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11.04.2019, 16:08 Uhr

Jugendliche sammeln Argumente gegen rassistische Hetze

Schlagfertig werden im Umgang mit rassistischen Bemerkungen – dies war das Ziel des Argumentationstrainings, zu dem die Junge Union Obergrafschaft und die Interkulturelle Arbeitsstelle IBIS jüngst 15 Jugendliche eingeladen hat.

Jugendliche sammeln Argumente gegen rassistische Hetze

Die jugendlichen Teilnehmer fühlen sich nach dem Training gestärkt im Umgang mit rassitischen Argumenten. Foto: privat

Schüttorf „Gefühlte Unsicherheiten in der Gesellschaft und Veränderungen in der Parteienlandschaft bieten zunehmend rechten Aussagen und Parolen einen Raum. Wir wollen Stellung beziehen und uns wehren können“, so die Vorsitzende der Jungen Union Obergrafschaft, Klara Horst.

Seit 2017 bietet die Mobile Beratung gegen Rechtsextremismus für Demokratie als eigenständiger Fachbereich bei IBIS im Nordwesten Niedersachsens verschiedene Angebote zu respektvollem Umgang in der Gesellschaft an. Gefördert wird dieses Angebot durch das Bundesprogramm „Demokratie leben“.

„Mit unseren Beratungsangeboten, wie dem Argumentationstraining gegen rechte Aussagen und Parolen, möchten wir viele Jugendliche erreichen, um sie im Umgang mit Diskriminierungen und rechten Parolen zu stärken“, erklärt Martin Göske von der Mobilen Beratung von IBIS.

So diskutierten die Teilnehmer über verschiedene Vorurteile gegenüber bestimmten Gruppen der Gesellschaft und sammelten bekannte Sprüchen und Parolen aus ihrem persönlichen Umfeld. Im nächsten Schritt wollten die Teilnehmer natürlich erfahren, wie sie mit solchen meist emotionalen und überfordernden Situationen umgehen sollen. Mit Rollenspielen und Hilfestellungen durch die Referenten wurden Tipps und Tricks zum besseren Umgang mit rassistischen Parolen erarbeitet.

Zwar gibt es in solchen Diskussionen selten den einen richtigen Weg, aber doch fühlen sich 15 Jugendliche nach dem Angebot am Samstagnachmittag bestärkt, Stellung zu beziehen und für ihre Meinung auch in schwierigen Situationen einzustehen.

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