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02.10.2018, 14:42 Uhr

Gastherme produziert giftiges Kohlenmonoxid in Schüttorf

Die Ortsfeuerwehr Schüttorf wurde am Montagabend zu einem Einsatz am Schottbrink gerufen: In einer Wohnung war Kohlenmonoxid ausgetreten. Ein Bewohner wurde zur Behandlung ins Krankenhaus gebracht.

Gastherme produziert giftiges Kohlenmonoxid in Schüttorf

Die Schüttorfer Wehr rückte zu einem Einsatz aus, nachdem aus einer Gastherme in einem Wohnhaus Kohlenmonoxid ausgetreten war. Foto: Feuerwehr

Schüttorf Die Ortsfeuerwehr Schüttorf wurde am Montagabend zu einem Einsatz am Schottbrink gerufen: In einer Wohnung war Kohlenmonoxid ausgetreten. Ein Bewohner wurde zur Behandlung ins Krankenhaus gebracht.

Mit dem Alarmstichwort „Gasgeruch/Gasausbruch“ eilte die Ortsfeuerwehr Schüttorf am Montag gegen 20.30 Uhr in den Schottbrink. Der Rettungsdienst wurde zuvor wegen eines internistischen Notfalls in die betroffene Wohnung alarmiert. Nachdem dieser die Wohnung betrat, löste der Kohlenmonoxid-Warner der Rettungskräfte aus. Grund war eine hohe Konzentration von Kohlenmonoxid (CO) in der Luft. Sofort evakuierte der Rettungsdienst das Wohnhaus und alarmierte die Feuerwehr.

Ein Trupp ging unter Atemschutz in das Gebäude, um den CO-Wert zu messen. Dieser war laut Feuerwehr weit über „normal“. Zunächst sperrten die Einsatzkräfte die Hauptgaszufuhr ab und begannen mit der Suche nach der Kohlenmonoxidquelle. Sie fanden sie rasch: „Eine defekte Heizung im Badezimmer der Erdgeschosswohnung war Grund für die äußerst gefährliche CO-Entwicklung. Wir informierten den zuständigen Schornsteinfeger, die Stadtwerke Schüttorf und die Polizei“, teilt der Pressesprecher der Ortsfeuerwehr Schüttorf, Marian Gehrke, mit. Die Wehr lüftete das gesamte Gebäude und konnte nach etwa einer Stunde die Einsatzstelle an die Polizei übergeben. Ein Bewohner wurde in ein Krankenhaus gebracht.

„Der Auslöser für den internistischen Notfall war höchstwahrscheinlich die CO-Konzentration Wohnung. Kohlenmonoxid ist ein tödliches Atemgift, welches geruchsneutral ist. Personen bemerken meist kaum eine drohende Kohlenmonoxidvergiftung. Die Symptome einer leichten Vergiftung sind Kopfschmerzen, Schwindel sowie grippeähnliche Beschwerden. Höhere Dosen wirken maßgebend toxisch auf das zentrale Nervensystem und Herz“, teilt die Ortsfeuerwehr Schüttorf mit und fügt hinzu: „Bereits bei einer längeren Belastung über 150 bis 300 ppm (parts per million) entstehen Schwindelgefühle, Schläfrigkeit, Übelkeit und Erbrechen. Belastungen über 300 ppm können sehr schnell zur Bewusstlosigkeit und in weiterer Folge zum Tod führen. Potentielle Gefahrenquellen sind dabei insbesondere unzureichend gewartete oder defekte Gasthermen, Heizungsanlagen oder ein Abgasrückstau durch blockierte Abluft- und Zuluft-Wege, also eine mangelnde Versorgung mit Verbrennungsluft.“

Die Ortsfeuerwehr Schüttorf war mit vier Fahrzeugen und 19 Einsatzkräften im Einsatz.

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