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22.05.2020, 10:11 Uhr / Lesedauer: ca. 2min

Land fördert kleinere Kultureinrichtungen in der Region

Sechs Millionen Euro stellt das Landeskulturministerium zu Unterstützung kurzfristig zu Verfügung. Vereine und Einrichtungen können Anträge stellen, um Liquiditätsengpässe zu vermeiden.

Josef Grave, Geschäftsführer der Emsländischen Landschaft (hier bei der Präsentation einer CD auf plattdeutsch) freut sich über die finanzielle Unterstützung des Landes. Archivfoto: Diek-Münchow

Josef Grave, Geschäftsführer der Emsländischen Landschaft (hier bei der Präsentation einer CD auf plattdeutsch) freut sich über die finanzielle Unterstützung des Landes. Archivfoto: Diek-Münchow

Die Diskussionen um die Unterstützung von Kulturvereinen und -einrichtungen, die unverschuldet durch Covid 19 in Not geraten sind, hat längst den ländlichen Raum erreicht. Auch im Emsland und in der Grafschaft sind eine Reihe kleinerer haupt- und ehrenamtlicher Vereinigungen existenziell betroffen. Erfreuliches teilt in dieser Situation nun Landschaftspräsident Hermann Bröring aus den Gesprächen mit, die die Emsländische Landschaft mit dem Ministerium für Wissenschaft und Kultur (MWK) geführt hat. Die Quintessenz lautet: Die Kulturvereine im ländlichen Raum werden nicht vergessen. Sechs Millionen Euro stellt das MWK nun für ein Corona-Sonderprogramm für Kulturvereine und Kultureinrichtungen zur Verfügung, die durch Covid 19 in Liquiditätsengpässe geraten sind. In die Verantwortung der Emsländischen Landschaft werden die Antragsverfahren aus den Landkreisen Emsland und Grafschaft Bentheim gelegt, die auf Bewilligung einer Fördersumme von bis zu 8000 Euro gestellt werden. Größere Anträge mit einer Summe von mehr als 8000 Euro bearbeitet das Niedersächsische Ministerium für Wissenschaft und Kultur.

„Das ist ein starkes Signal des Ministeriums, auf das wir für alle niedersächsischen Landschaften und Landschaftsverbänden in den letzten Wochen hingearbeitet haben“, erläutert Landschaftspräsident Hermann Bröring, der seit Februar 2020 auch Sprecher der Arbeitsgemeinschaft der Landschaften und Landschaftsverbände in Niedersachsen ist. „Wir sind zuversichtlich, dass wir als Kenner der Region mit diesem Geld viel Gutes im Emsland und in der Grafschaft bewirken. Auch im ländlichen Raum gibt es eine ganze Reihe ehren- und hauptamtlicher Kultureinrichtungen, die durch Corona in völlig unerwartete Turbulenzen gestürzt wurden.“ Mit den Leistungen sollen die aus der Covid 19-Pandemie herzuleitenden wirtschaftlichen Folgen (zum Beispiel Stornokosten, Einnahmeausfälle) und die unvermeidlichen Zahlungsverpflichtungen (unter anderem für Mieten, Betriebskosten) gemildert werden.

Die Emsländische Landschaft wird sich bemühen, den in ihrer Existenz bedrohten Einrichtungen und Vereinen möglichst kurzfristig zu helfen. Eine eigens eingerichtete Arbeitsgruppe wird sich in kurzen Zeitabständen treffen, um zu entscheiden. Der Abschluss eines Fördervertrages und die sich daran anschließende Auszahlung der Mittel werden danach umgehend in die Wege geleitet. Das Corona-Sonderprogramm wird voraussichtlich am Mittwoch dieser Woche freigeschaltet. Informationen und Antragsvordrucke sind dann abrufbar auf der Homepage der Emsländischen Landschaft und des MWK Niedersachsen.

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