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11.05.2018, 15:08 Uhr

Jägerprüfung: Elfmal steht die „Eins“ vor dem Komma

Schießen, sicherer Umgang mit Jagdwaffen und umfassende Kenntnisse der heimischen Tier- und Pflanzenwelt – all das wurde den 52 Jungjägern bei ihrer Prüfung in Engden abverlangt. 46 Absolventen konnten zum Schluss ihr Zeugnis in Händen halten.

Jägerprüfung: Elfmal steht die „Eins“ vor dem Komma

Bestnoten bescheinigt (von links) Kreisjägermeister Albert Lucas den drei Prüflingen Sebastian Witton, Günter Hindriks und Lasse Amelunxen. Glückwünsche gab es auch von Gudrun Klinge-Lambers (Jagdbehörde) und Reinhard Mönch .Foto: Dieker

gn Engden. Angespannt warteten die 52 Prüflinge vor der Jagdschule in Engden auf die „Zeugnisübergabe“. Bei strahlendem Frühlingswetter hatten sie sich der schriftlichen und praktischen Jägerprüfungen in der Grafschaft Bentheim gestellt.

Bei der schriftlichen Prüfung müssen in fünf Fachgebieten jeweils 20 Fragen im sogenannten Multiple-Choice-Verfahren beantwortet werden. Zu den praktischen Prüfungen zählt zum einen die Schießprüfung, bei der die Prüflinge sowohl das schießen an sich als auch den sicheren Umgang mit Jagdwaffen unter Beweis stellen müssen. Zum anderen werden in der Revierprüfung anhand von praktischen Beispielen umfassende Kenntnisse über die heimische Pflanzen- und Tierwelt, das Jagdhornblasen, das Jagdrecht sowie weitere Fachbereiche der Jagd abgefragt.

Von den 52 Anwärtern haben 46 die Prüfungen erfolgreich abschließen können, insgesamt elfmal stand eine „Eins“ vor dem Komma. „Das gute Abschneiden bezeugt einmal mehr die qualitativ hochwertige Jungjägerausbildung, die den Prüflingen in den Jagdschulen vermittelt wird“, heißt es vonseiten der Grafschafter Jägerschaft.

Die drei besten Absolventen waren: Lasse Amelunxen mit einer Gesamtnote von 1,2 als bester Jungjäger. Als zweitbester Absolvent erreichte Günter Hindriks einen Notenschnitt von 1,3 sowie als drittbester Sebastian Witton einen Schnitt von 1,4. Das Durchschnittsalter der Prüflinge lag in diesem Jahr bei 37 Jahren. Die jüngste Teilnehmerin war 16, der älteste Teilnehmer 68 Jahre alt. Weiter stellten sich 15 Frauen der Prüfungskommission, was einer Quote von 29 Prozent entspricht. „Diese Zahlen machen auch in der Grafschaft deutlich, dass die Jagd in sämtlichen Alters- und Gesellschaftsschichten zu einem festen Bestandteil der Lebensweise wird und bleibt“, folgert die Jägerschaft.

Die Übergabe der Zeugnisse, die auf der Hofstelle des stellvertretenden Vorsitzenden der Kreisjägerschaft Reinhard Mönch in Engden stattfand, wurde von der Niedergrafschafter Jagdhornbläsergruppe, unter der Leitung von Kunibert Zirkel begleitet.

Überreicht wurden die Zeugnisse vom Kreisjägermeister Albert Lucas, der auch den Prüfungsvorsitz hatte, sowie von Reinhard Mönch und von der Jagdbehörde von Gudrun Klinge-Lambers. In seiner Ansprache bedankte sich Albert Lucas bei den Prüfern für deren Arbeit und hob den hohen Standard der Jagdschulen hervor. Er sowie auch Reinhard Mönch und Gudrun Klinge-Lambers beglückwünschten die Prüflinge und wünschten allzeit viel Waidmannsheil. Man hoffe weiterhin, dass sich viele der Jungjäger in Zukunft aktiv und mit Passion für den Einsatz in den heimischen Revieren und Hegeringen zum Wohle und Schutz der Natur einbringen.

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