24.02.2018, 04:00 Uhr / Lesedauer: ca. 2min

Bäcker/in

Schulische Voraussetzungen: Hauptschule oder Realschule; Ausbildungsdauer: 3 Jahre; Berufsschule/Ort: BBS Lingen; wichtige Schulfächer: Mathematik

Jenny Bäumer macht die Ausbildung Spaß. Foto: Arens

© Meistermann, Andreas

Jenny Bäumer macht die Ausbildung Spaß. Foto: Arens

Wenn andere noch schlafen, steht Jenny Bäumer schon in der Backstube. Die 18-Jährige absolviert eine Ausbildung zur Bäckerin bei der Bäckerei Sundag in Schüttorf. Jenny Bäumer hat schon als Kind den Arbeitsalltag in einer Bäckerei kennengelernt, denn ihre Familie betreibt eine Bäckerei mit zahlreichen Filialen in Ochtrup, Steinfurt, Schöppingen und Metelen. Nach einem kleinen Intermezzo als Auszubildende zur Konditorin in einem anderen Betrieb entschied sie sich für den Bäckerberuf und konnte im Oktober 2017 mit ihrer Ausbildung bei der Bäckerei Sundag beginnen.

„Für mich war schon früh klar, dass ich die Familientradition fortsetzen und den Betrieb meiner Eltern übernehmen will“, sagt Jenny Bäumer. Sie hat sich in den vergangenen Monaten gut eingelebt und die Arbeit macht ihr Spaß. Mit den Kollegen versteht sie sich gut.

Die Ausbildung zum Bäcker ist abwechslungsreich. Bäcker stellen Brot und Brötchen, Backwaren aus Blätter-, Mürbe- oder Hefeteig, Torten und Süßspeisen, Partygebäck und kleine Gerichte her. Dazu wiegen und messen sie die Zutaten, zum Beispiel Mehl, Milch, Eier, Hefe, Gewürze und Zucker, ab und mischen sie nach Rezept zusammen. Sie überwachen die Teigbildungs- und Gärungsvorgänge und beschicken die Öfen. Schließlich glasieren oder garnieren sie die Waren, um sie zu verfeinern und sie noch appetitlicher aussehen zu lassen.

Für viele Jugendliche sind allerdings die Arbeitszeiten ein Problem. Um 4.30 Uhr beginnt der Arbeitstag und auch Wochenendarbeit ist keine Seltenheit. Doch es gibt auch Vorteile: Wenn andere Arbeitnehmer in die Mittagspause gehen, ist der Arbeitstag eines Bäckers in der Regel beendet. Gerade in der warmen Jahreszeit ist das ein nicht zu unterschätzender Vorteil. Für Jenny Bäumer ist das frühe Aufstehen kein Problem. Sie hat sich schnell daran gewöhnt. Nach ihrer Ausbildung will sie praktische Erfahrungen sammeln und sich fortbilden.

Möglichkeiten gibt es für Bäcker genug. Man kann Bäckermeister werden, Techniker in der Fachrichtung Lebensmitteltechnik, Schwerpunkt Bäckereitechnik werden oder sich zum Betriebswirt des Handwerks weiterbilden. Mit Hochschulberechtigung ist ein Studium im Bereich Lebensmitteltechnologie oder in der Getreidetechnologie möglich.

Folgende Betriebe bilden aus:

gn-startklar.de