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17.05.2018, 16:00 Uhr

Weißrüsselnasenbären – die neuen Lieblinge der Zoobesucher

In Europa gibt es neben Nordhorn mit Belgrad und Magdeburg lediglich zwei weitere Zoos mit erfolgreichen Zuchtbemühungen. Umso größer ist die Freude am Heseper Weg über gleich dreifachen Nachwuchs, den „Caipi“ und „Ginger“ zur Welt gebracht haben.

Weißrüsselnasenbären – die neuen Lieblinge der Zoobesucher

Ganz schön neugierig: Eines von drei Nasenbären-Babys, die im Nordhorner Tierpark geboren wurden. Foto: privat

gn Nordhorn. Seit vier Jahren leben die seltenen Weißrüsselnasenbären nun im Nordhorner Tierpark. Sie bereichern den Amerikabereich direkt hinter dem Eingang und sind zu echten Publikumslieblingen geworden. Deutschlandweit halten nur noch der Magdeburger Zoo, der Zoo in Halle und seit dem Umzug des Nordhorner Jungtieres „Hugo“ auch der Leipziger Zoo die hübschen Nasenbären mit ihrer namensgebenden hellen Nasenpartie. In Europa gibt es neben Nordhorn mit Belgrad und Magdeburg lediglich zwei weitere Zoos, in denen die Zuchtbemühungen bei dieser Art erfolgreich sind.

Umso größer war die Freude, als am 18. April das Weibchen „Caipi“ Nachwuchs bekam und ihre Tochter „Ginger“ nur fünf Tage später. In diesem Jahr hatten die Tierpfleger die beiden Weibchen zusammen von dem Rest der Gruppe separiert, da dies der natürlichen Situation, Weißrüsselnasenbären leben in Tochterverbänden, am nächsten kam. Die Wurfboxen wurden mit Kameras ausgestattet, sodass die Pfleger den Zustand täglich kontrollieren konnten.

„Zu unserer großen Überraschung haben die beiden Weibchen ihre Jungtiere nach einigen Tagen in einer Box zusammengebracht“, berichtet Revierleiter Henning Meyer. „Hier haben sie dann abwechselnd den gesamten Nachwuchs versorgt und sich bis heute richtig gut gemeinsam gekümmert.“

Seit dieser Woche sind die bei der Geburt nackten und blinden Nasenbären so groß, dass sie immer wieder die Box verlassen und ihren geräumigen Innenstall erkunden. Der Bereich vor der großen Scheibe, der in der sensiblen Phase für die Besucher abgesperrt war, konnte inzwischen freigegeben werden.

Nach Pfingsten steht der erste Gesundheitscheck der drei quirligen Kleinbären an. Dann wird auch festgestellt, ob es sich um Männchen oder Weibchen handelt. Wenn alles gut läuft, können die beiden Mütter mit ihren Jungtieren danach zum Rest der Gruppe dazu stoßen. Auf alle Fälle werden sie ab sofort jeden Tag häufiger für die Besucher zu sehen sein, kündigt der Zoo am Heseper Weg an.

Zoo-Tipp: Die öffentlichen Nasenbärenfütterungen finden täglich um 10.50 und 16.45 Uhr statt.

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