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08.05.2019, 11:10 Uhr

Grafschafter Schäfer sorgen für Arterhalt

Neue Hof- und Weidetafeln sind jetzt von der Naturschutzstiftung an 16 Züchter und Halter von Bentheimer Landschafen in der Grafschaft übergeben worden.

Grafschafter Schäfer sorgen für Arterhalt

Informationen über das Bentheimer Landschaf vermitteln 16 neue Hofschilder in der Grafschaft. Schäfer Gerfried de Lange (links) freut sich über die Tafel auf seinem Hof in Isterberg-Neerlage. Foto: Vennemann

Von Sascha Vennemann

Isterberg Für die Naturschutzstiftung Grafschaft Bentheim stand der vergangene Freitag ganz im Zeichen des Bentheimer Landschafs. Im Anschluss an den Einzug der Schafherde des Nordhorner Tierparks in das Naturschutzgebiet Tillenberge stand in Isterberg-Neerlage ein weiterer Termin an, bei dem sich alles um die besondere Schafrasse drehte.

Stellvertretend für 16 Züchter und Halter von Bentheimer Landschafen in der Grafschaft wurden dort ein Hofschild sowie mehrere Weideschilder an Schäfer Gerfried de Lange übergeben. Mitglieder des Landes-Schafzuchtverbandes Weser-Ems, Vertreter der Naturschutzstiftung Grafschaft Bentheim sowie der Feinbrennerei Sasse trafen sich auf dem Hof de Langes, um die bereits aufgestellte Infotafel zu begutachten.

Bildergalerie

Schafauftrieb 2019 im Naturschutzgebiet Tillenberge

Am Freitag, den 3. Mai 2019, erfolgte der jährliche Schafauftrieb der Herde aus dem Tierpark Nordhorn im Naturschutzgebiet Tillenberge.

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Schafauftrieb des Tierparks Nordhorn im Naturschutzgebiet Tillenberge 2019.

© Sascha Vennemann

(v.l.) Thomas Berling (Bürgermeister Nordhorn), Nils Kramer (Geschäftsführer Tierpark Nordhorn), Friedhelm Egbert (Feinbrennerei Sasse), Hartmut Schrap (Vorsitzender Naturschutzstiftung), Manuela Monzka (Naturschutzstiftung) und Paul Uphaus (Geschäftsführer Naturschutzstiftung).

© Sascha Vennemann

Friedhelm Egbert (Feinbrennerei Sasse, links) und Hartmut Schrap (Vorsitzender Naturschutzstiftung Grafschaft Bentheim).

© Sascha Vennemann

Schafauftrieb des Tierparks Nordhorn im Naturschutzgebiet Tillenberge 2019.

© Sascha Vennemann

Schafauftrieb des Tierparks Nordhorn im Naturschutzgebiet Tillenberge 2019: Hütehund "Freckles".

© Sascha Vennemann

Schafauftrieb des Tierparks Nordhorn im Naturschutzgebiet Tillenberge 2019.

© Sascha Vennemann

Schafauftrieb des Tierparks Nordhorn im Naturschutzgebiet Tillenberge 2019.

© Sascha Vennemann

Schafauftrieb des Tierparks Nordhorn im Naturschutzgebiet Tillenberge 2019.

© Sascha Vennemann

Schafauftrieb des Tierparks Nordhorn im Naturschutzgebiet Tillenberge 2019.

© Sascha Vennemann

Schafauftrieb des Tierparks Nordhorn im Naturschutzgebiet Tillenberge 2019.

© Sascha Vennemann

Schafauftrieb des Tierparks Nordhorn im Naturschutzgebiet Tillenberge 2019.

© Sascha Vennemann

Schafauftrieb des Tierparks Nordhorn im Naturschutzgebiet Tillenberge 2019.

© Sascha Vennemann

Schafauftrieb des Tierparks Nordhorn im Naturschutzgebiet Tillenberge 2019.

© Sascha Vennemann

Schafauftrieb des Tierparks Nordhorn im Naturschutzgebiet Tillenberge 2019.

© Sascha Vennemann

Schafauftrieb des Tierparks Nordhorn im Naturschutzgebiet Tillenberge 2019.

© Sascha Vennemann

Neben Informationen über das Bentheimer Landschaf – Aussehen, Gemüt und Gefährdung – geben die Schilder Auskunft über den Schäfer und zeigen Bilder der alten Haustierrasse. „Auf den 54 Weideschildern, die an Zaunpfählen oder Ähnlichem festgemacht werden können, findet man außerdem die Telefonnummer der jeweiligen Halter, falls es einmal Probleme mit den Tieren geben sollte oder man weitere Informationen erfragen möchte“, berichtete Manuela Monzka von der Naturschutzstiftung.

Die Kosten von insgesamt 1200 Euro werden aus dem Sonderfond „Kräuterwacholder“ finanziert, den die Naturschutzstiftung für die Feinbrennerei Sasse aus Schöppingen verwaltet. Pro verkauftem Liter Kräuterwacholder geht ein Euro in den Fond, für Verkäufe außerhalb der Grafschaft werden jeweils 25 Cent gespendet. „Die meisten einheimischen Schäfer haben nur kleine Betriebe mit einer Handvoll Schafe. Diese Züchter, die enorm zur Arterhaltung der alten Rassen beitragen, wollen wir mit dieser Aktion etwas sichtbarer machen“, sagte Monzka.

„Jetzt wissen Spaziergänger gleich, was für Tiere sie da sehen“, freute sich Gerfried de Lange, der eine kleine Herde mit 15 Muttertieren besitzt. Die Rasse gefällt ihm nicht nur wegen des lokalen Bezugs, sondern auch optisch: „Die weiße Wolle und die Augenzeichnung – das sind schöne Tiere.“ Den Bestand an Bentheimer Landschafen in der Grafschaft schätzte er auf über 1000 Tiere: „Eine erfreuliche Zahl, wenn man bedenkt, dass die Rasse einmal fast ausgestorben war.“

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