24.07.2020, 13:46 Uhr / Lesedauer: ca. 2min

Caritas international erhält Spendengelder aus dem Bistum

Caritas lobt die große Spendenbereitschaft. Foto: Caritas

Caritas lobt die große Spendenbereitschaft. Foto: Caritas

Osnabrück Knapp eine halbe Million Euro haben Menschen aus dem Bistum Osnabrück im vergangenen Jahr an Caritas international gespendet: 496.109 Euro gingen für die weltweite Arbeit des Hilfswerks ein. „Dank der großen Spendenbereitschaft kann Caritas international überall auf der Welt helfen, wo Menschen dringend Unterstützung benötigen“, sagt Alexandra Franke, Referentin für Caritas international beim Caritasverband für die Diözese Osnabrück, angesichts des Spendenberichts von Caritas international für 2019. Das Hilfswerk hat im vergangenen Jahr mit insgesamt 82,5 Millionen Euro Menschen in Krisen- und Notsituationen unterstützt.

Besonders groß war die Spendenbereitschaft aus dem Bistum Osnabrück für den Wiederaufbau nach dem Wirbelsturm „Idai“ in Mosambik und für die allgemeine Not- und Katastrophenhilfe. In Mosambik harrten nach dem schweren Zyklon im März 2019 Tausende Menschen teilweise tagelang ohne Essen und Trinkwasser auf Häusern und Bäumen aus, weil alles überschwemmt war. Rund 110.000 Häuser wurden durch den Sturm zerstört, mehr als 1000 Menschen verloren ihr Leben. Die Caritas erreichte dank der guten Kontakte ihrer örtlichen Mitarbeitenden auch die Menschen, die durch die Wassermassen völlig von der Außenwelt abgeschnitten waren. So konnte Caritas international trotz widriger Umstände 55.000 Menschen nothilfemäßig versorgen. Und nicht nur das: Auch mehr als ein Jahr nach der Katastrophe ist die Caritas noch vor Ort und baut mit Unterstützung aus Deutschland dringend benötigte Häuser.

Derzeit wirbt Caritas international dafür, auch in der Corona-Pandemie an Menschen in Notsituationen zu denken. Rund 80 Millionen Menschen weltweit können sich aufgrund ihrer Lebensumstände kaum vor einer Ansteckung schützen. „Und zugleich vergessen wir schnell, dass die Pandemie für viele Menschen eine Krise in der Krise ist. Gerade Geflüchtete und Vertriebene, die in Camps leben, brauchen dringend unsere Unterstützung“, betont Alexandra Franke. „Im Südsudan etwa, wo Hunger und Krieg herrschen und nun noch die Angst vor Corona hinzukommt. Oder im Elendslager Moria auf der griechischen Insel Lesbos, wo Geflüchtete unter unmenschlichen Bedingungen eng zusammengepfercht und ohne Zukunftsperspektive leben.“

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