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11.03.2022, 08:30 Uhr / Lesedauer: ca. 2min

„Villa Laura“ neuer Hingucker in Bad Bentheims Bahnhofstraße

Freuen sich über die restaurierte alte Villa in der Bahnhofstraße (von rechts): Bürgermeister Volker Pannen, Investor Hayk Avetisyan und Erster Stadtrat Heinz-Gerd Jürriens. Foto: Schönrock

Freuen sich über die restaurierte alte Villa in der Bahnhofstraße (von rechts): Bürgermeister Volker Pannen, Investor Hayk Avetisyan und Erster Stadtrat Heinz-Gerd Jürriens. Foto: Schönrock

Bad Bentheim Nach dem ehemaligen Kaiserhof ist jetzt eine weitere stattliche Immobilie an der Ostseite der Bahnhofstraße eingangs der Stadt Bad Bentheim aus dem Dornröschenschlaf erwacht. Dabei handelt es um die alte Villa an der Einfahrt zur Hetlage. Der bekannte Nordhorner Hayk Avetisyan hat das mindestens 120 Jahre alte Gebäude von Grund auf restauriert. Die Gesamtkosten für das Projekt betragen mehr als eine Million Euro. In der Villa – der Privatinvestor hat das Objekt seiner Nichte Laura gewidmet – befinden sich sieben Wohnungen beziehungsweise Apartments in vier Geschossen.

Alt und Neu gehen an vielen Stellen eine Verbindung ein, so beispielsweise in einer Küche. Foto: Zeiser

Alt und Neu gehen an vielen Stellen eine Verbindung ein, so beispielsweise in einer Küche. Foto: Zeiser

2019 hat der Nordhorner das Haus mit seinen markanten Fachwerkgiebeln, der aufwendigen Dachkonstruktion und den Erkern erworben. Ein Industrieller soll die Villa Ende des 19. Jahrhunderts für seine Gattin errichtet haben. Über Jahrzehnte ist sie als Bürogebäude genutzt worden. „Altes erhalten und daraus etwas Neues machen – das hat mich immer schon gereizt. Außerdem habe ich Respekt vor Architektur“, beschreibt Avetisyan, warum er die Sanierung in Angriff genommen hat. Ihm habe sie einfach Freude gemacht. „Als Renditeobjekt sehe ich das nicht“, fügt er hinzu.

Im Dezember 2020 begann die Modernisierung. „Die Hülle blieb, innen wurde alles erneuert. Dazu gehören auch alle Leitungen“, erzählt der Bauherr. Der Umbau erfolgte nach KfW-Standard85. Heimische Firmen erledigten die oftmals sehr anspruchsvollen Arbeiten. Das war beispielsweise bei der Fassadensanierung der Fall. So wurden etwa die Verblender mit Trockeneis gereinigt. Die Blecharbeiten erforderten spezielles handwerkliches Können.

Bei den Bad- und Kücheneinrichtungen wurde ebenso Wert auf beste Qualität gelegt wie bei den Bodenbelägen. Geheizt wird mittels Wärmepumpe. Die Holzdecken ließ der Investor mit Estrich neu aufbauen. Altes Holzständerwerk im Innern wurde überarbeitet und nicht verkleidet. Die frei stehenden alten Balken gestalten die Räume quasi mit. Sie verbreiten ihren antiken Charme ebenso wie dekorative alte Türen und die alte Holztreppe. Alt und Neu gehen an vielen Stellen im Haus eine Verbindung ein.

Altes Holzständerwerk wurde überarbeitet und nicht verkleidet. Foto: Zeiser

Altes Holzständerwerk wurde überarbeitet und nicht verkleidet. Foto: Zeiser

500 Quadratmeter umfasst die Nutzfläche der Villa. Die Wohnungen beziehungsweise Apartments sind 35 bis 75 Quadratmeter groß. Der Investor hat sie nach den „starken Frauen“ in seiner Familie benannt. Zum Loft gehört eine Dachterrasse, wo der freie Blick auf Schlosspark und Burg genossen werden kann.

Hayk Avetisyan ist froh, ein mit vielen Anforderungen und Auflagen verbundenes, schwieriges Projekt gemeistert zu haben. Als „Konzeptgeber und Gestalter“ will er sich weiter mit solchen Projekten beschäftigen.

Die alte Holztreppe ließ Hayk Avetisyan überarbeiten. Foto: Zeiser

Die alte Holztreppe ließ Hayk Avetisyan überarbeiten. Foto: Zeiser