03.05.2019, 15:40 Uhr / Lesedauer: ca. 3min

Schüttorfs Feuerwehren rücken 226 Mal aus

Schüttorfer Feuerwehr bekommt ein neues Feuerwehrhaus am Nordring und Gemeindesicherheitsbeauftragter Uwe Neesen und übergab nach 17 Jahren sein Amt an Oliver Busmann.

Aufgrund ihrer Leistungen wurden die Einsatzkräfte aus Isterberg, Ohne und Schüttorf befördert.

© Hermann Lindwehr

Aufgrund ihrer Leistungen wurden die Einsatzkräfte aus Isterberg, Ohne und Schüttorf befördert.

Von Hermann Lindwehr

Isterberg Im Feuerwehrhaus hießen Schüttorfs Samtgemeindebrandmeister Jens Grävemäter und sein Stellvertreter Hermann Rademaker die Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehren Isterberg, Ohne und Schüttorf sowie die 36 Mitglieder der Alters- und Ehrenabteilung, Ehrengemeindebrandmeister Albert Becker, Isterbergs Bürgermeister Günter Wilmink und die Samtgemeinderatsmitglieder willkommen.

Grävemäter erinnerte an den Großbrand auf dem Bundeswehrgelände in Meppen, bei dem mit der Kreisbereitschaft auch 24 Kräfte aus den drei Schüttorfer Wehren eingesetzt worden seien. „Da sie fast den ganzen Tag nichts zu essen bekamen, sind sie aus der Heimat mit Schnitzeln und Süßigkeiten versorgt worden“, kritisierte Grävemäter.

Der Einsatz bei der Brennelemente-Fabrik in Lingen habe ihm besondere Bauchschmerzen bereitet. „In der Einsatzmeldung stand nur: ,Es brennt die Nukleare Fertigungshalle.‘ Mein größter Respekt gilt allen Einsatzkräften, die in diesem Moment ihr eigenes Leben hinter das Allgemeinwohl gestellt haben. Ich kann hier die Gefühle aller Partnerinnen und Partner der Kameraden genau nachvollziehen, da auch meine Frau mit in diesen Einsatz gefahren ist“, stellte Grävemäter heraus.

Die 162 Einsatzkräfte in der Samtgemeinde seien an 365 Tagen im Jahr rund um die Uhr da, wenn sie gebraucht würden. „Um allen Anforderungen gewachsen zu sein, wurden an 72 Dienstabenden 8860 Stunden Aus- und Fortbildung betrieben. An den Niedersächsischen Akademien für Brand- und Katastrophenschutz sind 13 und auf Kreisebene 28 Lehrgänge absolviert worden“, so Grävemäter, der erklärte: „Auf Samtgemeindeebene wurde mit 40 Kameraden die Fortbildung „Rettung aus Lastwagen“ durchgeführt.

Zu den 5471 Einsatzstunden kämen 1518 Lehrgangsstunden sowie 7793 Stunden, die bei Arbeitskreissitzungen, Brandwachen oder von Gerätewarten und der Wettbewerbsgruppen aufgebracht worden seien. Der Samtgemeinderat habe den Beschluss gefasst, in Schüttorf ein neues Feuerwehrhaus am Nordring gegenüber dem Bauhof zu bauen. Die Beschaffung eines neuen Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeugs (HLF) für Isterberg sei von der Samtgemeinde um ein Jahr nach hinten geschoben worden. Die Schüttorfer Wehr erhalte in diesem Jahr einen Einsatzleitwagen, so Grävemäter.

Der Verein Wirtschaftsstandort Schüttorf (WiSev) habe der Jugendfeuerwehr 10.000 Euro überreicht, die auf Gemeindejugendfeuerwehrebene verwendet würden.

Er habe fünf Unfälle der Feuerwehrunfallkasse gemeldet, erklärte Gemeindesicherheitsbeauftragter Uwe Neesen (Isterberg). Er meinte: „Besonders erfreulich ist, dass kein Unfall bei einem Einsatz passiert ist.“ Neesen übergab nach 17 Jahren sein Amt an Oliver Busmann (Schüttorf) und unterstrich: „Ihr habt mir meine Arbeit leicht gemacht.“

Gemeindejugendfeuerwehrwartin Mareike Tibbe (Schüttorf) berichtete, dass den Jugendfeuerwehren Isterberg und Schüttorf 25 Jugendliche angehörten, die von den Jugendwarten und Betreuern auf den aktiven Dienst vorbereitet würden. Tibbes Stellvertreterin Anna Buhr (Ohne) wurde für weitere drei Jahre ernannt.

Regierungsbrandmeister Matthias Röttgers stellte heraus, dass die Grafschaft in Sachen Brandschutzbedarfsplan vorbildlich sei. Er würde gerne andere Landkreise einladen, sich in der Grafschaft schlauzumachen.

Abschließend wies Jens Grävemäter auf die Aktion „Feuerwehr bewegt“ vom 5. bis 7. Juli hin.

Für 25, 40 und 50 Jahre Feuerwehrdienst wurden etliche Kameraden der Freiwilligen Feuerwehren Isterberg, Ohne und Schüttorf geehrt.Fotos: Lindwehr

© Hermann Lindwehr

Für 25, 40 und 50 Jahre Feuerwehrdienst wurden etliche Kameraden der Freiwilligen Feuerwehren Isterberg, Ohne und Schüttorf geehrt.Fotos: Lindwehr

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