22.07.2020, 13:02 Uhr / Lesedauer: ca. 2min

Neue Gebühren sollen Kanalnetz-Sanierung finanzieren

Ein Blick ins Schüttorfer Regenwasserkanalnetz zeigt: Hier muss aufwändig saniert werden. Symbolfoto: dpa

Ein Blick ins Schüttorfer Regenwasserkanalnetz zeigt: Hier muss aufwändig saniert werden. Symbolfoto: dpa

Schüttorf Die Samtgemeinde Schüttorf hat bereits in 2015/2016 mit fachlicher Unterstützung eines Ingenieurbüros einen Generalentwässerungsplan aufstellen lassen. Im Rahmen dieser Untersuchungen wurde das gesamte Regenwasserkanalnetz in der Samtgemeinde Schüttorf begutachtet.

Hier wurde dann auch die wasserwirtschaftliche Leistungsfähigkeit unter dem Gesichtspunkt von zukünftig zu erwartenden Starkregenereignissen bewertet. In diesen Untersuchungen zum Generalentwässerungsplan sind auch die Vorfluter wie der Scheve-, der Rundweg- oder der Wöstegraben und die vorhandenen Regenrückhaltebecken eingeschlossen worden.

Im Rahmen dieser Untersuchungen hat sich gezeigt, dass erheblicher Sanierungsbedarf im Bereich des Regenwasserkanalnetzes besteht, der in den nächsten Jahren Stück für Stück abgearbeitet werden muss. Die Kosten für die Sanierung des Regenwasserkanalnetzes belaufen sich auf 12 Millionen Euro.

Samtgemeinde will neue Gebühr erheben

Um diese erheblichen Sanierungskosten in den kommenden Jahren finanzieren zu können, ist es aus Sicht der Samtgemeinde erforderlich, dass sie für die Benutzung des Regenwasserkanalnetzes eine kostendeckende Benutzungsgebühr erhebt. Die Samtgemeinde Schüttorf ist eine der wenigen Kommunen, die im Landkreis und auch in der näheren Umgebung eine Niederschlagswassergebühr bislang noch nicht erhoben hat. „Diese kostenlose Bereitstellung des öffentlichen Regenwasserkanalnetzes ist in der Zukunft vor dem Hintergrund der auf die Samtgemeinde zukommenden Kosten nicht mehr zu vertreten“, heißt es vonseiten der Samtgemeinde.

Die Regenwassergebühr wird grundsätzlich von jedem Grundstückseigentümer, von dessen Grundstück das Niederschlagswasser in das kommunale Regenwasserkanalnetz eingeleitet wird, erhoben. „Um die Regenwassergebühr möglichst sachgerecht und genau berechnen zu können, ist es erforderlich, dass die beitragspflichtigen Grundstücksflächen ermittelt werden, die über das öffentliche Regenwasserkanalnetz entwässert werden“, erklärt die Samtgemeinde in einer Pressemitteilung.

Grundstückseigentümer erhalten Post

Die Ermittlung dieser angeschlossenen Flächen wurde mit Unterstützung eines Ingenieurbüros anhand von Luftbildern und Kartenmaterial durchgeführt. Da die Luftbilder jedoch nicht tagesaktuell sind und eine größtmögliche zulässige Transparenz gewährleistet werden soll, ist die Samtgemeinde im Vorfeld auf die Mitwirkung der einzelnen Grundstückseigentümer angewiesen.

Die Grundstückseigentümer werden noch im Laufe des Juli von der Samtgemeindeverwaltung angeschrieben. Die Luftbilder wurden auf Grundlage der einzelnen Flurstücke erstellt. Dadurch kann es durchaus vorkommen, dass Eigentümer für ein Objekt mehrere Anschreiben erhalten. In diesen Fällen ergibt sich die maßgebliche Fläche für ein Objekt aus der Summe der Luftbilder.

Die Grundstückseigentümer werden gebeten, die Realität mit dem Luftbild abzugleichen. Falls dabei Differenzen festgestellt werden, müssen diese der Samtgemeindeverwaltung mitgeteilt werden, damit mögliche Abweichungen korrigiert werden.

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