Grafschafter Nachrichten
08.03.2018

Derby am Heideweg: Eintracht empfängt den SV Bad Bentheim

Derby am Heideweg: Eintracht empfängt den SV Bad Bentheim

Nach einer schwachen ersten Hälfte bekamen die Eintracht-Fußballer, hier Koray Yesilkaya (links) im Zweikampf mit Sebastian Schmagt, im Hinspiel mehr Zugriff auf das Derby-Geschehen.Archivfoto: Wohlrab

Das Wetter hat ein Einsehen mit den Bezirksliga-Fußballern: Im vierten Anlauf soll es nun für den SV Bad Bentheim mit dem ersten Auftritt nach der Winterpause klappen. Für die Obergrafschafter geht es am Sonntag (15 Uhr) zum SV Eintracht Nordhorn.

Nordhorn/Bad Bentheim. „Ich hoffe, dass es losgeht“, sagt Zoran Milosevic, Trainer von Eintracht Nordhorn, vor dem Duell am Sonntag (15 Uhr) mit dem SV Bad Bentheim – und spricht damit allen Beteiligten aus der Seele. Zwar haben seine Nordhorner nach der Winterpause bereits ein Duell absolviert, doch das ist nun auch schon wieder drei Wochen her. Nach der längeren Frostperiode hat Bad Bentheims Spielertrainer Jörg Husmann ebenfalls die Fortschritte registriert und ist optimistisch, was eine Austragung der Partie am Sonntag angeht. „Am Montag konnten wir zum ersten Mal wieder auf Rasen trainieren“, berichtet er von verbesserten Platzverhältnissen in der Obergrafschaft.

Dass es gleich das Derby ist, das für beide Teams ansteht, kommt den Kontrahenten durchaus gelegen. Die Nordhorner erinnern sich noch an die 2:4-Niederlage aus dem Hinspiel, die bei ihnen für ein ungutes Gefühl sorgte. „In der ersten Halbzeit haben wir geschlafen und in der zweiten überragend gespielt“, blickt Milosevic zurück. Er will mit seiner Mannschaft an die starke Phase nach der Pause anknüpfen, als Eintracht den SVB vor Probleme stellte, und im Rückspiel Wiedergutmachung.

Bei den Bad Bentheimern wertet Jörg Husmann den Verlauf des ersten Derbys nicht unbedingt als Zeichen für die erstarkte Qualität der Nordhorner, sondern schreibt ihn eher den Nachlässigkeiten der eigenen Truppe zu. „Wir haben es nach der Pause schleifen lasse, wie es so oft in der Hinrunde passiert ist“, sagt er. Als aktueller Vierter ist die Tabellenspitze für den SVB nun schon 17 Punkte entfernt, auch wenn die Obergrafschafter im Vergleich zum SV Meppen II, der ganz oben thront, noch drei Nachholspiele in der Hinterhand haben.

„Das ist ein starker Gegner“, spricht Eintracht-Trainer Milosevic respektvoll über den SV Bad Bentheim. Allerdings fügt er auch hinzu: „Ich hätte sie in der Tabelle noch weiter oben erwartet.“ Dass für die Gäste die Tabellenspitze weit entfernt bleibt, dafür will er mit seiner Mannschaft im Derby sorgen. Der SVB ist allerdings aus dem Hinspiel noch gewarnt: „Alle werden bei uns ihre Antennen von Anfang an ausgefahren haben“, verspricht Gästetrainer Husmann höchste Konzentration bei seinen Spielern.

Weitere Bezirksliga-Spiele

VfL Weiße Elf Nordhorn – ASV Altenlingen (So., 14 Uhr). Mit den Altenlingenern hat der VfL Weiße Elf in der Hinrunde der Fußball-Bezirksliga keine guten Erfahrungen gemacht: 0:3 verloren die Nordhorner, die an diesem Tag chancenlos waren. „Wir haben etwas gutzumachen“, gesteht VfL-Spielertrainer Dennis Brode, der nicht nur wegen des ersten Duells vom ASV beeindruckt ist: „Sie kommen über die mannschaftliche Geschlossenheit und haben eine gute Truppe“, sagt er über die Emsländer, die sich in dieser Saison bislang sehr heimstark zeigen: Bei ihren acht Auftritten vor eigenem Publikum haben sie noch nicht verloren und insgesamt nur fünf Gegentore kassiert. Mathis Buscher gehört bei den Gastgebern nach langer Verletzungspause wieder zum Kader. Marten Veldmann (beruflich verhindert) und Perparim Kurpali (Muskelfaserriss) werden den Nordhornern hingegen am Sonntag fehlen.

VfL Herzlake – FC Schüttorf 09 (So., 15 Uhr). Mit sieben Zählern aus den ersten drei Partien des Jahres haben die Schüttorfer einen guten Start nach der Winterpause hingelegt. „Die Punktausbeute passt. Und die zweiten Halbzeiten sind auch immer gut“, lacht 09-Trainer Michael Schmidt, der kritisiert, dass seine Mannschaft zuletzt immer einen Weckruf benötigte. „Wir kommen schwerfällig in die Begegnungen rein“, gesteht er und hofft, dass das in Herzlake nicht erneut der Fall sein wird. Im Hinspiel siegten die Obergrafschafter mühevoll mit 2:1. „Herzlake hatte uns damals am Rand einer Niederlage“, erinnert sich der 09-Trainer, der den aktuellen Tabellenzehnten deshalb hoch einschätzt. „Ich finde sie ganz schön unangenehm“, sagt er über die VfL-Truppe, die zuhause vier von sieben Partien gewinnen konnte. Bei Schüttorf fehlt Spielmacher Eray Bayraktar wegen einer Knöchelverletzung.

Blau-Weiß Dörpen – Union Lohne (So., 15 Uhr). Drei Wochen nach ihrem letzten Einsatz müssen die Lohner in Dörpen ran. „Es ist schon wieder ein kompletter Neustart“, sagt Union-Trainer Ralf Cordes, für den im Kampf um den ersten Platz in der Tabelle nur ein Sieg zählt. „Wir müssen irgendwie gewinnen – die Art und Weise ist mir völlig egal“, sagt er. In zwei Wochen steht für die Lohner das Spitzenspiel gegen den Tabellenführer aus Meppen an; bis dahin soll die Truppe nach dem Willen von Cordes sechs Punkte zur Vorbereitung sammeln. „Wir müssen sehen, dass wir bis dahin in Topform kommen“, meint der Union-Coach, dem am Wochenende alle Spieler seines Kaders zur Verfügung stehen. „Der Einsatz muss in Dörpen stimmen. Das ist eine ganz große Komponente“, erwartet er ein Kampfspiel im Emsland.

SV Langen – TuS Gildehaus (So., 15 Uhr). Nach Wochen des Wartens soll es für den TuS nun in Langen richtig losgehen. „Für uns ist jetzt jedes Spiel wichtig, denn wir müssen zusehen, dass wir Punkte bekommen“, sagt der Gildehauser Trainer Wolfgang Schmidt. Die Obergrafschafter liegen derzeit auf dem vorletzten Tabellenrang, drei Plätze hinter dem Aufsteiger aus Langen. „Wir müssen schnell unseren Rhythmus finden“, fordert Schmidt, der besonders auf die Defensivarbeit im Training Wert gelegt hat. „Langen spielt körperbetont und schnörkellos nach vorne“, sagt der TuS-Coach, dessen Truppe im Hinspiel eine 2:4-Heimniederlage einstecken musste. „Es darf nicht passieren, dass wir hinten wieder so offen stehen“, meint Schmidt, dem Tom Egbers (Gelbsperre) und Jörn und Alexander Meendermann (beide Trainingsrückstand) am Sonntag nicht zur Verfügung stehen.

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