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29.07.2019, 16:52 Uhr

Uni Osnabrück möchte Bürger beim Gewässerschutz einbinden

Zum ersten Mal haben Bürger aus dem Weser-Ems-Gebiet die Möglichkeit, aktiv an einem Forschungsprojekt zum Gewässerschutz der Universitäten Osnabrück und Oldenburg teilzunehmen.

Uni Osnabrück möchte Bürger beim Gewässerschutz einbinden

Den Schutz der Gewässer haben sich die Universitäten Osnabrück und Oldenburg auf die Fahnen geschrieben. Symbolfoto: Harry Melchert dpa/lsw

Osnabrück Das von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt inhaltlich und finanziell geförderte Projekt „Schüler und Bürger forschen zusammen mit Wissenschaftlern zum Thema Stickstoffbelastung von Gewässern“ bietet Interessierten die Möglichkeit, sich für die nachhaltige Wassernutzung einzusetzen. Ab sofort können sich Bürger unter www.nitrat.uos.de für das Nitrat-Monitoring anmelden. Wie die Universität mitteilte, können alle Bürger aus den Landkreisen Osnabrück (Nord), Cloppenburg, Vechta und Emsland sowie aus der Stadt Osnabrück an dem Monitoring teilnehmen.

Nach der Anmeldung erhalten sie kostenlos von den Universitäten in Osnabrück und Oldenburg alle Materialien zur Messung der Nitrat-Konzentration in einem beliebigen Gewässer in ihrer Region.

Das Nitrat-Monitoring läuft über einen Zeitraum von anderthalb Jahren (September 2019 bis Februar 2021), wobei die einzelnen Messungen etwa zweiwöchentlich stattfinden.

Die Messung ist ganz einfach: Sie erfolgt in der Regel über Nitrat-Teststäbchen, welche für einige Sekunden in eine Gewässerprobe gehalten werden. Anschließend wird die Farbe eines Testfeldes mit einer Farbskala verglichen und die entsprechende Nitratkonzentration einfach abgelesen und in einer App hochgeladen.

Begleitet werden die Teilnehmer über den gesamten Zeitraum von sogenannten Forschungspaten, von Schülern aus ihrer Region, welche ein Seminarfach rund um das Thema Nitrat belegen und sie bei Fragen zum Nitrat-Monitoring unterstützen können.

Fragen zur Anmeldung oder zum allgemeinen Ablauf des Nitrat-Monitorings beantwortet die wissenschaftliche Mitarbeiterin Frauke Brockhage unter frauke.brockhage@uos.de

Zwischenergebnisse und Ergebnisse des Nitrat-Monitorings werden regelmäßig als Wanderausstellung an den Regionalen Umweltzentren in der Region ausgestellt – hier wird vor Beginn des Nitrat-Monitorings auch eine offizielle Eröffnungsveranstaltung stattfinden.

„Das Projekt an den Universitäten Osnabrück und Oldenburg ist entstanden, weil insbesondere im Weser-Ems-Land und im nördlichen Osnabrücker Land das Thema Nitratbelastung in der gesellschaftlichen und politischen Diskussion einen immer größer werdenden Stellenwert einnimmt“, erläuterte unlängst der Chemiedidaktiker an der Universität Osnabrück, Prof. Dr. Marco Beeken, die Hintergründe des Monitorings. Seit Jahren werde von steigenden Nitratbelastungen in den Medien und der Politik berichtet. Aber dennoch finde trotz des hohen Interesses seitens der Bürger keine angemessene Information statt.

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