Grafschafter Nachrichten
07.09.2019

Küchen Ekelhoff: Ein florierendes Unternehmen expandiert

Küchen Ekelhoff: Ein florierendes Unternehmen expandiert

Die Animation zeigt den geplanten Neubau der Firma an der Bentheimer Straße mit dem erweiterten Lager, neuen Werkstätten und Büroräumen. Animation: Potger und Weerning

Firma investiert in ein neues Service- und Logistikzentrum an der Bentheimer Straße in Nordhorn

Wenn ein Unternehmen an seine Grenzen stößt, dann hilft nur eine Expansion im großen Stil weiter. In dieser Situation befindlich hat die Firma Ekelhoff sich entschlossen, an der Bentheimer Straße, angrenzend an das Küchenland, ein großes Service- und Logistikzentrum auf einem 15.500 Quadratmeter großen Grundstück zu bauen. Das Gebäude selbst hat eine Nutzfläche von 5700 Quadratmetern. Die Kapazitäten des bestehenden Lagers an der Max Planck-Straße reichen einfach nicht mehr aus. Die Investitionssumme liegt bei fünf Millionen Euro.

Die Erfolgsgeschichte der vergangenen Jahre hat diesen Schritt erforderlich gemacht. Wie Firmenchef Hans Ekelhoff, der sei 21012 das Traditionsunternehmen in der vierten Generation führt, erklärt, führe der nach wie vor anhaltende Bauboom zu einer verstärkten Nachfrage nach Küchen. Nicht zu unterschätzen seien das anhaltende starke Interesse an dem Thema „Kochen“, nicht zuletzt durch die Koch-Shows im Fernsehen und das wachsende Bewusstsein für das Thema Ernährung. Beide Faktoren führten dazu, dass wieder verstärkt zuhause gekocht werde. Hinzu komme das Interesse an energiesparenden Haushaltsgeräten. Oft würden dann nicht nur die Geräte, sondern gleich die ganze Küche ausgetauscht.

Der Name Ekelhoff steht regional, aber auch bundesweit und international für hochwertige Küchen. „Wir liefern Standardküchen und Küchen auch außerhalb des Standards. Ich sage manchmal: Wir sind der AMG für die Küchenindustrie“, sagt Hans Ekelhoff. Will heißen: Wie der Mercedes-Tuner verfeinert Ekelhoff ein Spitzenprodukt zum individuellen Topprodukt ganz nach den Wünschen der Kunden. Da wird die normale Küche umgearbeitet, erhält eine besondere Raffinesse beispielsweise durch besondere Fronten. Ekelhoff Küchen ist ein Unternehmen, das zukunftsorientiert ausgerichtet ist. Dazu gehört auch die Ausbildung junger Leute. In vier Bereichen Buchhaltung, Verkauf, Logistik und Montage sind derzeit insgesamt acht Auszubildende beschäftigt.

Um den eigenen Anspruch an Innovation, Kompetenz und neueste Technik gerecht zu werden, war dieser nächste Schritt in der Firmengeschichte erforderlich. In den Neubau ziehen neben den Werkstätten auch die Disposition und Verkaufs- und Außendienstpersonal. Und in der Steinwerkstatt werden die Arbeitsplatte bearbeitet. Selbstverständlich benötigen auch die Elektriker ihren Platz. Bei derzeit bis zu 60 hochwertigen Küchen, die pro Woche ausgeliefert werden, sind die Lagerkapazitäten, auch bei dem praktizierten Just-in-time-Verfahren nicht mehr ausreichend. Rund 90 Mitarbeiter werden nach der Fertigstellung dort ihren Arbeitsplatz haben.

Der Entwurf zu dem Neubau stammt von dem Architekturbüro Potgeter und Werning aus Nordhorn. Das Büro hatte schon den Entwurf für das bestehende Gebäude gemacht, entsprechend sollen die Fronten eine gestalterische Einheit bieten. „Es wird auch optisch ein ansprechendes Gebäude“, zeigt sich Hans Ekelhoff vom Entwurf überzeugt.

Hans Ekelhoff ist froh, dass es gelungen ist, einen Standort in unmittelbarer Nähe zum Küchenland an der Bentheimer Straße für das neue Service- und Logistikzentrum gefunden zu haben. Für die entsprechende Unterstützung und die gute Zusammenarbeit mit der Wirtschaftsförderung und der Stadt Nordhorn ist er sehr dankbar. „Das spart uns einfach viele Wege und damit Zeit und auch Geld“, betont Hans Ekelhoff.

In den kommenden dreieinhalb Wochen erfolgt nach den vorbereitenden Arbeiten die Montage der Stahlbetonfertigteile, wie Architekt Wilhelm Werning erklärt. Die Installation der Bauteile muss passgenau erfolgen, wobei „Zahn für Zahn“ ineinandergreifen.

Die Dachkonstruktion besteht aus Industrie und Trapezdächern. Die Fassadenelemente sind anthrazitfarben und ebenfalls industriell vorgefertigt. Zur Bentheimer Straße hin werden die Lieferfahrzeuge mit den fertigen Küchen beladen, während die Anlieferung über sechs Rampen an der Gebäudeseite, die zur Umgehungsstraße hin gelegen ist, erfolgt. Im Innenbereich ist ein zweigeschossiger Werkstatt- und Lagerbereich.

Zur Bentheimer Straße hin erfolgt auch der Eingang in den Büro- und Sozialtrakt, der ebenfalls zweigeschossig angelegt ist. Mit der Fotovoltaikanlage soll, so Werner Werning, ein sinnvolles Energiekonzept gefahren werden. Die Anlage sollte den Eigenbedarf decken. Das Bürogebäude wird mit Wärmepumpentechnik beheizt. Auch für das bestehende Gebäude gibt es Überlegungen zum Einbau einer Fotovoltaikanlage zur Deckung des eigenen Strombedarfs.

Mit der Fertigstellung des neuen Service- und Logistikzentrums und mit dem Einzug rechnet Inhaber Hans Ekelhoff im späten Frühjahr 2020.

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