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05.09.2019, 15:12 Uhr / Lesedauer: ca. 2min

Zwei Jugendliche am Bahnhof Osnabrück verprügelt

Zwei Jugendliche sind am Bahnhof Osnabrück von einer größeren Gruppe verprügelt worden. Laut Pressebericht sollen die Jugendlichen ohne Vorwarnung geohrfeigt und mehrfach mit der Faust ins Gesicht geschlagen worden sein. Jetzt werden Zeugen gesucht.

Die Bundespolizei sucht Zeugen, die Angaben zu den Tätern machen können. Symbolfoto: Konjer

Die Bundespolizei sucht Zeugen, die Angaben zu den Tätern machen können. Symbolfoto: Konjer

Osnabrück Zwei Jugendliche im Alter von 14 und 15 Jahren sind Dienstagabend am Bahnhof Osnabrück offenbar grundlos verprügelt worden. Das berichtet die Bundespolizei am Donnerstag. Es war gegen 20.10 Uhr in einer abfahrbereiten Eurobahn an Gleis 12, die in Richtung Rheine fahren sollte. „Nach bisherigen Erkenntnissen der Bundespolizei bemerkten die vier jungen Leute, dass sie von einer Gruppe Jugendlicher auf dem Bahnsteig gemustert wurden. Zunächst suchte die Gruppe den ununterbrochenen Augenkontakt. Dann zeigten sie den gestreckten Mittelfinger und provozierten mit lauten Rufen, die aber nicht verstanden wurden. Als der 14- und der 15-Jährige zur Zugtür gingen um die Gruppe aufzufordern damit aufzuhören, bestürmte die Gruppe die Beiden ohne Vorwarnung und ging auf sie los. Beide Jungen wurden geohrfeigt und mehrfach mit der Faust ins Gesicht geschlagen. Dem 14-Jährigen wurde außerdem das Knie ins Gesicht gestoßen“, berichtet die Bundespolizei.

Die Angreifer flüchteten und ließen ihre Opfer verletzt zurück. Bis zum Eintreffen in Rheine wurden die beiden blutenden Jungen durch einen Mitreisenden und der Zugbegleiterin versorgt. In Rheine wurden sie bereits von einer Polizeistreife erwartet und durch den Rettungsdienst zur medizinischen Behandlung ins Krankenhaus gebracht. „Bei dem 15-Jährigen wurde später ein Nasenbeinbruch festgestellt“, berichtet die Bundespolizei.

Trotz sofort eingeleiteter Suche der Landes- und Bundespolizei im Umfeld des Hauptbahnhofes konnten die Täter nicht mehr angetroffen werden. „Von den Angreifern ist bislang nur bekannt, dass sie scheinbar zwischen 16 und 20 Jahre alt und von großer und schlanker Statur waren. Außerdem hatten sie eine helle Hautfarbe und sollen mit einem osteuropäischen Akzent gesprochen haben“, heißt es in der Pressemitteilung.

Die Bundespolizei hat die Ermittlungen aufgenommen und die Auswertung der Videoaufzeichnung aus dem Zug veranlasst. Wer die Angreifer in dem Zug gesehen hat und etwas zur Aufklärung der Straftat beitragen kann, wird gebeten sich mit der Dienststelle der Bundespolizei in Osnabrück unter der Telefonnummer 0541 331280 in Verbindung zu setzen.

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