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09.02.2019, 04:00 Uhr

Bäcker/in

Schulische Voraussetzungen: Hauptschulabschluss; Ausbildungsdauer: 3 Jahre; Berufsschule/Ort: GBS Nordhorn; wichtige Schulfächer: Mathematik, Biologie

Bäcker/in

Mareike Broekstra holt die frischen Brötchen aus dem Ofen. Foto:Fuchs

Ab 5 Uhr morgens steht Mareike Broekstra in der Backstube der Bäckerei Heuser an der Dorotheenstraße 16 in Nordhorn. In ihrem ersten Ausbildungsjahr darf die 16-Jährige nicht früher beginnen. Dann geht es in den ersten Stunden darum, die frischen Brötchen und Brote zu produzieren. Vom ersten Tag an war Mareike direkt gefordert. Sie muss Teige wiegen, das Mehl in den Froster bringen oder die Teige „rund machen“, wie es in der Fachsprache der Bäcker heißt. Und so steigert sich ihr Anteil an der Produktion in der Backstube kontinuierlich.

Mit ihrer Mutter und ihrer Oma hat Mareike schon immer gern gebacken. Schulpraktika haben sie in ihrer Einschätzung bestärkt, den Beruf zu ergreifen. „Die Abläufe in der Backstube sind natürlich ganz anders als Zuhause“, berichtet Mareike. Wenn die Brotproduktion abgeschlossen ist, geht es an die Herstellung der frischen Kuchen, wobei Mareike ihren Chef schon nach kurzer Zeit unterstützen durfte.

Im ersten Jahr ihrer Ausbildung besucht sie an zwei Tagen in der Woche die GBS in Nordhorn. Noch sitzt sie mit den Bäckereifachverkäuferinnen in einer Klasse, wo gemeinsame Grundlagen vermittelt werden. Ab dem zweiten Ausbildungsjahr wechselt sie nach Lingen, weil nur zwei weitere Auszubildende zum Bäcker in ihrem Jahrgang in Nordhorn sind. „Das zeigt, dass nur sehr wenige diesen schönen Beruf machen wollen“, sagt Mareike. Obwohl der Beruf auch körperlich anstrengend ist, könnten Mädchen diese Arbeit genauso schaffen wie Jungen, erklärt Mareike.

Das Hausbrot der Bäckerei Heuser ist Mareikes absoluter Liebling, beim Kuchen hat sie keine Vorlieben. Sie isst alle Sorten gern.

Wenn Mareike 17 Jahre ist, darf sie bereits ab 4 Uhr arbeiten, mit der Volljährigkeit gibt es dann keine Beschränkungen mehr. Auch samstags sind die Bäcker gefragt, weil die Kunden natürlich die frischen Produkte auf dem Frühstückstisch haben wollen. Auch vor den Feiertagen steige die Produktion noch einmal deutlich an, sagt Mareike.

Da die 16-Jährige aus Emlichheim stammt, hat die Familie Heuser ihr eine kleine Wohnung in der Nähe vermittelt. „Das war schon ein großer Schritt, so früh von Zuhause weg zu sein“, sagt Mareike, aber die herzliche Aufnahme in dem Ausbildungsbetrieb und die Freude an der Arbeit haben ihr diesen Schritt einfacher gemacht. Und die Perspektiven als Bäcker schätzt sie als sehr gut ein, weil eben nur wenige junge Leute sich noch für dieses Handwerk entscheiden. Folgende Betriebe bilden aus: Alle Angebote zu diesem Beruf auf gn-jobs.de