19.07.2019, 18:15 Uhr / Lesedauer: ca. 1min

Bistum Osnabrück verzeichnet Anstieg der Kirchenaustritte

Rund 3600 Katholiken sind im vergangenen Jahr im Bistum Osnabrück aus der Kirche ausgetreten, 800 mehr als im Vorjahr. Die Gründe für die hohen Austrittszahlen sind nach Einschätzung von Generalvikar Theo Paul vielschichtig.

Eine Wartenummer für den Antrag auf den Austritt aus der Kirche drückt eine Frau beim Amtsgericht. Foto: Oliver Berg/dpa

Eine Wartenummer für den Antrag auf den Austritt aus der Kirche drückt eine Frau beim Amtsgericht. Foto: Oliver Berg/dpa

Osnabrück Insgesamt zählt das Bistum jetzt 553.000 Katholiken, wie aus der am Freitag veröffentlichten Statistik für das Jahr 2018 hervorgeht. Durchschnittlich 57.000 Gläubige besuchen in den 208 Pfarrgemeinden den sonntäglichen Gottesdienst, ein Rückgang um 2800 gegenüber 2017.

Die Gründe für die hohen Austrittszahlen sind nach Einschätzung von Generalvikar Theo Paul vielschichtig. Auf jeden Fall habe der Missbrauchsskandal seine Spuren hinterlassen. Auch nehme die Bindung der Menschen an die Kirche ab: „Wir nehmen teil an den institutionellen Erosionen, die auch andere gesellschaftliche Organisationen und Bewegungen treffen.“ Im Hinblick auf die Missbrauchsthematik versuche man durch „konsequente Aufarbeitung“ und durch Prävention, verlorenen gegangenes Vertrauen wiederzuerlangen, heißt es in der Bistumsmitteilung.

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