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19.08.2020, 13:17 Uhr / Lesedauer: ca. 3min

Uni Osnabrück: Erfolgreich studieren in Corona-Zeiten

Mit einer Mischung aus präsentem und digitalem Studium soll das Studium an der Universität Osnabrück unter Corona-Bedingungen gelingen. Symbolfoto: dpa

Mit einer Mischung aus präsentem und digitalem Studium soll das Studium an der Universität Osnabrück unter Corona-Bedingungen gelingen. Symbolfoto: dpa

Osnabrück In den Veranstaltungen des Wintersemesters, die Mitte Oktober an der Universität Osnabrück beginnen, sollen unter dem Oberbegriff „Hybride Lehre“ neue Mischformen von präsenter und digitaler Lehre eingeführt werden. Ziel ist es, einerseits sicheren Infektionsschutz zu gewährleisten, andererseits aber möglichst vielen Studenten Platz im Hörsaal zur Verfügung zu stellen – vor allem den Erstsemestern. „In einem Ferien-Examenskursus des Fachbereichs Rechtswissenschaften fand kürzlich ein erster erfolgreicher Probelauf statt. Und auch die Biologie hat bereits im Sommersemester mit Labor- und Freilandpraktika entsprechende Erfahrungen gesammelt. Beide Testläufe zeigen exemplarisch für die gesamte Universität: Der Studienverlauf unter Corona-Bedingungen ist anders – kann aber gelingen“, erklärt Universitätspräsidentin Prof. Dr. Susanne Menzel-Riedl.

„Es zeigt sich bereits, dass die Umstellung auf die ,Hybride Lehre‘ uns als Universität zwar vor enorme Herausforderungen stellt, diese aber durch das unglaublich große Engagement der Mitarbeiter und unserer Studenten auf eindrucksvolle Weise gemeistert werden. So hoffen wir, unseren Erstsemestern gemäß unserem Kampagnenmotto ,Gut studieren und leben‘ einen gelungenen Start in diesen neuen Lebensabschnitt zu ermöglichen“, so Menzel-Riedl weiter. Dazu soll unter anderem auch das neue Mentoring-Programm „Oska“ beitragen. In dem Programm bekommen Erstsemesterstudenten aller Studienprogramme im Bachelor und Diplom für einen erfolgreichen Studieneinstieg sogenannte „Oskas“ zur Seite gestellt. Rund 500 fortgeschrittene Bachelor- oder Masterstudenten aller Fächer sollen als Mentoren ihre neuen Kommilitonen beim Studieneinstieg im „hybriden“ Wintersemester unterstützen. Sie sollen die Erstsemesterstudenten in die Infrastruktur der Universität Osnabrück einführen und für Fragen rund um das Studium und die Lehre im Wintersemester 2020/2021 zur Verfügung stehen.

Erfolgreicher Probedurchgang

Beim Probelauf am Fachbereich Rechtswissenschaften fanden sich neun Studierende von den gut 40 Teilnehmenden ein. Im Hörsaal an der Kolpingstraße waren die Plätze so markiert, dass der Mindestabstand eingehalten wurde. Vor und nach der Vorlesung wurden die Plätze desinfiziert, und am Eingang zum Gebäude fand eine Kontrolle statt. Die Studenten mussten sich vor der Vorlesung online anmelden. Eine Aufsichtsperson wies ihnen einen festen nummerierten Platz zu, sodass im Nachhinein noch festgestellt werden kann, wer wo gesessen hat. Bis zum Erreichen des Platzes im Hörsaal musste darüber hinaus eine Maske getragen werden.

Die anderen Studenten hatten die Möglichkeit, der Vorlesung, die auch aufgezeichnet wurde, von zu Hause oder ihrem Urlaubsort aus zu folgen. Die Vorlesung war als Workshop gestaltet, in dem die Studenten gemeinsam mit Professor Dr. Hans Schulte-Nölke Rechtsfälle lösten und so für ihr bald bevorstehendes Examen übten. Alle Rechtsfälle, die Lösungen und Stoff zum Nacharbeiten finden die Studenten im Internet auf der Lehrplattform der Universität. Dort können sie auch Fragen stellen, die Schulte-Nölke dann beantwortet und in der Vorlesung oder einer Videokonferenz bespricht.

Sicherheit geht vor

„Wir wollen, dass Sie auch in dieser besonderen Zeit optimal auf das Examen vorbereitet sind, damit sie wieder die besten Examensklausuren des Landes schreiben. Wir werden im kommenden Wintersemester möglichst vielen die Teilnahme im Hörsaal ermöglichen, besonders den Examenskandidaten, aber auch den Erstsemestern“, so Schulte-Nölke zu den Studenten. Für die Biologie, deren Lehre zu über 50 Prozent aus Praktika besteht, ergibt sich daraus eine Organisation von Laborpraktika in einem Schichtsystem mit festen, den einzelnen Studenten zugewiesenen Arbeitsplätzen unter besonderer Berücksichtigung der notwendigen Hygiene- und Abstandsregeln sowie der Laborsicherheit. „Das ist für alle Beteiligten eine große Herausforderung, die aber trotz der schwierigen Umstände eine adäquate Ausbildung garantieren soll. Für Geländepraktika und Tagesexkursionen wurde ein neues Konzept aus gelenktem Selbststudium und Projektarbeiten, in Kombination mit online Sprechstunden, entwickelt. So konnten über 140 Studierende ein Grundmodul in Ökologie absolvieren und es wurden über 270 Plätze in drei thematisch unterschiedlichen Exkursionen angeboten. Neben den Präsenzphasen wurden vor allem die Vorlesungen online bereitgestellt“, heißt es vonseiten der Universität.

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