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10.03.2020, 13:31 Uhr / Lesedauer: ca. 2min

Stegemann diskutiert bei Klümper über Tierwohl

Ein aktuelles Thema ist die Diskussion über den Zusammenhang zwischen Tierwohl und Lebensmittelpreisen. Aus diesem Anlass kam es zu einem Besuch des Bundestagsabgeordneten Stegemann bei der Schinkenmanufaktur Klümper in Schüttorf.

Hermann Bröker (Betriebsleiter), Albert Stegemann (Bundestagsabgeordneter der CDU), und Andrea Moggert-Kemper (geschäftsführende Gesellschafterin der Schinkenmanufaktur Klümper) haben sich über ein wichtiges Thema unterhalten. Foto: Büro Stegemann

Hermann Bröker (Betriebsleiter), Albert Stegemann (Bundestagsabgeordneter der CDU), und Andrea Moggert-Kemper (geschäftsführende Gesellschafterin der Schinkenmanufaktur Klümper) haben sich über ein wichtiges Thema unterhalten. Foto: Büro Stegemann

Schüttorf Obwohl die Forderungen nach mehr Tierwohl immer lauter werde, seien die Verbraucher nicht bereit dafür tiefer in die Tasche zu greifen. Das belege eine wissenschaftliche Studie der Hochschule Osnabrück. Danach gäben nur 16 Prozent der Verbraucher tatsächlich mehr Geld für eine bessere Tierhaltung aus. Bei einem Besuch bei dem Familienunternehmen Klümper bezieht der CDU-Bundestagsabgeordnete Albert Stegemann klar Stellung: „Wenn die Menschen mehr Tierwohl wollen, müssen sie auch bereit sein, dafür einen Preis zu bezahlen. Eine bessere Tierhaltung kann nur funktionieren, wenn sie am Markt bestehen kann.“

Das Traditionsunternehmen Klümper in Schüttorf fertigt seit fast 200 Jahren Rohschinkenprodukte. Mit 125 Mitarbeitern werden auf einer Produktionsfläche von 15.000 Quadratmeter am Standort in Schüttorf 20.000 Schinken in der Woche produziert. „Produktsicherheit und Qualität unseres Handwerks stehen an erster Stelle. Durch Spezialisierung und Internationalisierung versuchen wir Tag für Tag am stark umkämpften Markt zu bestehen“, erklärt die geschäftsführende Gesellschafterin Andrea Moggert-Kemper zur Unternehmensstrategie. Heinrich-Eckhard Klümper ergänzt: „Wir achten sehr auf die Auswahl unserer zuliefernden Landwirte und sind bei Qualitätsanforderungen stets Vorreiter. Trotzdem erleben wir am Markt immer wieder, dass am Ende nur der Preis zählt.“ Die aufgeworfene Problematik ist dem agrarpolitischen Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Albert Stegemann, bereits aus zahlreichen Gesprächen mit Landwirten, Produzenten und Einzelhändlern bestens bekannt: „Für eine neue Art der Tierhaltung brauchen wir europaweit ein marktfähiges Label mit Haltungs- und Herkunftskennzeichnung. Wir müssen die Wettbewerbsfähigkeit in Deutschland, aber auch im Ausland und insbesondere in Europa erhalten, weil der Export die Grundlage unseres Wohlstandes ist.“ Er wisse, dass Landwirte offen für einen Wandel in der Tierhaltung seien, das Kaufverhalten der Verbraucher und die Konkurrenz aus dem Ausland allerdings Hindernisse bereite. Stegemanns Einsatz für ein Label unterstützen die Vertreter der Schinkenmanufaktur Klümper.

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