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20.10.2018, 04:00 Uhr

Vier Jahrzehnte im Dienst am Menschen

Mit einem großen Festakt im Hotel Rammelkamp in Klausheide wurde am Freitag das 40-jährige Bestehen der 1978 in Schüttorf gegründeten gemeinnützigen Bürgerhilfe Nordhorn begangen.

Vier Jahrzehnte im Dienst am Menschen

Anlass zum Anstoßen: Am Freitag feierten die Verantwortlichen der Bürgerhilfe Nordhorn im Hotel Rammelkamp mit rund 200 geladenen Gästen ihr 40-jähriges Bestehen. Foto: Müller

Nordhorn Rückblick auf die Anfänge: Die Wegbegründer der Bürgerhilfe haben es sich zum Ziel gesetzt, älteren Menschen und Menschen, die mit einer Behinderung leben müssen, in schwierigen Lebenslagen Sicherheit, Geborgenheit und Unterstützung zu geben. So lautet der 1978 formulierte Vereinszweck: „Hilfe und Betreuung von älteren Menschen, Förderung von Kontakten zwischen älteren Menschen, Beratung und Betreuung von Behinderten, Betreuung von Kindern und Jugendlichen und anderen Gruppen sozial Benachteiligter.“

1979 wird die Bürgerhilfe zudem rechtswirksam ins Vereinsregister beim Amtsgericht Nordhorn eingetragen und findet eine erste Heimstätte am Kanzlerweg 3 in Schüttorf. Gründungsmitglieder sind 1978 Willi Goerke, der gleichzeitig zum 1. Vorsitzenden gewählt wird, Inge Stein, Grete Immink (stellvertretende Vorsitzende), Hannelore Kraitczek und Georg Kotmann (Geschäftsführer). Letzterer repräsentiert wie kein anderer den neuen gemeinnützigen Verein: Durch Kotmann wird die Bürgerhilfe in der Grafschaft und auch überregional schnell ein Begriff.

Erste Tätigkeitsbereiche sind die Unterstützung vietnamesischer Flüchtlinge und Aussiedler sowie die Einrichtung einer Schülerhilfe. Später kommen die Kleiderkammer, die Seniorenbetreuung und die ambulante Pflege hinzu. In Nordhorn wird in der Karlstraße 15 eine Anlaufstelle geschaffen.

1984 übernimmt Johannes Kriese für zwei Jahre den Posten des 1. Vorsitzenden, bevor er 1986 von Artur Kretzmer abgelöst wird. Im gleichen Jahr errichtet Henni Bonke den ambulanten Pflegedienst, während Gisela Koers zur ersten Einsatzleiterin der ambulanten Pflege ernannt wird. Das Jahr 1986 bringt weitreichende Veränderungen und Verbesserungen im Portfolio der Bürgerhilfe: In Nordhorn wird an der Veldhauser Straße 52 in Nordhorn eine Geschäftsstelle eröffnet. Gleichzeitig hebt die Bürgerhilfe weitere Angebote aus der Taufe, wie zum Beispiel Hauswirtschaftliche Versorgung oder Einkaufsdienste. Mit der Schaffung einer Seniorentagesstätte und einer Kleiderkammer sowie der Durchführung von Seniorenfahrten steigert sich die Attraktivität der Bürgerhilfe noch einmal erheblich.

1987 übernimmt Willi Goerke wieder die Geschicke des 1. Vorsitzenden der Bürgerhilfe. In dieses Jahr fällt auch die Erweiterung des Betreuungsangebotes mit ambulanter Betreuung, Besuchs- Einkaufs- und Mahlzeitendiensten, die Einrichtung einer Gemeindepflegestation sowie Begleitung und Betreuung von Aussiedlern aus Polen – gepaart mit entsprechenden Sprachkursen. 1988 blicken die Bürgerhilfe-Macher bereits auf zehn Jahre erfolgreiche Arbeit zurück: Mit 100 Mitarbeitern und 40 Zivildienstleistenden im Mobilen Sozialen Hilfsdienst (MSHD) und in der Individuellen Schwerstbehinderten-Betreuung (ISB) kann immer mehr betroffenen und bedürftigen Menschen gedient werden.

Mit Hans Fierdag hat die Bürgerhilfe 1988 einen neuen Vorstandsvorsitzenden in ihren Reihen. Personell geht es 1990 mit dem Antritt von Hendrik Wegener als 1. Vorsitzendem weiter, während zwei Jahre später Ursula Kasprzyk die Pflegedienstleitung übernimmt. Im gleichen Jahr kehrt die Bürgerhilfe wieder in ihre einige Jahre zuvor verlassenen Büroräume am Kanzlerweg 3 in Schüttorf zurück.

1992 ist Elsbeth Hoolt neue 1. Vorsitzende der Bürgerhilfe, zwei Jahre später wird die Mitgliedschaft im bad e.V. erfolgreich beantragt. Meilenstein ist 1997 die Eröffnung des Hauses „Wassergarten“ in Nordhorn. In den Jahren 1998 und 1999 folgen zwei weitere Neubauten im Bereich Neuland in Nordhorn. Für Bürgerhilfe-Geschäftsführer Georg Kotmann bedeuten diese Bauprojekte die erfolgreiche Umsetzung der Idee, Menschen im Alter ein würdevolles Leben und Wohnen zu ermöglichen.

Georg Kotmann: „Die Bürgerhilfe Nordhorn hat es sich zum Ziel gesetzt, älteren Menschen und Menschen, die mit einer Behinderung leben müssen, in schwierigen Lebenslagen Sicherheit, Geborgenheit und Unterstützung zu geben.“

Unterstützung erfährt Georg Kotmann durch seinen Sohn Bodo, der 1999 in die Geschäftsführung des gemeinnützigen Vereins einsteigt. Weitere anspruchsvolle Bauprojekte der Bürgerhilfe werden zum einen im Jahr 2000 mit der Seniorenwohnanlage „Händelstraße“ in Nordhorn realisiert, in Schüttorf eröffnet 2001 die neue Seniorenwohnanlage „Zur Bleiche“, die auch Domizil für das Bürgerhilfe-Büro sowie die Tagesstätte wird. Im selben Jahr übernimmt Maria Karkoska die Pflegedienstleitung der Bürgerhilfe Nordhorn. 2004: Die Zentralverwaltung aller Bürgerhilfe-Einrichtungen im Landesverband Niedersachsen wird nach Meppen verlegt. Im gesamten Bundesland ist die Bürgerhilfe mittlerweile mit Seniorenwohnanlagen und Betreuungseinrichtungen vertreten – selbst auf der Nordseeinsel Langeoog. Die Eröffnung des Alten- und Pflegeheims „Neuland“ in Nordhorn ist 2004 ein weiterer markanter Punkt in der Geschichte der Bürgerhilfe.

In Nordhorn werden in den Folgejahren weitere Bauvorhaben in die Tat umgesetzt, wie die Wohnanlagen “Hotel Möllers“ und „Vennweg“. In Schüttorf ist es das Projekt „Fabrikstraße“, welches auf große Resonanz bei älteren Mitbürgern stößt. 2012 wird die Grafschafter Kreisstadt zum zentralen Sitz der Bürgerhilfe-Einrichtungen: In der Bernhard-Niehues-Straße 28–30 werden nun sämtliche administrative Angelegenheiten geregelt beziehungsweise durchgeführt. Hier erhält Bodo Kotmann mit Christina Heesmann 2017 tatkräftige Unterstützung in der Geschäftsführung und Verwaltung.

Die Bürgerhilfe Nordhorn hat 40 Jahre nach ihrer Gründung Betreutes Wohnen im Alter, Ambulante Pflege, Stationäre Pflege, Kurzzeitpflege, Verhinderungspflege und einen Mobilen Sozialen Hilfsdienst (MSHD), Hauswirtschaftliche Versorgung und weitere soziale Betreuungsangebote in ihrem weit gefächerten Programm. Weitere Informationen auf www.buergerhilfe.org.

Vier Jahrzehnte im Dienst am Menschen

Georg Kotmann, Vorstandsmitglied und langjähriger Geschäftsführer der Bürgerhilfe Nordhorn, nimmt gestern zahlreiche Glückwünsche zum 40-jährigen Bestehen des gemeinnützigen Nordhorner Vereins entgegen. Foto: Müller

Vier Jahrzehnte im Dienst am Menschen

Vorstandsmitglied Elsbeth Holt (links) und das Geschäftsführer-Duo der Bürgerhilfe Nordhorn, Bodo Kotmann und Christina Heesmann stellen den Festgästen im Hotel Rammelkamp die Arbeit der Bürgerhilfe vor. Foto: Müller

Vier Jahrzehnte im Dienst am Menschen

Kreisrat Uwe Fietzek bescheinigt der Bürgerhilfe, ein „traumhaftes“ Ergebnis erreicht zu haben.Foto: Müller

Vier Jahrzehnte im Dienst am Menschen

Bürgermeister Thomas Berling zeigt sich beeindruckt von der Atrium-Bauweise der Senioren-Wohnanlagen. Foto: Müller

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