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24.09.2019, 16:45 Uhr / Lesedauer: ca. 2min

Polizei Osnabrück sorgt mit neuen Teams für mehr Sicherheit

Rund 350 Straftaten aufgeklärt,13 international agierende Täterbanden zerschlagen und die Zahl der Wohnungseinbrüche um rund die Hälfte gesenkt: So lautet die Bilanz eines EU-Projektes, an der die Polizeidirektion Osnabrück teilgenommen hat.

Michael Zorn, Polizeivizepräsident Osnabrück zog nach drei Jahren Teilnahme eine Bilanz zum EU-Projekt. Foto: Polizei Osnabrück

Michael Zorn, Polizeivizepräsident Osnabrück zog nach drei Jahren Teilnahme eine Bilanz zum EU-Projekt. Foto: Polizei Osnabrück

Osnabrück Um kriminelle Netzwerke mobiler Einbrecherbanden im Dreiländereck Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen und Niederlande aufzudecken und zu zerschlagen, hatten die Osnabrücker Beamten im Oktober 2016 den Zuschlag für das auf drei Jahre ausgelegte Projekt und damit knapp 600.000 Euro Fördergelder erhalten und die „Zentrale Ermittlungsgruppe Wohnungseinbruchdiebstahl“ (ZEG WED) gegründet.

Das Ergebnis dieser Ermittlungsgruppe stellte Polizeivizepräsident Michael Zorn zusammen mit dem Leiter der ZEG WED, Jörg Bockstiegel, Jens Burrichter von der EU Agentur Europol sowie Dr. Alexander Retemeyer von der Staatsanwaltschaft Osnabrück nun vor. Wie Polizeipräsident Zorn bekannt gab, betrage der materielle Wert des Stehlgutes bei mehr als zwei Millionen Euro. Insgesamt seien 38 Personen von den Ermittlern festgenommen und 86 Tatverdächtige ermittelt worden. Zudem sei es bereits teilweise bereits zu Verurteilungen von Mitgliedern der Einbrecherbanden mit zum Teil empfindlichen Freiheitsstrafen von über 5 Jahren gekommen. „Die Ermittlungserfolge zeigen, dass wir mit dem gewählten Ansatz aus grenzüberschreitender Analyse und Auswertung auf dem richtigen Weg sind und diesen konsequent fortsetzen werden“, betonte Zorn.

Auch nach Auslaufen des Projekts habe man sich daher entschieden, die professionelle Arbeit der Analysten und Ermittler auch in Zukunft in einer ständigen Ermittlungsgruppe namens „Zentrale Ermittlungsgruppe Phänomene“ dauerhaft, auch ohne EU-Fördergelder, fortzusetzen und damit zu einem festen Bestandteil der polizeilichen Arbeit in der Osnabrücker Direktion werden zu lassen. Künftig wollen sich die Ermittler laut Zorn auch mit Delikten befassen, deren Opfer ausschließlich Senioren sind. Konkret soll es dabei um Straftaten durch falsche Polizeibeamte gehen. „Wir wollen die organisierten Strukturen bei den Straftaten gegen ältere Menschen aufhellen und zerschlagen. Deshalb setzten wir einen weiteren Schwerpunkt“, erklärte der Polizeivizepräsident. Allein die Entwicklung der Fallzahlen in Niedersachsen verdeutliche das Problem: Während es 2013 niedersachsenweit lediglich 49 Fälle mit einem Schaden von 35.000 Euro gegeben habe, seien es im vergangenen Jahr 4.235 Fälle mit einem Schaden von 4,7 Millionen Euro gewesen.

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