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25.11.2017, 04:00 Uhr

Schüler bekommen ihren eigenen Wald

Die evangelische Grundschule in Schüttorf hat einen Vertrag mit der Naturschutzstiftung Grafschaft Bentheim, der Stiftung „Zukunft Wald“ und der Bingo-Stiftung geschlossen. In dem Schulwald sollen die Kinder etwas über die Natur lernen.

Schüler bekommen ihren eigenen Wald

Gemeinsam engagieren sich Schüler, Lehrer, Naturschutzstiftung und Stiftung „Zukunft Wald“ für einen Schulwald ein. Foto: Dennemann

gn Schüttorf. Auf 30 Jahre Laufzeit ist er angelegt, der Vertrag zwischen der evangelischen Grundschule Schüttorf, der Naturschutzstiftung Grafschaft Bentheim (NSGB), der Stiftung „Zukunft Wald“ und der Bingo-Stiftung. Laut Hartmut Schrap von der NSGB soll der Vertrag, der das Thema Schulwald regelt aber darüber hinaus auf jeden Fall verlängert werden. Das macht Sinn, so die kommissarische Schulleiterin Silke Schoen, denn „unser elementares Ziel ist, Kinder für Umwelt und Natur nachhaltig zu sensibilisieren“. Die jungen Naturschützer gehen dabei unter fachlicher Anleitung sehr zielgerichtet vor, denn es werden nur heimische Baumarten angepflanzt, die sich mit dem feuchten und lehmigen Boden gut vertragen. Später dann sollen auch Obstbäume und Büsche folgen und Vögeln, Insekten und Amphibien existenziellen Lebensraum bieten können.

Insgesamt gibt es in Niedersachsen bereits mehr als 50 Schulwälder dieser Art – unter Mithilfe von mehr als 50.000 Schülern wurden sie eingerichtet. „Eine beachtliche Leistung dieser jungen Menschen, die an diesem willkommenen außerschulischen Lernort in Zukunft mindestens einmal im Jahr arbeiten werden“, heißt es in einer Pressemitteilung.

Dabei gehen sie vor wie die Natur selbst. Scheinbar ungeordnet aber doch mit genügend Lebensraum für die einzelnen Bäume werden sie eingepflanzt. So werden ökologische Gesetzmäßigkeiten und handwerkliche Fähigkeiten beinahe unbemerkt vermittelt. „Lernen macht so viel mehr Spaß“, merkt eine Schülerin begeistert an.

Und der Wald wächst mit ihnen mit. Später werden die jetzt noch jungen Menschen vielleicht einmal mit ihren Kindern durch diese Baumreihen spazieren und ihnen erzählen, wer sie angepflanzt hat. „Das ist euer Wald“, betonte Hartmut Schrap bei der Übergabe des Schildes und die Schüler jubelten ihm begeistert zu.

Außerdem sollen darüber hinaus auch die Eltern der Jungen und Mädchen mit einer Familienpflanzaktion mit einbezogen werden. Parallel dazu wächst ebenso ein „Kunst-Wald“ in der Evangelischen Grundschule vor Ort: Auf einer großen Wand wurde ein Baum-Gemälde angelegt und jedes Kind kann mit einem farblichen Handabdruck „ein eigenes weiteres Blatt“ hinzufügen.

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