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10.05.2016, 16:45 Uhr

Klicktipp: Polarlicht über Schüttorf

Polarlichter am Himmel über der Grafschaft? Das kommt durchaus vor. Zu sehen ist die Himmelserscheinung allerdings nur, wenn Fotografen wie Marc Sluiter aus Schüttorf sie mit der Kamera einfangen.

Von Steffen Burkert

Schüttorf. In der Nacht vom 8. auf den 9. Mai gab es ein außergewöhnlich starkes Polarlicht, das selbst bis in unsere Breiten zu beobachten war. „Zumindest fotografisch“, erklärt Marc Sluiter aus Schüttorf. „Fotografisch“ deshalb, weil solch ein Polarlicht bei uns zwar nicht mit bloßem Auge zu sehen ist, aber mit einer guten Kamera und Langzeitbelichtung sichtbar gemacht werden kann. „Durch Nachbearbeitung am PC kann man das Polarlicht noch weiter verstärken“, weiß Sluiter aus Erfahrung: „Aber selbst dann ist es leider nicht so intensiv zu sehen, wie man es vielleicht von Fotos aus den skandinavischen Ländern kennt.“

Dennoch sind Sluiter in der Mainacht tolle Aufnahmen gelungen. Zu erkennen waren deutliche violette Beamer. „Die berühmten grünen Streifen bis weit über den Horizont hinaus haben es aber nicht bis in unsere Breiten geschafft“, erzählt der Schüttorfer. Trotzdem sei es schön, ab und zu auch hier bei uns dieses Naturschauspiel beobachten zu können.

Zeitraffervideo aus vielen einzelnen Fotos

Seine Fotos hat Marc Sluiter zu einem Zeitraffervideo zusammengefasst. In der Nacht hatte er alle 30 Sekunden eine Langzeitbelichtung von 20 Sekunden aufgenommen. Danach hat er alle Einzelfotos nachbearbeitet und daraus den Zeitraffer erstellt, der die Zeit von etwa 23 bis 4 Uhr zeigt. „Zwischendurch habe ich mal den ISO-Wert geändert und Fotos auf dem Kameradisplay angeguckt, auch die Nachbearbeitung ist nicht durchgängig bei allen gleich. Daher die Sprünge ab und zu“, erklärt Sluiter.

Für alle, die es ganz genau wissen möchten, hier weitere technische Details:

  • Ausstattung: Nikon D5300 + AF-S 18-55mm f/3,5-5,6 G II DX VR Kit Objektiv
  • Fotos alle mit 18mm, f/3,5, 20s, ISO 400 bis ISO 2000, alle 30 Sekunden ein Bild (mit kurzen Unterbrechungen für ISO-Anpassung, Akkuwechsel und Prüfen der Fotos, sieht man durch das Ruckeln im Video)
  • Nachbearbeitung aller Fotos in Lightroom
  • Zeitraffer erstellt mit Sequence, mit 15 Bildern pro Sekunde.

Weitere Sichtungen aus Deutschland finden sich hier und hier.

Wer selbst einmal auf die „Jagd“ nach Polarlichtern gehen möchte, findet hier weitere Informationen: www.polarlicht-vorhersage.de und http://www.theusner.eu/terra/aurora/auroramonitor.php.

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