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09.02.2019, 04:00 Uhr

Industriekeramiker/in Anlagentechnik

Schulische Voraussetzungen: Hauptschulabschluss; Ausbildungsdauer: 3 Jahre; Berufsschule/Ort: Fachschule Keramik in Höhr-Grenzhausen; wichtige Schulfächer: Mathematik, Physik, Chemie

Industriekeramiker/in Anlagentechnik

Ist stolz auf das, was er geschaffen hat: Dejen Tesfazghi. Foto: Gossweiler

Der Eritreer Dejen Tesfazghi wohnt seit ein paar Jahren in der Grafschaft. Bei der Deppe Backstein-Keramik GmbH in Uelsen machte der 25-Jährige zunächst ein Praktikum. Da er fleißig und motiviert arbeitet, wurde ihm eine Ausbildung angeboten. Tesfazghi hat Freude an seiner Beschäftigung, das betont er immer wieder. Außerdem genießt er das Betriebsklima und den freundlichen Umgangston bei Deppe. In der „Multi-Kulti-Truppe“ mit Mitarbeitern aus vielen Ländern wurde er im Team gut aufgenommen.

Jetzt wird Tesfazghi beigebracht, Backsteine in verschiedenen Formen und Farben herzustellen. Es ist zwar ein Beruf zum Anpacken. Aber auch Köpfchen braucht es, damit aus einfachem Ton und verschiedenen Beimischungen die unterschiedlichen Backsteine entstehen. Die jeweilige Farbe kann unter anderem durch die Auswahl der Tonsorten beeinflusst werden.

Bei seiner Ausbildung zum Industriekeramiker lernt Tesfazghi, Misch- und Materialverhältnisse genau beachten, damit der Stein, wenn er aus dem Ofen rauskommt, auch die vorgegebene Farbe und Größe hat. Die Größen sind genormt, damit der Maurer später die Backsteine problemlos setzen kann. Verarbeitet werden Ton, Lehm und natürliche Beimischungen oder der Abfallstein aus einer vorherigen eigenen Produktion. Unter anderem durch die Auswahl der Tonsorten kann die jeweilige Farbe beeinflusst werden.

Industriekeramiker richten aber auch die Produktionsanlagen ein, bedienen und überwachen diese und halten sie instand. „Es ist schon eine körperlich anstrengende Arbeit“, berichtet Dejen Tesfazghi, aber mittlerweile sind so viele Maschinen im Einsatz, dass die Belastung deutlich geringer geworden ist. „Wir haben auch schon eine junge Frau gehabt, die diese Ausbildung gemacht hat. Sie war sogar die Bundesbeste“, sagt Marketingreferentin Gina Preuschoff.

„Es ist schön, wenn man jeden Tag sieht, was man geschafft hat“, bestätigt Dejen Tesfazghi. Perspektivisch haben junge Leute in der Branche gute Chancen. Bei der Deppe Backstein-Keramik GmbH in Uelsen werden seit über 130 Jahren Klinker hergestellt, somit geht es bei der Ausbildung um die Produktion von Backsteinen. Die Auszubildenden bei Deppe bedienen Produktionsanlagen und Öfen, warten und reparieren wo nötig und werden in Steuer- und Regelungstechnik geschult.

Mehrmals im Jahr heißt es „hinaus in die Welt“, denn der theoretische Teil der Ausbildung findet als Blockunterricht an der Fachschule Keramik in Höhr-Grenzhausen in der Nähe von Koblenz statt. Im Verlauf der Jahre wurden bei Deppe Auszubildende mit einem guten Hauptschulabschluss ebenso eingestellt wie Abiturienten. Die Prüfung haben am Ende alle erfolgreich absolviert. „Wir suchen aufgeschlossene junge Leute, die selbstständig denken, Probleme lösen können und bereit sind, sich die Hände dreckig zu machen“, umschreibt Unternehmenschef Dirk Deppe das Auszubildenden-Profil. Folgende Betriebe bilden aus: gn-startklar.de

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