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27.03.2019, 12:13 Uhr

Gute Ergebnisse für Hestrups Milchviehhalter

Hestrups Milchviehhalter belegen Platz vier in der Region Emsland/Südoldenburg. Nils Schulte erzielte die höchste Herdenleistung.

Gute Ergebnisse für Hestrups Milchviehhalter

Über die Leistungen der Mitglieder des Milchkontrollvereins Hestrup freuten sich (von links) Henning Aschermann, Friedrich Kleine Ruse, Gerrit Nykamp, Nils Schulte, Dieter Weusmann, Alfred Hagelskamp, Anne Friemann, Bettina Rewerts und Jan Gerd Hoegen.Foto: privat

Von Johanna Grönloh

Engden Zur Jahreshauptversammlung des Milchkontrollvereins Hestrup begrüßte vor Kurzem der Vorsitzende Friedrich Kleine Ruse seine Berufskollegen im Gasthaus „De Bakker“ in Engden. Oberleistungsprüfer Gerrit Nykamp erinnerte im Rahmen eines Frühstücks an das zurückliegende Milchkontrolljahr. Im Bezirk Hestrup hielten 35 Landwirte 3556 Milchkühe. Die Kühe brachten eine Milchleistung von durchschnittlich 10.175 Kilogramm mit 3,96 Prozent Fett und 3,41 Prozent Eiweiß. Sie belegten damit den vierten Platz aller Milchkontrollvereine im Bereich Emsland/Südoldenburg.

Die höchste Herdenleistung erzielte Nils Schulte aus Neerlage. Seine Kühe gaben durchschnittlich 11.671 Kilogramm Milch (3,81/3,38) mit 840 Fett- und Eiweißkilogramm. Die Hagelskamp GbR belegt mit einer Milchleistung von 11.391 Kilogramm Milch (3,88/3,48) und 839 Fett- und Eiweißkilo den zweiten Platz. Auf Rang drei liegt Johann Kohlenberg aus Wengsel. Seine Kühe gaben 11.114 Kilogramm Milch (4,10/3,43) und 837 Fett- und Eiweißkilo. Die beste Kuh im Kontrollbezirk Hestrup steht im Stall der Familie Gröttrup. „Jogi“ gab in ihrer fünften Laktation 17.652 Kilogramm Milch (3,63/3,01) mit 1172 Fett- und Eiweißkilogramm. Die Kuh „Sacha“ von Familie Mensmann aus Brandlecht hatte im vergangenen Kontrolljahr eine Milchleistung von 15.785 Kilogramm (3,99/3,33) und 1155 Fett- und Eiweißkilo und liegt damit vor der „Allianz“ aus dem Stall von Johann Kohlenberg, die in ihrer dritten Laktation 16.224 Kilogramm Milch (3,66/3,43) und 1151 Fett- und Eiweißkilo gab.

Die beste Färse hält Heinrich Grüner auf seinem Betrieb in Holt und Haar. Die Leistung der „Woldi“ betrug im vergangenen Kontrolljahr 12.763 Kilogramm Milch (3,94/3,20) mit 912 Fett- und Eiweißkilogramm. Den zweiten Platz belegt eine Lusion-Tochter von Johann Kohlenberg. Mit einer Milchleistung von 12.178 Kilogramm (3,88/ 3,57) und 907 Fett- und Eiweißkilo liegt sie damit vor der „Miete“ von Heinrich Grüner. Ihre Leistung betrug 10.314 Kilogramm Milch (5,07/ 3,71) und 906 Fett- und Eiweißkilo. Die Kuh mit der höchsten Lebensleistung ist „Dora“ von Henning Aschermann aus Hestrup. Mit elf Abkalbungen erreichte sie eine beachtliche Lebensleistung von bisher 150.416 Kilogramm Milch (3,37/3,31). Ihr folgen weitere 40 Kühe im Kontrollgebiet, die alle eine Lebensleistung von über 100.000 Kilogramm aufweisen. Eine besonders gute Eutergesundheit mit niedrigen Zellzahlen in ihren Herden können Jan Möller (Hestrup), Familie Hagelskamp (Holt und Haar) und Dieter Freitag (Neerlage) vorweisen. Jan Möller liegt mit seinen Zellzahlen sogar auf Platz eins in der Gruppe 150 bis 200 Kühe im Gebiet des Milchkontrollrings Emsland/Südoldenburg.

Für ihre effektive Leistung in Bezug auf Eutergesundheit und Milchleistung je Lebenstag wurden fünf Betriebe aus dem Milchkontrollverein Hestrup ausgezeichnet: Nils Schulte aus Neerlage, Henning Aschermann aus Hestrup, Hagelskamp GbR aus Holt und Haar, Dieter Weusmann aus Quendorf und Anne Friemann aus Hestrup. Als Kriterien dienen dabei die Fett- und Eiweißmenge als Kennzahl der Leistung, die Zellzahl als Kennzahl zur Eutergesundheit sowie die Milchmenge je Lebenstag als Kennzahl der Lebenseffektivität.

Turnusgemäß standen Wahlen zum Vorstand auf der Tagesordnung: Vorsitzender Friedrich Kleine Ruse und Johann Butke wurden einstimmig in ihren Ämtern bestätigt. Einen Einblick in die texanische Milchviehhaltung gab Bettina Rewerts vom Landeskontrollverband Weser Ems. Sie machte sich 2015 mit einer Reisegruppe von Kuhzüchtern und -interessierten auf in die USA, um dort landwirtschaftliche Betriebe zu besichtigen. Typisch sei dort die Haltung von Rindern und Kühen ohne feste Ställe. Aufgrund des Klimas werden die Tiere dort ganzjährig draußen gehalten.

Beeindruckend, aber erschreckend seien die Dimensionen der Tierhaltung gewesen. Betriebe mit 4500 melkenden Kühen oder Mastbetriebe, die zwischen 25.000 und 60.000 Rinder halten, stellen dort eine normale Größe dar. Ackerbau und Futtererzeugung seien in den trockenen Gebieten nur mithilfe von Beregnungsanlagen möglich. Ein weiterer Unterschied zu der hiesigen Tierhaltung sei der Einsatz von Hormonen zur Wachstums- oder Leistungsförderung.grö

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