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„Wohnpark an der Kanalallee“ - ein herausragendes Bauprojekt

Startschuss für das Wohnbauprojekt am Nordhorn-Almelo-Kanal

Wer mit dem Rad am Nordhorn-Almelo-Kanal entlang fährt, der blickt gegenüber dem Klukkerthafen auf ein beeindruckendes, knapp sieben Fußballfelder großes Areal. Auf dem ehemaligen NINO-Gelände in direkter Nähe zum ehemaligen NINO-Verwaltungsgebäude ließen wuchtige Abrissbagger von den ehemaligen NINO-Hallen nichts mehr übrig.

Diese Animation zeigt, wo die Neubauten auf dem ehemaligen NINO-Gelände entstehen. Animation: Stadt Nordhorn

Diese Animation zeigt, wo die Neubauten auf dem ehemaligen NINO-Gelände entstehen. Animation: Stadt Nordhorn

8000 Kubikmeter Bauschutt und große Mengen Metallschrott wurden abgebrochen, sortiert und entweder zum Recycling oder zur Deponie abtransportiert, erste Erschließungsarbeiten bereits durchgeführt.

Nun steht das Areal für einen Neustart bereit. Das Bauunternehmen Büter, das den Wohnpark nach Plänen des Nordhorner Architekten Gerold Potgeter realisiert und mit der Sparkasse als Vermarkter und dem Energieversorger nvb Hand in Hand arbeitet, ist von dem Großprojekt überzeugt. „Das neue Quartier wird eines der herausragenden Bauprojekte der Stadt Nordhorn in den kommenden Jahren sein, weil es hohen Wohnkomfort mit viel Lebensqualität verspricht“, sagt Bauunternehmer Gerrit Büter und fügt hinzu: „Alle Vorkehrungen sind bislang voll im Zeitplan.“ Die örtlichen Voraussetzungen könnten besser kaum sein, wie Bürgermeister Thomas Berling berichtet. „Wenn der Neubau der Fuß- und Radwegebrücke über den Nordhorn-Almelo-Kanal realisiert sein wird, dann liegt der Wohnpark nur wenige hundert Meter entfernt von der Innenstadt und dem Bahnhof“, freut sich Berling, der zudem hinzufügt: „Die Nutzung eines Pkw ist nicht mehr zwingend erforderlich“.

Naherholung direkt vor der Tür: Der Wohnpark entsteht in Nachbarschaft zum Vechtesee. Foto:a/w/ Sobott

Naherholung direkt vor der Tür: Der Wohnpark entsteht in Nachbarschaft zum Vechtesee. Foto:a/w/ Sobott

Die weichen Standortfaktoren spielen eine große Rolle: Sämtliche Schulformen in unmittelbarer Nähe, Kindertagesstätten fußläufig zu erreichen, Nahversorgung nebenan, Naherholung vor der Tür, Direktanbindung an Nordhorns attraktivem Radwegenetz, Freizeitmöglichkeiten wie das Freibad oder Hallenbad „Delfinoh“, das Luxus-Kino, Ferienpark oder der Vechtesee liegen in unmittelbarer Nähe. Da überrascht es nicht, dass sich das Interesse an den Wohneinheiten schon auf bden dritten Bauabschnitt richtet, obwohl der Startschuss erst vor einer Woche gefallen ist.


Interview mit Thorsten Ewert: „Der Wunsch nach dem Eigenheim ist ungebrochen“

Thorsten Ewert, Leiter des SparkassenImmobilienCenters. Foto: Kreissparkasse

Thorsten Ewert, Leiter des SparkassenImmobilienCenters. Foto: Kreissparkasse

Thorsten Ewert erklärt die Finanzierungsmöglichkeiten im privaten Wohnungsbau

Im „Wohnpark an der Kanalallee“ entstehen insgesamt 190 Wohneinheiten. Im Detail sind es 77 Wohnungen (von 50 bis 94 m²), 66 Reihenhäuser, 16 Halbhäuser, 6 Einfamilienhäuser und 25 Wohnungen im „geförderten Wohnungsbau“ – unterteilt in mehrere Bau- und Vermarktungsschritte.

Ewert: Der Wunsch nach einer eigenen Wohnung oder einem Eigenheim ist in der Region ungebrochen. Die eigene Immobilie ist im Leben der meisten Grafschafter die größte Anschaffung und hat traditionell einen besonderen Stellenwert. Wir verzeichnen weiterhin eine hohe Nachfrage nach Objekten dieser Art. Die ersten beiden Bauabschnitte sind fast komplett verkauft, beziehungsweise reserviert. Die attraktive Lage spielt im aktuellen Fall eine bedeutende Rolle. Alle Häuser werden im KfW40- Standard errichtet.

Ewert: Im Falle aller Wohneinheiten im Wohnpark an der Kanalallee vergibt die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) ein zinsgünstiges Förderdarlehen in Höhe von maximal 120.000 Euro. Der Zinssatz steht aktuell bei 0,95%, festgeschrieben für maximal zehn Jahre. Nach Abschluss der Baumaßnahmen erhält der Darlehensnehmer in diesem Zusammenhang einen Tilgungszuschuss von bis zu 24.000 Euro.

Ewert: Die nvb versorgt das gesamte Wohngebiet mit „Nahwärme“ und jede Wohneinheit erhält eine Be- und Entlüftung über eine kontrollierte Wohnraumbelüftungsanlage. Unter anderem durch diese Tatsachen resultiert der KfW40-Standard. Je kleiner dieser Wert ist, desto geringer ist der Energiebedarf der Immobilie. Energieeffizienz bei Neubauten ist ein wichtiger Bestandteil der Energiewende und wird deshalb staatlich gefördert.

Ewert: Ja, die gibt es für selbstgenutztes Wohneigentum. Hier besteht eine Kombinationsmöglichkeit mit dem´KfW-Förderkredit „Wohneigentum“.Als Familie mit Kindern haben Käufer die Möglichkeit, das „Baukindergeld“ von bis zu 12.000 Euro pro Kind zu beantragen. Allerdings sind in diesem Fall Einkommensgrenzen zu beachten. Die Finanzierungsberater der Sparkasse stehen als Ansprechpartner gerne zur Verfügung.

Ewert: Für energiesparende Gebäude gibt es einen Orientierungsmaßstab: den KfW-Effizienzhaus-Standard. Je höher und somit besser dieser Standard ist, umso weniger Energie wird benötigt und umso höher ist der Wert des Hauses. Der KfW-Effizienzhaus-Standard ergibt sich immer aus der Kombination verschiedener baulicher und technischer Maßnahmen, vor allem aus den Bereichen Heizung, Lüftung und Dämmung.

Ewert: Kunden, die den Kauf einer Wohneinheit als Kapitalanlage nutzen wollen, haben gerade in den ersten Jahren der Anschaffung interessante steuerliche Abschreibungsmöglichkeiten. Für weiterführende Informationen sollten Interessenten jedoch zwingend einen Steuerberater hinzuziehen.


Wohnungen für jeden Bedarf

190 Wohneinheiten für jeden Bedarf mit Größen zwischen 45 und 100 Quadratmetern sowie zwei Stadtvillen mit einer Wohnfläche von 200 Quadratmetern entstehen in den nächsten vier Jahren auf ehemaligen NINO-Flächen am Nordhorn-Almelo-Kanal. Ausführende Baufirma ist die Büter GmbH aus Ringe. Geplant wurde nach einem städtebaulichen Vertrag. Das Auftragsvolumen bewegt sich zwischen 40 und 45 Millionen Euro. Mike Ruppelt, Geschäftsführer der Büter GmbH, betont, dass für jede Interessenlage, vom Single bis zur Familie, ein passender Zuschnitt gebaut werde, ob mit oder ohne Garten. Auch geförderte Wohnungen entstehen in dem neuen Wohnpark, zu dessen Gesamtkonzept Freiflächen, Grünflächen und Spielplätze

gehören.

So sehen die Mehrfamilienhäuser im Wohnpark an der Kanalallee später aus. Grafik: Kreissparkasse

So sehen die Mehrfamilienhäuser im Wohnpark an der Kanalallee später aus. Grafik: Kreissparkasse

Die Stadt Nordhorn setzt hohe Erwartungen in das Projekt „Wohnpark an der Kanalallee“. Mit diesem Wohnpark an einem innenstadtnahen, sehr gut erreichbaren und von einer breiten Palette von Versorgungseinrichtungen umgebenen „Superstandort“ werde ein hochwertiges Baugebiet geschaffen, lobte Stadtbaurat Thimo Weitemeier.

„Die Nachfrage nach Wohnungen hat durch Corona keinen Einbruch erfahren. Viele Leute ziehen sich sogar aus anderen Investitionen zurück und setzen wieder auf ‚Betongold`“, sagt Mike Ruppelt. Für die 33 Wohnungen und sieben Reihenhäuser im ersten Bauabschnitt kalkuliert er mit einer Bauzeit von 13 Monaten. Alle Wohnungen erfüllen durch das Nahwärmekonzept den KfW-40-Standard, dem derzeit höchsten energetischen Standard. „Die Bewohner haben den großen Vorteil, dass sie kalkulierbare Energiekosten haben und Eigentümer keine Rücklagen für eine neue Heizungsanlage bilden müssen“, erklärt Ruppelt. Dafür seien im Rahmen des Nahwärmekonzepts die NVB verantwortlich.


Ein besonderes Wohnquartier mit eigener Identität

Stadt, Bauträger und Planer sind sich einig: Der „Wohnpark an der Kanalallee“ wird ein besonderes Wohnquartier mit „eigener Identität“. Alle Gebäude sind nach einheitlichen Grundsätzen entworfen, weisen gemeinsame Gestaltungsmerkmale auf, ohne dabei uniform zu wirken – und können nur so erworben werden wie sie geplant wurden. Der Bau von individuell geplanten Einfamilienhäusern ist in dem Projekt ebenso wenig möglich wie die Veränderung der vorgegebenen Hausgrößen und Wohnungsgrundrisse.

Große Erdmassen müssen auf dem weitläufigen Gelände bewegt werden, bevor Häuser und Straßen gebaut werden können. Foto: Westdörp

© Westdörp, Werner

Große Erdmassen müssen auf dem weitläufigen Gelände bewegt werden, bevor Häuser und Straßen gebaut werden können. Foto: Westdörp

„Es ist für uns als Architekten eine besondere Aufgabe, so ein Stadtquartier zu gestalten, in dem in unterschiedlichen Wohnformen vom Einfamilienhaus über Doppel- und Reihenhaus bis zum Geschosswohnungsbau Familien, Paare oder Singles ein neues Zuhause finden und bei dem alle Gebäude stilistisch aufeinander abgestimmt sind“, sagt Architekt Gerold Potgeter zur Konzeption des „Wohnparks an der Kanalallee“. Das Gebiet, so Potgeter weiter, erhalte über die durchgehende Gestaltung mit wiederkehrenden Formen, Details und Materialien eine eigene Identität. „Es wächst aber natürlich auch mit den angrenzenden Wohngebieten zu einer Stadtstruktur, zu einem Ganzen zusammen, weil es sich an den vorhandenen Gebäudetypologien orientiert und in alle Himmelsrichtungen über Fuß- und Radwege mit der Nachbarschaft vernetzt ist“, erläutert Potgeter die Pläne. Dazu gehört auch, dass für Autos kein Durchgangsverkehr möglich ist, da die Erschließung nur über eine einzige Straße erfolgt. Für die interne Erschließung seien Spielstraßen vorgesehen.


Nahwärme aus Blockheizkraftwerken

In einem Kooperationsvertrag zwischen der Büter GmbH und den Nordhorner Versorgungsbetrieben (NVB) wurde ein Konzept für die energetische Versorgung des „Wohnparks an der Kanalallee“ festgelegt. Ein Punkt ist die Nahwärmeversorgung durch thermische Energie. Diese wird von zwei Blockheizkraftwerken an die Haushalte verteilt. So werden alle Wohneinheiten mit Raumwärme und Warmwasser versorgt. Die NVB bereiten technisch alles bis zu den Übergabestationen an den Häusern vor. Die Nutzer haben finanzielle Vorteile, unter anderem fallen die Kosten für die Schornsteinfeger und die Rücklagenbildung für neue Heizungsanlagen weg.

Die Verträge für das Versorgungsprojekt unterzeichneten Dr. Michael Angrick (links, NVB) und Mike Ruppelt (Büter). Foto: privat

Die Verträge für das Versorgungsprojekt unterzeichneten Dr. Michael Angrick (links, NVB) und Mike Ruppelt (Büter). Foto: privat

Die NVB stellen den Primärenergiefaktor durch eine Beimischung von Biomethan beim Betrieb der Blockheizkraftwerke und der Gas-Brennwertkessel sicher. Laut der Kooperationspartner müssen sich die Mieter und Eigentümer im neuen Quartier keine Gedanken über die CO2-Steuer oder andere energiepolitische Veränderungen machen. Durch dieses Heizungssystem und bautechnische Gegebenheiten erreichen alle Gebäude den KfW-40-Standard. Beim Betrieb der Blockheizkraftwerke entsteht zudem elektrische Energie, die ins öffentliche Stromversorgungsnetz eingespeist wird.

Mit Blick auf die wachsende E-Mobilität planen die NVB die Ausstattung des Gebietes mit zusätzlichen Leitungen, die den Bau von Anschlussboxen, sogenannten Wall-Boxen, für jede Wohneinheit ermöglichen. Jan-Hermann Hans, technischer Leiter der NVB, erklärt, dass dies für die Einfamilien-, Doppel- und Reihenhäuser sofort möglich ist. Die Bewohner der Mietwohnungen können sich individuell entscheiden, ob sie nachträglich eine Wall-Box in ihren Carports installieren. Leitungstechnisch sind die Möglichkeiten vorhanden. Die NVB setzen, so Hans, auf bewährtes Leitungsmaterial. Der zusätzliche Einbau der Kabel für die E-Mobilität bietet mehr Flexibilität bei der Störungsbeseitigung. Außerdem wird das Neubaugebiet mit Glasfaser in Zusammenarbeit mit der Grafschafter Breitband versorgt (schneller digitaler Datentransport dank 5G-Technologie). „Letztendlich“, sagt Jan-Hermann Hans, „entscheidet der Kunde, wie viel Daten-Kapazität er nutzen will.“