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01.01.2020, 15:58 Uhr / Lesedauer: ca. 2min

Bischof Bode: Kirche muss wieder näher bei den Menschen sein

Der Osnabrücker Bischof Franz-Josef Bode wünscht sich eine Umkehr der katholischen Kirche in Deutschland zurück zu den Ursprüngen.

Bischof Franz-Josef Bode hielt am Silvesterabend im Osnabrücker Dom einen Gottesdienst. Archivfoto: Konjer

Bischof Franz-Josef Bode hielt am Silvesterabend im Osnabrücker Dom einen Gottesdienst. Archivfoto: Konjer

Osnabrück Dabei könne er sich auch eine stärkere Beteiligung von Frauen und Priester mit Familie vorstellen, sagte er im Gottesdienst am Silvesterabend im Osnabrücker Dom.

Die Kirche müsse wieder stärker dorthin gehen, wo die Menschen leben, lieben und leiden. Sie müsse da sein, „wo Menschen um ihre Beziehungen, ihre Versorgung, ihr Dasein bangen, wo sie einander beistehen und helfen, wo Generationen sich umeinander kümmern, Menschen geboren werden und sterben“.

Dieser Aufbruch sei gerade auch für die hierarchische, amtlich verfasste Kirche notwendig, sagte Bode, der auch Oberhaupt der Grafschafter Katholiken ist. Die Kirche müsse weg von den Orten „der religiösen, politischen und gesellschaftlichen Mächte und des Machtgebarens“. Es dürfe ihr nicht um eine „Rückeroberung alter Herrlichkeit“ gehen, sondern darum, mitten unter den Menschen zu sein.

„Das wäre eine Kirche, in der Frauen die Frohe Botschaft überbringen“, sagte Bode mit Blick auf ein Weiheamt für Frauen innerhalb der katholischen Kirche. Auch brauche es neben den zölibatär lebenden hauptamtlichen Priestern künftig solche mit Beruf und Familie. Sie sollten sicherstellen, dass die Feier der Messe in allen Gemeinden und in kleinen Gemeinschaften wieder vertieft werde. Er wünsche sich eine Kirche, in der Gastfreundschaft angeboten und um Gastfreundschaft geworben werde bei Menschen, die kaum noch eine Beziehung zu ihr hätten.

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