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07.01.2020, 16:27 Uhr / Lesedauer: ca. 3min

IHK schlägt Zukunftsagenda für Region vor

In ihrer letzten Sitzung des Jahres hat die Vollversammlung der IHK Osnabrück - Emsland - Grafschaft Bentheim (IHK) ihre Regionalpolitischen Positionen für die Wahlperiode 2019 bis 2023 beschlossen.

Eine gute Verknüpfung von Schienenpersonennahverkehr und Busliniennetz liegt dem Regionalausschuss Grafschaft Bentheim der Industrie- und Handelskammer am Herzen. Foto: Werner Westdörp

Eine gute Verknüpfung von Schienenpersonennahverkehr und Busliniennetz liegt dem Regionalausschuss Grafschaft Bentheim der Industrie- und Handelskammer am Herzen. Foto: Werner Westdörp

Osnabrück „Unsere Region steht sehr gut da. Mit den Regionalpolitischen Positionen haben wir nun eine Zukunftsagenda entwickelt, damit sie sich weiter positiv entwickeln kann“, erklärte IHK-Präsident Uwe Goebel. Die Regionalpolitischen Positionen wurden von mehr als 200 ehrenamtlich in der IHK engagierten Unternehmerinnen und Unternehmern erarbeitet. Dazu fanden in den IHK-Regionalausschüssen moderierte Workshops statt, in denen sog. „Kernanliegen“ und „Maßnahmenvorschläge“ für die vier Handlungsfelder Infrastruktur, Fachkräfte, Standortattraktivität und Wirtschaftsfreundlichkeit formuliert und diskutiert wurden. Für die Region Osnabrück, den Landkreis Emsland und den Landkreis Grafschaft Bentheim gibt es jeweils separate Regionalpolitische Positionen.

„Die Regionalpolitischen Positionen sind die Grundlage für die Arbeit unserer IHK in der Region. Mit ihnen können wir auch Antworten geben auf die Fragen der Zukunft“, so IHK-Hauptgeschäftsführer Marco Graf.

Einige Positionen wurden von den Unternehmerinnen und Unternehmern in allen drei Teilregionen als besonders wichtig eingeschätzt. Hierzu zählt die Forderung nach einer Stärkung der dualen Berufsausbildung, um damit dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken. Auch seien überall noch weitere Anstrengungen zum Ausbau der digitalen Infrastruktur notwendig, damit der Übergang in die Gigabit-Gesellschaft gelingt und die regionale Wettbewerbsfähigkeit erhalten bleibt. Zudem bekräftigten die Unternehmerinnen und Unternehmer in allen Teilregionen, dass der FMO ein unverzichtbarer Standortfaktor sei, der dauerhaft gesichert und zukunftsfähig aufgestellt werden sollte.

Darüber hinaus haben die Unternehmerinnen und Unternehmer der jeweiligen Ausschüsse auch zahlreiche Maßnahmen benannt, die für ihre jeweiligen Teilbereiche bedeutend sind. So steht für die Stadt und den Landkreis Osnabrück beispielsweise der Lückenschluss der A 33 Nord ganz oben auf der Agenda. Zu einer guten verkehrlichen Erreichbarkeit gehört nach Ansicht des Ausschusses, der unter dem Vorsitz von IHK-Vizepräsident Heinrich Koch tagt, aber auch ein attraktives und emissionsarmes ÖPNV-Angebot. Generell sollten technologische Entwicklungen wie Telematik oder E-Mobilität genutzt und vorangetrieben werden, um die bestehenden Verkehrswege besser auszulasten und die Verkehrsbelastungen zu verringern.

Der Regionalausschuss Emsland unter dem Vorsitz von IHK-Vizepräsident Matthias Hopster setzt sich dafür ein, den Ausbau der E 233 zügig voranzubringen. Auch die Frage, wie die Energiewende positiv für das Emsland genutzt werden kann, spielt eine wichtige Rolle. Hier könnte das Thema „grüner Wasserstoff“ eine hohe Bedeutung haben, das ausgehend von der H2-Region Emsland in die Bundes- und Landespolitik getragen werden soll. Auch mit Blick auf die Frage, wie die Kommunen im Emsland sich noch besser als attraktive Wohnstandorte positionieren können, hat der Regionalausschuss potenzielle Maßnahmen erarbeitet.

Für die Unternehmerinnen und Unternehmer im Regionalausschuss Landkreis Grafschaft Bentheim hat unter anderem der Ausbau der Mobilfunk-Infrastruktur eine hohe Priorität. Darüber hinaus ist auch hier die weitere Verbesserung des ÖPNV prioritär. Hier sollte nach Ansicht des Ausschusses, der unter dem Vorsitz von IHK-Vizepräsident Thomas Kolde tagt, eine gute Verknüpfung von Schienenpersonennahverkehr und Busliniennetz sichergestellt sein. Darüber hinaus stehen Maßnahmen, mit denen das Regionalmarketing vorangetrieben und der Landkreis als attraktive Region für potenzielle Neubürger positioniert werden kann, ganz oben auf der Agenda des Ausschusses.

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