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17.02.2020, 18:00 Uhr / Lesedauer: ca. 2min

Polizisten stellen drei Kilogramm Gold auf Parkplatz sicher

Ihr Erfolg währte nicht lang: Kurz nach ihrer Tat wurden in Osnabrück „falsche Polizisten“ auf einem Parkplatz gestellt. Im Gepäck hatten diese nicht nur eine ausgedachte Identität, sondern auch mehrere Goldbarren.

Mehrere Goldbarren stellt die Polizei bei „falschen Beamten“ in Osnabrück sicher. Foto: Polizei Osnabrück

Mehrere Goldbarren stellt die Polizei bei „falschen Beamten“ in Osnabrück sicher. Foto: Polizei Osnabrück

Osnabrück Gold im Wert von rund 150.000 Euro haben Polizeibeamte im Rahmen einer bundesweiten Fahndung nach „Falschen Polizeibeamten“ am vergangenen Mittwoch auf einem Parkplatz eines Osnabrücker Einkaufszentrums an der Bohmter Straße sicher gestellt. Wie es in einer gemeinsamen Pressemitteilung der Staatsanwaltschaft Düsseldorf und der Polizei im Rhein-Kreis Neuss am Montag hieß, soll das Gold aus einem Betrugsfall stammen, der sich nur wenige Stunden zuvor in Mettmann abgespielt hatte. Insgesamt wurden am Mittwoch vier Männer festgenommen, die im Verdacht stehen, im Dezember in Neuss und am vergangenen Mittwoch in Mettmann durch Betrügereien an Bargeld und Sparbücher gelangt zu sein. Die Staatsanwaltschaften Düsseldorf und Köln hatten bereits kurz nach den Taten Haftbefehle gegen drei Verdächtige beantragt wegen banden- und gewerbsmäßigen Betruges.

Mit Erfolg: Nur wenige Stunden nach dem Betrug in Mettmann, konnten zwei der Verdächtigen aus Köln (20 und 22 Jahre alt) sowie ein 27-jähriger Mann aus Bremen festgenommen werden. Das Trio befand sich zu diesem Zeitpunkt in Osnabrück in einem Auto auf dem Parkplatz eines Einkaufszentrums an der Bohmter Straße. Die Festnahme erfolgte durch die Fahndung der Polizei in Osnabrück. Im Wagen wurden drei Kilogramm Gold im Wert von circa 150.000 Euro aufgefunden und sichergestellt. Das Gold stammt nach ersten Erkenntnissen aus dem Mettmanner Betrug.

Der Geschädigte dieser Tat meldete sich in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag bei der Polizei in Mettmann und gab an, einer Betrugsmasche zum Opfer gefallen zu sein. So habe er Anrufe von zwei vermeintlichen Polizeibeamten erhalten, die ihn vor einer Einbrecherbande bewahren wollten und diesen schließlich Goldbarren aus seinem Bankschließfach ausgehändigt. Zweifel an der Echtheit der Polizisten seien dem Mann erst in einem späteren Gespräch mit seinem Enkel gekommen.

Im Anschluss an die Festnahmen in Osnabrück erfolgten Wohnungsdurchsuchungen bei weiteren mutmaßlichen Tätern in Bremen und Köln; ein 22-jähriger Kölner wurde festgenommen. Bei den Durchsuchungen stellten die Beamten umfangreiches Beweismaterial sicher, darunter Mobilfunkhandys und SIM-Karten und mehr als 30.000 Euro Bargeld.

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