Grafschafter Nachrichten
31.08.2018

Grüne-Linke fordern Frauennamen auf Straßenschildern

Grüne-Linke fordern Frauennamen auf Straßenschildern

Die Gruppe Grüne-Linke fordert mehr weibliche Straßennamen in Schüttorf. Symbolfoto: Konjer

Die Gruppe Grüne-Linke regt an, bei zukünftigen Straßenbenennungen möglichst Bezeichnungen nach berühmten Frauen vorzunehmen, bis eine gewisse Ausgewogenheit zu Straßenzügen mit männlichen Namensträgern erreicht ist.

Schüttorf Die Gruppe Grüne-Linke im Rat der Stadt Schüttorf hat sich mit der Benennung der Straßen im Stadtgebiet befasst. Ihre Recherche mithilfe der Website www.strassen-in-deutschland.de hat ergeben, dass 19 Straßen mit meist regionalen Familiennamen benannt wurden. 27 Straßen wurden nach Nachnamen oder Personen benannt, 16 davon sind durch den Vornamen als Namen von Männern erkennbar. Zehn Straßen sind mit Nachnamen benannt worden, die recht eindeutig für berühmte Männer dieser Familiennamen stehen. Lediglich ein Name – Anna Holmer – ist als Straßenname nach einer Frau eindeutig zu erkennen.

Die Gruppe Grüne-Linke regt daher an, bei zukünftigen Straßenbenennungen möglichst Bezeichnungen nach berühmten Frauen vorzunehmen, bis eine gewisse Ausgewogenheit erreicht ist. „Die berühmten Männer haben ohne Zweifel ihre Berechtigung, für ihre Werke mit einem Straßennamen Erwähnung zu finden. Gleichwohl ist es im Jahr 2018 allerhöchste Zeit, dass auch in Schüttorf endlich berühmte Frauen bei den Straßenbenennungen berücksichtigt werden“, heißt es in einer Pressemitteilung.

Claudia Middelberg, Sprecherin der Gruppe formuliert Vorschläge: „Hierbei handelt es sich unter anderem um Persönlichkeiten wie Hannah Arendt, Clara Schumann, Käthe Kollwitz, Annette von Droste-Hülshoff, Anne Frank, Else Lasker-Schüler, Clara Zetkin oder Astrid Lindgren.“

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