05.05.2020, 09:46 Uhr / Lesedauer: ca. 3min

Spendenlauf für den Zoo Osnabrück

Die Handballspielgemeinschaft Osnabrück übernimmt Tierpatenschaften und sucht Laufpaten für Spendenlauf.

Die Handballerinnen und Handballer des HSG Osnabrück haben einen Spendenlauf initiiert, von dessen Erlös sie Tierpatenschaften im Zoo Osnabrück erwerben wollen. Foto: Zoo Osnabrück

Die Handballerinnen und Handballer des HSG Osnabrück haben einen Spendenlauf initiiert, von dessen Erlös sie Tierpatenschaften im Zoo Osnabrück erwerben wollen. Foto: Zoo Osnabrück

Osnabrück Die Handballsaison wurde aufgrund der Corona-Krise vorzeitig beendet. Um fit zu bleiben und Gutes zu tun, startete die Handballspielgemeinschaft (HSG) Osnabrück einen zehntägigen Spendenlauf zugunsten des Zoos. Unterstützen kann die Aktion jeder bis zum 10. Mai.

„Auch wenn unsere Saison zwei Monate früher beendet wurde – oder gerade deshalb – wollen wir gerne unser Gemeinschaftsgefühl stärken, fit bleiben und auf ein Ziel hinarbeiten. So kamen wir auf die Idee, Tierpatenschaften zu ‚erlaufen‘“, berichtet HSG-Vorstand Fabian Siebert. Die Handballspielgemeinschaft (HSG) Osnabrück läuft 10 Tage lang für den guten Zweck: „Wir Handballer laufen innerhalb der Mannschaften, natürlich allein oder zu zweit, und sammeln dabei pro Kilometer einen von den Laufpaten vorher festgelegten Betrag“, erklärt Siebert. Gestartet hat der Lauf am 1. Mai und geht bis zum kommenden Sonntag, 10. Mai. „Bisher hatten wir schon eine tolle Resonanz, besonders von unseren Jugendspielern. Von den erlaufenen Spenden erwerben wir Tierpatenschaften und jede Mannschaft sucht sich selber das Patentier aus. Das ist auch ein toller Ansporn, denn ob Maus oder Elefant entscheiden die Spendensummen und damit auch unsere Spieler“, freut sich Fabian Siebert. Die verschiedenen Mannschaften hätten sich vorab schon „Lieblingstiere“ ausgesucht, auf die sie hinarbeiten. Unter anderem seien Jugendspielerinnen bereits um den Zoo gelaufen und hätten die tierischen Zoobewohner zumindest von außen beobachten können. Auch überregional sei Interesse an der Unterstützung des Laufs bekundet worden, so Siebert. „Das ist besonders toll, denn auch wir leiden unter der Situation, denn wir sind ebenso auf Sponsoringeinnahmen angewiesen. Wenn Menschen auch überregional auf uns aufmerksam werden, hilft uns das hoffentlich.“

„Für diese tolle Unterstützung bedanke ich mich ganz herzlich – im Namen des Zoos und der Tiere, die hier leben und von der kreativen Spendenidee profitieren“, freut sich Zoogeschäftsführer Andreas Busemann. Allein die Versorgung der Tiere kostet im Monat 290.000 Euro, die Gesamtkosten pro Monat liegen bei rund 500.000 Euro. „Wir finanzieren uns zu 75 Prozent aus Eintrittsentgelten, die seit sieben Wochen nun ausbleiben mussten. Daher sind wir sehr froh, wenn Unternehmen, Privatpersonen und eben auch Vereine sich für uns einsetzen und mit so tollen Aktionen unterstützen.“ Der Zoo Osnabrück darf ab Mittwoch, 6. Mai wieder öffnen, ist aber weiterhin auf Spenden angewiesen, da die Besuchereintritte von sieben Wochen fehlen. „Wir freuen uns, wenn unsere Sportlerinnen und Sportler dann zur Belohnung ihre Patentiere besuchen dürfen“, so HSG-Vorstand Fabian Siebert.

Laufpate kann noch jeder werden, der Interesse hat. Informationen dazu gibt es auf der Internetseite der HSG www.hsg-osnabrueck.de/ oder per E-Mail an info@hsg-s.de.

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