigen Montage ist Niklas manchmal im Einsatz. Zuletzt war er an der Uniklinik in Düsseldorf, wo er mit seinen Kollegen ein Dachgeländer installieren musste. Solche Einsätze sind mit Übernachtungen verbunden. Auch große Fluchttreppen entstehen in der Werkstatt in Osterwald. Das Unternehmen ist, wie Thorsten Busch ergänzt, im Anlagenbau und Rohrleitungsbau aktiv.

Nach einem Praktikum in einer Metallfirma war Niklas überzeugt: „Ja, das mache ich!“ Also hat er sich bei der Firma Busch beworben, weil schon sein Vater dort arbeitet. Nach dem Vorstellungsgespräch arbeitete Niklas in den Ferien im Unternehmen. „Dann merkt man sehr schnell, ob der Bewerber das erforderliche handwerkliche Geschick mitbringt und ob er schon Zuhause mitgeholfen hat“, sagt Thorsten Busch.

Zu Beginn der Ausbildung verrichtete Niklas einfache Tätigkeiten wie Flexen, Schleifen, Einfassen oder Sägen. Mittlerweile fertigt er Metallplatten und Träger selbstständig an. Dazu muss er die Konstruktionszeichnungen lesen und umsetzen. Natürlich wird seine Arbeit immer von den erfahrenen Kollegen überprüft. Um auch Schweiß- und Heftarbeiten durchführen zu dürfen, muss Niklas die sogenannte MAG-Prüfung ablegen. Da jedes Produkt individuell aus Stahl angefertigt wird, stehen die Konstruktionsmechaniker immer vor einer neuen Herausforderung. Diese Abwechslung bereitet Niklas viel Freude. Nebenher ist die Stimmung unter den Arbeitskollegen sehr gut, weshalb Niklas stets mit Freude seinen Beruf ausübt.

Gearbeitet wird in erster Linie mit Stahl. Handläufe werden beispielsweise wegen der Optik und der Korrosionsbeständigkeit aus Edelstahl hergestellt. Einige Konstruktionen sind aus Aluminium. Die Automatisierung greift in der Metallbranche immer weiter um sich. Beispielsweise läuft die Vorfertigung der Materialien mittlerweile über CNC-gesteuerte Maschinen, was auch für die Zuschnitte und die Bohrung gilt.

Nach der erfolgreichen Zwischenprüfung steht für Niklas im Januar 2020 die Gesellenprüfung an. Der Fachkräftemangel und die geringe Arbeitslosigkeit in der Grafschaft erhöhen Niklas´ Chancen auf eine Weiterbeschäftigung. Zuletzt lag die Übernahmequote in der Firma Busch bei 100 Prozent. Damit will es Thorsten Busch aber nicht bewenden lassen. Sein Ziel ist es, die Mitarbeiter weiter zu qualifizieren und ihnen Perspektiven zu geben. So kann Niklas anschließend beispielsweise noch die Meisterprüfung machen.

Folgende Betriebe bilden aus:

gn-startklar.de

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