Grafschafter Nachrichten
27.08.2018

Unbekannte werfen Steine auf Intercity-Züge

Unbekannte werfen Steine auf Intercity-Züge

Die Scheibe des Intercity-Zuges splitterte, wurde aber nicht ganz durchschlagen. Foto: Bundespolizei

Gleich zwei Mal warfen Unbekannte am vergangenen Wochenende Steine auf Intercity-Züge und beschädigten die Scheiben. Die Bundespolizei sucht nun Zeugen.

Osnabrück/Belm Mit einem lauten Knall splitterte Sonntagabend kurz vor dem Hauptbahnhof Osnabrück die Zugscheibe eines aus Richtung Bremen kommenden Intercity-Zuges. Eine Seitenscheibe des Bistro-Wagens wurde erheblich beschädigt. „Weil die Steine die Scheibe nicht durchschlugen, blieben die Reisenden unverletzt und kamen mit einem gehörigen Schreck davon“, berichtete ein Sprecher der Bundespolizei am Montag.

Verspätung wegen Reparatur der Scheibe

Der Nachtzug IC 209 von Kiel nach Basel befand sich zur Vorfallszeit gegen 21.37 Uhr im Bereich der Gemeinde Belm, als der Zug vermutlich mit Schottersteinen beworfen wurde. Die beschädigte Scheibe musste vor der Weiterfahrt im Hauptbahnhof Osnabrück von der Deutschen Bahn an der Innen- und Außenseite mit einer Folie abgeklebt werden. Dadurch verzögerte sich die Weiterfahrt des Zuges um 19 Minuten.

Vorfall am Freitag am gleichen Ort

Bereits am Freitagabend war es an der gleichen Örtlichkeit ebenfalls zu Steinwürfen auf den durchfahrenden Intercity 209 gekommen. Reisende hatten plötzlich einen lauten Knall gehört und das Zugpersonal informiert, dass eine Scheibe beschädigt wurde. „Auch hier wurde die Doppelglasscheibe zum Glück nicht durchschlagen“, teilte die Bundespolizei mit. „Die innere Scheibe wies keine Schäden auf.“

Reisende in dem Zug wurden nicht verletzt. Um eine Weiterfahrt des Zuges zu ermöglichen, musste aber die beschädigte Scheibe ausgetauscht werden. Einige Fahrgäste wechselten wegen der längeren Standzeit während der Reparatur auf andere Zugverbindungen.

Die Bundespolizei in Osnabrück hat die Ermittlungen zu beiden Ereignissen aufgenommen. Wer sachdienliche Beobachtungen gemacht hat, die scheinbar in Verbindung mit den Vorfällen stehen, wird gebeten sich unter der Telefonnummer 0541 331280 bei den Beamten zu melden.

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