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04.11.2019, 09:55 Uhr

Ganz im Zeichen Grafschafter Existenzgründer

Das TOPstart-Existenzgründungs-Netzwerk Grafschaft Bentheim beteiligt sich in diesem Jahr bereits zum zehnten Mal als Partner an der Gründerwoche Deutschland.

Ganz im Zeichen Grafschafter Existenzgründer

Grafschafter Wirtschaftsförderer: TOPstart-Koordinator Andreas Kremer mit den neuen TOPstart-Flyern vor dem NINO-Hochbau in Nordhorn. Foto: R. Müller

Nordhorn Vom 18. bis 24. November organisiert das TOPstart-Existenzgründernetzwerk Grafschaft Bentheim erneut eine Vielzahl von gründungsrelevanten Veranstaltungen. Eine Woche lang können sich im November Jungunternehmen und Gründungsinteressierte im Rahmen von Einzelgesprächen, Diskussionsrunden und anderen Veranstaltungen über Chancen und Möglichkeiten der Existenzgründung informieren, eigene Geschäftsideen entwickeln und ihr Netzwerk erweitern. Veranstalter der verschiedenen Angebote sind die Kreishandwerkerschaft, die Industrie- und Handelskammer, die NBank, die Agentur für Arbeit, die Koordinierungsstelle Frauen und Wirtschaft und die Wirtschaftsförderung des Landkreises Grafschaft Bentheim. Die Grafschafter Gründerwoche bietet umfangreiche Hinweise und Empfehlungen aus den verschiedenen Bereichen einer Existenzgründung an. Neben der allgemeinen Existenzgründungs- und Nachfolgeberatung werden auch Beratungen zur Finanzierung angeboten. Darüber hinaus bietet die Volkshochschule eine zweitägige Veranstaltung zum Thema „Social Media für Handwerker, Freiberufler und kleine Betriebe“ an.

Die Einzelberatungen können je nach Branche entweder von der Wirtschaftsförderung, der IHK, dem Grafschafter TechnologieZentrum, der Koordinierungsstelle oder der Kreishandwerkerschaft Grafschaft Bentheim durchgeführt werden. Mit Spannung wird im Rahmen der Gründerwoche der Gründer- und Unternehmerstammtisch mit Jens Hartert, Media-Verkaufsleiter bei den Grafschafter Nachrichten, und Gravin Schröder von der Investitions- und Förderbank Niedersachsen(NBank), erwartet. Jens Hartert stellt das Thema „Werbung für Start-ups – Mit wenig Budget viel schaffen“ vor. Anschließend wird Gravin Schröder neue Förderprogramme des Landes vorstellen, die ganz besonders für Existenzgründer von großem Interesse sein könnten. Das TOPstart-Existenzgründungs-Netzwerk Grafschaft Bentheim lädt zu diesen kostenlosen Vorträgen in den Raum „NINO“ im Kompetenzzentrum, ein. Verbindliche Anmeldungen zu der kostenlosen Veranstaltung werden bis zum 18. November unter Telefon 05921 96-2300 oder per E-Mail an wifoe@grafschaft.de erbeten. Die Veranstaltungen, die in der Grafschaft während der Gründerwoche angeboten werden, wurden von TOPstart – dem Existenzgründungs-Netzwerk – erneut in einem übersichtlichen Flyer aufbereitet. Dieser steht auf der Webseite der Wirtschaftsförderung zur Verfügung und kann kostenfrei auch per E-Mail an wifoe@grafschaft.de sowie unter Telefon 05921 96-2300 angefordert werden. Zu den Veranstaltungen ist eine Anmeldung oder Terminabsprache notwendig.

Rückenwind für Start-ups

„Ein kräftiger Wind weht derzeit durch die Grafschafter Gründerszene“, sagt Andreas Kremer, Mitarbeiter der Wirtschaftsförderung des Landkreises und gleichzeitig Koordinator des TOPstart-Existenzgründer-Netzwerks in der Grafschaft Bentheim. Kremer freut sich über drei neue und sehr konkrete Hilfestellungen, die Existenzgründer aktuell in seinem Zuständigkeitsbereich in Anspruch nehmen können.

Gleich mit zwei neuen Förderprogrammen wartet das Land Niedersachsen, vertreten durch die Niedersächsische Investitions- und Förderbank (NBank), auf. So können mit dem sogenannten Gründungsstipendium Start-up-Gründungen mit innovativen, digitalen und wissensorientierten Geschäftsideen ein achtmonatiges Stipendium in der Preseed- und Seedphase erhalten.

Das Unternehmen darf bei Antragstellung noch nicht gegründet sein. Die Höhe des Stipendiums beträgt 2000 Euro pro Monat für Stipendiaten mit Berufsabschluss beziehungsweise 1000 Euro pro Monat für Studierende. Die Auswahlentscheidung für eine Förderung erfolgt auf der Grundlage eines Scoringmodells. Andreas Kremer erläutert: „Interessant ist, dass das Stipendium Ausgaben der Gründung ebenso abdeckt wie solche für den Lebensunterhalt der Existenzgründer.“

Eine wichtige Fördervoraussetzung sei die Begleitung der Gründung im Förderzeitraum durch eine entsprechende Einrichtung. Als eine solche sei die Grafschafter Technologiezentrum GmbH kürzlich von der zuständigen NBank als eine von insgesamt 20 Einrichtungen im Land Niedersachsen anerkannt worden. Damit könne die Begleitung des Gründungsvorhabens durch eine kompetente Einrichtung in der Grafschaft Bentheim erfolgen.

Kleine und mittelgroße Unternehmen (KMU) im Meister-Handwerk sind angesprochen, wenn es um die neue Gründungsprämie des Landes Niedersachsen geht. Diese können bei Existenzgründung oder Unternehmensnachfolge einen Zuschuss zur Schaffung eines unbefristeten, sozialversicherungspflichtigen Arbeitsplatzes erhalten. Die Förderung ist innerhalb eines Zeitraums von zwei Jahren nach der Existenzgründung möglich und umfasst einen Zuschuss von 10.000 Euro.

„Die Gründungsprämie schafft mit ihrer Zielstellung die wirtschaftliche Basis von KMU im Handwerk von Beginn an und nachhaltig zu stärken, einen richtigen und wichtigen Fördertatbestand“, ist sich Andreas Kremer sicher. Denn das Handwerk sei nach wie vor eine tragende Säule auch der Grafschafter Wirtschaft.

Die finanzielle Unterstützung ist eine wesentliche Komponente der Existenzgründung. Ein Schlüsselfaktor für eine erfolgreiche Gründung ist darüber hinaus eine wohldurchdachte Planung des Gründungsvorhabens. Hier setzt die interaktive Gründerplattform des Bundeswirtschaftsministeriums und der KfW an, zu der die Wirtschaftsförderung des Landkreises seit Kurzem auf ihren Webseiten eine Brücke baut.

Dazu Andreas Kremer: „Von der Idee über den Businessplan und der Finanzierung bis zur Umsetzung können Gründerinnen und Gründer auf der Plattform mithilfe von Online-Tools direkt an ihrer Gründung arbeiten. Tipps von Unternehmerinnen und Unternehmern, Kalkulationshilfen sowie das Feedback von Experten unterstützen sie dabei.“ Kremer zeigt sich dabei überzeugt von dem attraktiven Konzept der Gründerplattform, die das Ziel verfolge, mehr Menschen dazu zu bringen, „ihr Ding“ zu machen und damit erfolgreich sind. Die Gründerplattform werde öffentlich gefördert und sei von daher kostenlos.

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